Kopfbereich

Schnellnavigation

Hauptnavigation

Innovative Verpackungsmaterialien

Schwerpunktthema der Forschungsgruppe Lebensmittel-Verpackung

In unserer schnelllebigen Gesellschaft stieg in den letzten Jahren die Nachfrage nach frischen, qualitativ hochwertigen Lebensmitteln mit hohem Conveniencegrad, die möglichst wenig Zusatzstoffe und keine Konservierungsmittel enthalten. Die Verpackung spielt dabei eine grosse Rolle. Sie übernimmt mit der zunehmenden Komplexität der Wertschöpfungskette eine immer wichtigere Funktion und ist entscheidend um die Lebensmittelsicherheit und -qualität aufrecht zu erhalten, die Verluste zu minimieren und den Einsatz von Lebensmittelzusatzstoffen zu reduzieren.

Dieser Hintergrund bietet uns die Gelegenheit, in enger Zusammenarbeit mit der Verpackungsindustrie, innovative Verpackungsmaterialien zu entwickeln, die den veränderten Anforderungen der Lebensmittelindustrie und denen der Konsumenten gerecht werden. In dem Sinne arbeiten wir auch mit Lebensmittelproduzenten zusammen, um den Einfluss der entwickelten Verpackungsmaterialien auf unterschiedliche Lebensmittel zu untersuchen.

Aktive und intelligente Verpackungen sind Beispiele von innovativen Verpackungstechnologien, die genutzt werden können, um die erhöhten Anforderungen auf industrieller, Retailer- und distributioneller Ebene zu erfüllen. Aktive Verpackungen können, im Gegensatz zu traditionellen Verpackungsmaterialien, neben der passiven Barrierefunktion eine zusätzliche aktive Rolle übernehmen, um die Qualität des Lebensmittels besser zu erhalten. Intelligente oder smarte Verpackungsmaterialien ermöglichen eine Überwachung des aktuellen Qualitätszustandes eines Lebensmittels und können diesen nach aussen kommunizieren.

Aktive Verpackung

Die Entwicklung und Evaluierung von aktiven Verpackungsmaterialien ist einer unserer Forschungsschwerpunkte. Aktive Verpackungen übernehmen neben der passiven Barrierefunktion eine zusätzliche aktive Rolle, indem sie gezielt Stoffe in die Lebensmittelverpackung abgeben oder dieser bestimmte Substanzen entziehen. Diese können dort eingesetzt werden, wo bisherige Verpackungsmaterialien und -technologien wie beispielsweise Schutzatmosphärenverpackungen (MAP) an ihre Grenzen stossen. In Zusammenarbeit mit Lebensmittelindustrie und Verpackungsherstellern initialisieren wir entsprechende Forschungsprojekte mit dem Ziel, eine Erhöhung der Lebensmittelqualität oder eine Haltbarkeitsverlängerung zu erreichen.

Sauerstoffscavanger

Sauerstoff im Kopfraum einer Verpackung kann zu unerwünschten Oxidationsreaktionen führen, welche mit negativen Veränderungen der sensorischen Eigenschaften, Farbveränderungen und/oder zu Nährstoffverlusten in Lebensmitteln einhergehen. Weiter fördert die Anwesenheit von Sauerstoff das Wachstum von aeroben Mikroorganismen wie Bakterien oder Schimmel. Um dem entgegenzuwirken, arbeiten wir aktiv an der Entwicklung verschiedener neuartiger Sauerstoffabsorber. So haben wir beispielsweise im Rahmen eines KTI-Projektes eine palladiumbasierte, sauerstoffzehrende Etikette entwickelt, um den Restsauerstoff aus MAP Verpackungen zu eliminieren und somit unerwünschte Oxidationsreaktionen zu vermeiden oder das Schimmelwachstum zu verzögern.

Antimikrobielle Filme

Einer unserer weiteren Forschungsschwerpunkte ist die Entwicklung und Evaluierung antimikrobieller Filme für Lebensmittelverpackungen. Durch den Einsatz von antimikrobiellen Filmen kann das Wachstum von Mikroorganismen, die zum Lebensmittelverderb führen, produktspezifisch verzögert oder sogar verhindert werden. Auch mikrobiell gebildete Fehlgerüche und Schleim können durch die Anwendung von antimikrobiellen Verpackungen verhindert werden. Durch die Hemmung von pathogenen Keimen und Toxinbildnern können wir zudem einen Beitrag zur Erhöhung der Lebensmittelsicherheit leisten.

Antioxidantien-freisetzende Verpackungen

Um Lebensmittel vor unerwünschter Lipidoxidation zu schützen, werden oft synthetische Antioxidantien wie BHT (E 321) oder BHA (E 320) in Lebensmittelverpackungen eingesetzt. Im Zeitraum des «Clean Label» stossen solche Zusatzstoffe jedoch immer mehr auf Ablehnung beim Konsumenten.  In diesem Zusammenhang untersuchen wir den Einsatz von aktiven, antioxidantienfreisetzenden Verpackungsmaterialien, welche auf der Wirkungsweise alternativer natürlichen Substanzen, wie zum Beispiel ätherischen Ölen, basieren.

Publikationen

Projekte