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Studierendenporträt Manuel Böbel und Marcel Schreiner

Erst «Jugend forscht», jetzt Elektrotechnik-Studium

Manuel Böbel und Marcel Schreiner studieren Elektrotechnik an der ZHAW School of Engineering. Das gemeinsame Studium ist aber nicht das einzige, was die beiden Thurgauer verbindet. Ihre gemeinsame Passion für Elektrotechnik führte die Studenten schon bis nach Brasilien.

Vorlesungen müssen auch sein – da sind sich die beiden Elektrotechnik-Studenten Manuel Böbel und Marcel Schreiner einig. Aber am besten liegt den beiden Thurgauern das praktische Arbeiten. «Mit Wissen und Kreativität reale Probleme lösen und etwas Neues entwickeln; das macht doch am meisten Spass», bringt es Manuel Böbel auf den Punkt. «In der Projektschiene im Studium geht es genau darum», ergänzt Marcel Schreiner. «Dort können wir die gelernte Theorie aus der Vorlesung direkt anwenden.» Im ersten Studienjahr entwickelten die Studenten in der Projektschiene Digitaltechnik ein MIDI-Keyboard. «MIDI steht für 'Musical Instrument Digital Interface', ist also eine digitale Schnittstelle für Musikinstrumente», erklärt Manuel Böbel, der selber ein passionierter Musiker ist. Welche Keyboardtaste ist gedrückt worden und wie fest ist sie gedrückt worden? Im Projekt mussten die Studenten die Software und Hardware so konfigurieren, dass die entsprechend richtigen Töne in bestimmter Lautstärke erzeugt werden.

«Mit Wissen und Kreativität reale Probleme lösen und etwas Neues entwickeln; das macht doch am meisten Spass.»

Manuel Böbel

Persönliches Interesse an der Elektrotechnik

«Im zweiten Studienjahr werden wir nun ein sogenanntes Moodlight entwickeln, das in unterschiedlichen Farben leuchten kann», so Marcel Schreiner. Was einerseits nach Spielzeug klingt, bildet andererseits eine hervorragende Übungsplattform, um das technische Innenleben elektronischer Geräte kennenzulernen. «Wir haben da aus der Lehre auch schon ein paar Grundlagen ins Studium mitgebracht», sagt Manuel Böbel. Denn die beiden Kommilitonen haben beide eine Ausbildung zum Elektroniker absolviert. In der Berufsschule kreuzten sich erstmals die Wege der beiden Thurgauer. Seitdem verbindet sie das gemeinsame Interesse an der Elektrotechnik. «Es ist schon so, dass wir uns auch persönlich für elektronische Zusammenhänge interessieren», sagt Marcel Schreiner. «Das ist für das Elektrotechnik-Studium natürlich keine Voraussetzung, aber auch kein Nachteil.»

Marcel Schreiner (links) und Manuel Böbel beschäftigen sich auch gerne ausserhalb des Studiums mit Elektrotechnik.

Gewinner bei «Schweizer Jugend forscht»

Persönliches Interesse hat Manuel Böbel und Marcel Schreiner auch dazu gebracht, beim Wettbewerb «Schweizer Jugend forscht» mitzumachen. Nur zum Spass haben die beiden einen Plasma-Lautsprecher entwickelt, und damit prompt die Jury überzeugt. «Unser Lautsprecher funktioniert anstatt mit einer Membran mit einer sogenannten Plasmaflamme, die immer wieder ein- und ausgeschaltet wird – genaugenommen 40'000 Mal pro Sekunde», erklärt Manuel Böbel. Die Plasmaflamme erzeugt den Ton, in dem sie die Luft in Schwingung versetzt. Die Jury bei «Schweizer Jugend forscht» verlieh dem Projekt das Prädikat «hervorragend» und zeichnete es mit dem Sonderpreis Metrohm aus. Als Belohnung reisten Manuel Böbel und Marcel Schreiner zur Expo Sciences International in Brasilien, wo wissenschaftliche Projekte von Jugendlichen aus der ganzen Welt ausgestellt wurden.

Neue Herausforderungen gesucht

Seit der Berufsschule kennen sich Manuel Böbel und Marcel Schreiner. In welche Richtung es für die beiden Studenten nach ihrem Bachelorabschluss gehen soll, wissen sie noch nicht. «Ab dem fünften Semester kann man ja recht viele Module selber auswählen und sich auf diese Weise spezifischer vertiefen», so Marcel Schreiner. «Das gibt dann zum Teil auch die Richtung fürs Berufsleben vor.» Auch die Projektarbeit und die Bachelorarbeit können für die Studenten richtungsweisend sein. Werden sie im Rahmen dieser Arbeiten ihren Plasmalautsprecher weiterentwickeln? «Nein, wir werden uns wieder ein neues Thema suchen», ist Manuel Böbel überzeugt. Und Marcel Schreiner ergänzt: «Wir möchten uns lieber einer neuen Herausforderung stellen.»

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