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Luftqualitätsmessung

Luftqualitätssensor montiert an einer Strassenlaterne (Bildquelle: https://www.fnp.de/rhein-main/darmstadthessen-kommunen-sensoren-strassenlaternen-messen-schadstoffe-verkehrsdichte-11704431.html, Aufgerufen am 23.12.2019)

Funktion: Sensoren gewinnen flächendeckend und lokalisiert Klima- und Luftqualitätsdaten, welche mit externen Sekundärdaten wie Verkehrs-, Drohnen- und Satellitendaten kombiniert werden können. Die Daten werden von smarten Algorithmen in Echtzeit analysiert und daraus effiziente Massnahmen zur Reduktion der Luftbelastung abgeleitet (z.B. veränderte Verkehrsführung oder Immobiliennutzung). Ebenfalls in Echtzeit wird der Erfolg der Massnahmen evaluiert und gegebenenfalls die Massnahme korrigiert. Gasförmige Luftschadstoffe (z.B. O3, NO2) werden mit elektrochemischen oder mit Metalloxid-Halbleitersensoren ermittelt, partikelförmige Schadstoffe (Feinstaub) hingegen durch Lichtbrechung erfasst. Die aktuelle Sensorik ist für einige Schadstoffe (noch) ungenau bei anderen Einflüssen wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur oder anderen Gasen und wird weiterentwickelt.

Vorteile: Sensoren sind kostengünstig und flächendeckende Systeme sind machbar. Bevölkerung kann in Echtzeit über Belastungswerte informiert werden und Gefahrenbereiche meiden, z.B. bei Schwangerschaft oder Asthma. Die Verkehrsführung wird in Echtzeit an die lokalen Bedürfnisse der Bevölkerung angepasst. Noch sind jedoch nicht alle relevanten Schadstoffe über Sensorik erfassbar.

Beispiele: Carbosense4D (Firmenkonsortium aus Swisscom, EMPA, Swiss Science Centre u.a.); Breeze, Hamburg/D