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Absolventenporträt: Luftfahrtingenieur

Abheben mit dem Double Degree

Luftfahrtingenieur zu werden, das ist für viele ein grosser Traum. Dominic Thaler hat diesen in die Wirklichkeit umgesetzt und entwickelt heute Elektroflugzeuge. Sein Weg dorthin führte ihn über ein Masterstudium im Double Degree-Programm, das die ZHAW School of Engineering zusammen mit der Washington State University anbietet.

Dominic Thaler hat einen Beruf, von dem viele Ingenieure und Ingenieurinnen träumen dürften. «Ich entwickle senkrechtstartende Elektroflugzeuge – Luft-Taxis sozusagen», sagt er und fügt hinzu: «Mich fasziniert einfach alles, was fliegt.» Er ist Entwicklungsingenieur bei Aurora Swiss Aerospace, wo fast jährlich ein neuer Prototyp entwickelt wird. Von der Konzeptskizze über die Detailarbeit bis hin zum ersten Abheben der Flugzeuge – immer ist Dominic Thaler dabei.

Immer mehr lernen

Ganz am Anfang seiner Laufbahn entschied sich Dominic Thaler für eine Ausbildung zum Uhrmacher. «Ich habe mich schon immer für Technik und Mechanik interessiert. Uhren zusammenzusetzen ist eine erfüllende Arbeit, die viel Fingerfertigkeit, Präzision und Geduld erfordert», sagt er. «Aber ich wollte meiner Kreativität freien Lauf lassen und Neues schaffen.» Diese Möglichkeit fand er im Studiengang Maschinentechnik an der ZHAW School of Engineering. Schon im Bachelorstudium setzte er sich vermehrt mit dem Thema Leichtbau auseinander. «Ich wollte aber noch mehr ins Detail gehen und die Hintergründe verstehen», sagt der Absolvent. Um noch tiefer in die Materie einzutauchen entschied er sich daher im Anschluss für den Master of Science im Profil Industrial Technologies.

Andere Länder, andere Hochschulsysteme

Zu diesem Zeitpunkt hatte Dominic Thaler schon ein Ziel. Er wollte nach dem Studium in der Luft- und Raumfahrtindustrie tätig sein. «In dieser Branche sind sehr gute Englischkenntnisse unverzichtbar», erklärt er. «Ich wollte daher entweder ein Auslandspraktikum absolvieren oder gleich im Ausland studieren.» Das Double Degree-Programm an der ZHAW School of Engineering in Partnerschaft mit der Washington State University bot ihm genau diese Möglichkeit. Die erste Hälfte des Studiums absolvieren die Programmteilnehmenden in der Schweiz. Die anschliessenden beiden Semester verbrachte Dominic Thaler in den USA am Standort der Washington State University in Tri-Cities. Dort verbesserte er nicht nur seine Sprachkenntnisse, sondern lernte auch ein anderes Hochschulsystem kennen. «Der grösste Unterschied sind wohl die viel höheren Studiengebühren, die für viel Gesprächsstoff sorgen und eine grosse Einwirkung auf die Gesellschaft der USA haben», erklärt er. Der Campus in Tri-Cities ist klein, fast schon familiär – der Kontakt mit den Dozierenden ist daher enger. Es herrscht ein Gemeinschaftsgefühl, das gestärkt wird durch verschiedene Studentenorganisationen, Freizeit- und Sportangebote und das Campusleben. «Die Studierenden an der WSU kommen aus verschiedensten Nationen und ich lernte viele interessante Persönlichkeiten kennen», sagt Dominic Thaler.

In einem Modul zum Thema Global Management habe ich viel über interkulturelle Kommunikation gelernt.»

Dominic Thaler

Werkzeug für ein internationales Arbeitsumfeld

Abgeschlossen hat Dominic Thaler seine studentische Laufbahn im Jahr 2018 als erster Absolvent des Double Degree-Programms. Anschliessend fand er seine Anstellung bei Aurora Swiss Aerospace, der Tochterfirma von Aurora Flight Sciences in Amerika. «Meine Sprachkompetenz hat mir sicherlich einen Vorteil verschafft», sagt er. Immerhin spricht er etwa zwei Drittel seines Arbeitsalltags Englisch. Auch andere Studieninhalte nutzen ihm im internationalen Umfeld. Aurora ist ein Innovation Center der Boeing Group, die Mitarbeitenden kommen aus der ganzen Welt. «In einem Modul zum Thema Global Management habe ich viel über interkulturelle Kommunikation gelernt», sagt Dominic Thaler und schliesst: «Dieses Jahr im Ausland war für mich persönlich eine sehr gute Erfahrung. Ich lernte, mich in einem neuen Umfeld allein zurechtzufinden und flexibel auf täglich neue Herausforderungen zu reagieren.»