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Wild!stauden-Mischpflanzungen

Bepflanzungen für mehr Biodiversität in unseren Städten.

Wildstauden-Mischpflanzungen bieten eine neue Möglichkeit, die Biodiversität in der Stadt zu erhöhen. Entwickelt wurden sie speziell für humusreiche Böden und ausschliesslich mit einheimischen Arten von Forschenden der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Während den kommenden Jahren werden solche Bepflanzungen in diversen Städten detailliert untersucht. Dabei interessiert, wie vielfältig das Leben in diesen Flächen über und unter dem Boden ist, wie aufwendig die Pflege ist und auch, wie diese wilde Vielfalt bei den Bewohnerinnen und Bewohnern ankommt.
Auf dieser Seite erfahren Sie viel Wissenswertes über Wildstauden-Mischpflanzungen, über unser Forschungsprojekt und die Versuchsflächen in verschiedenen Schweizer Städten. 

Wild!stauden-Mischpflanzungen sind...

Wildstauden-Mischpflanzungen sind eine Kombination von verschiedenen Wildpflanzen, welche gemeinsam auf einer bestimmten Fläche angepflanzt werden. Besonders wenn sie aus heimischen Pflanzen bestehen, sind sie sehr wertvoll für die Biodiversität, da sie diversen Insekten Nahrung und Unterschlupf bieten. Zudem bieten sie einen farbigen Anblick in der urbanen Landschaft. Zu den heimischen Wildpflanzen gehören z.B. die Gold-Aster (Aster linosyris), das Kleine Mädesüss (Filipendula vulgaris) oder der Grosse Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis).

Das Forschungsprojekt

Das multidisziplinäre Forschungsprojekt hat zum Ziel, mit der bewährten Methode der Stauden-Mischpflanzungen sowohl die ober- wie auch unterirdische Biodiversität zu fördern. Dabei liegt der Fokus speziell auf humusreichen und somit nährstoffreichen Böden. Auf bestehenden, humusreichen Böden werden verschiedene Stauden-Mischpflanzungen aus in der Schweiz heimischen Wildstauden gepflanzt und auf ihren Wert für die Biodiversität, ihre Praxistauglichkeit und Akzeptanz bei der Bevölkerung hin untersucht. In Zukunft sollen diese Mischpflanzungen sowohl im öffentlichen wie im privaten Grünraum angepflanzt werden.

Die Eckdaten zum Projekt:

Wild!stauden-Mischpflanzungen in Ihrer Stadt

In verschiedenen Schweizer Städten werden von März bis Mai 2021 Wildstauden-Mischpflanzungen gepflanzt.

Allschwil hat jetzt ebenfalls eine Wildstauden-Mischpflanzung. Am 6. April 2021 haben Michel Burkhalter und seine Kollegen die Fläche im Bettenackerareal bepflanzt.

An bester Lage, direkt am Vierwaldstättersee und mit Sicht in die Zentralschweizer Berge, wachsen seit dem 31. März 2021 zwei Wildstauden-Mischpflanzungen in Luzern.

Bei fast schon sommerlichen Temperaturen haben am 30. März 2021 drei Gärtner der Stadt Sursee und die Forscherinnen der ZHAW die Wildstauden-Mischpflanzung mit der Mischung "Region Luzern" angepflanzt. Die Pflanzung befindet sich in der Nähe der Altstadt im Ehretpark.

Auch auf dem Campus Grüental der ZHAW in Wädenswil wachsen jetzt zwei Wildstauden-Mischpflanzungen. Hier wurde die Mischung "Region Zürich" und die Mischung "Region Luzern" angepflanzt.

Bei herrlichem Frühlingswetter hat das motivierte Gärtnerinnenteam der Gemeinde Riehen am 25. März 2021 die neue Wildstauden-Mischpflanzung in der Nähe der Fondation Beyeler (gegenüber der Bus- und Tramhaltestelle Riehen Weilstrasse) umgesetzt.

Pratteln ist bereits die zweite Gemeinde in der Region Basel, in welcher lokale Wildstauden-Mischpflanzungen wachsen. Am 24. März 2021 konnten die Gärtnerinnen und Forscherinnen bei tollem Frühlingswetter eine Fläche am Bahnhof Salina Raurica und eine zweite Fläche beim früheren Friedhof Gottesacker bepflanzen.

Auch in Reinach wächst seit dem 17. März 2021 eine Wildstauden-Mischpflanzung. Die beiden Gärtner Thomas Alaimo und Alex Borer haben die Fläche innerhalb des alten Friedhofs angepflanzt und werden sie in den kommenden Monaten pflegen.

Die erste Fläche wurde am 10. März 2021 in Baden, im Park des Museum Langmatt, angepflanzt. Die Stadt Baden hat unter dem Jahresthema "Vielfalt entdecken" ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Online-Angeboten und Veranstaltungen zusammengestellt. Dazu gehört zum Beispiel der neue Audioguide "Was lebt in der Langmatt?" oder eine Online-Karte mit Biodiversitäts-Hotspots in der Innenstadt.

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