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GHP (Gute Hygiene und Herstellungspraxis)

Fachgruppe QM und Lebensmittelrecht

Die Sicherstellung der Guten Herstellungspraxis und der Guten Hygienepraxis (GHP) in einem Lebensmittelbetrieb sind grundlegend und auch vom Gesetzgeber (als Element der Selbstkontrolle gemäss Art. 75ff LGV) sowie von internationalen Standards verlangt. Nur wenn diese Grundanforderungen erfüllt sind, können, darauf aufbauend, weitere Qualitätsmanagementsysteme eingeführt werden. Ohne GHP kann keine Lebensmittelsicherheit und –qualität erreicht werden. GHP ist ein vorbeugendes Konzept («Präventivprogramm») und bildet die Grundlage für ein HACCP-System.

Um zu definieren, welche Anforderungen zu GHP gehören, wird weltweit am meisten die Codex-Alimentarius-Verfahrensregel «General Principles of Food Hygiene» (2003) als fachliche Grundlage herangezogen. Sie liefert einen Forderungskatalog über die gesamte Wertschöpfungskette, welcher die Grundanforderungen an GHP definiert. Deshalb sollte GHP diese Elemente umfassen:

  • Primary Production (Primäre Herstellung)
  • Establishment: Design and Facilities (Betrieb: Auslegung und Anlagen)
  • Control of Operation (Prozessbeherrschung)
  • Establishment: Maintenance and Sanitation (Betrieb: Instandhaltung und Hygiene)
  • Establishment: Personal Hygiene (Betrieb: Personalhygiene)
  • Transportation (Transport)
  • Product Information and Consumer Awareness (Produktinformation und Verbraucherbewusstsein)
  • Training (Schulung)

Zudem sind die gesetzlichen Anforderungen (Schweiz: vor allem Hygieneverordnung HyV, SR 817.024.1) zu berücksichtigen.

Leistungsangebot der Fachgruppe QM und Lebensmittelrecht

Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung oder Weiterentwicklung der GHP gemäss gesetzlichen Grundlagen oder Anforderungen der gängigen Normen / Standards und zeigen Ihnen die Abgrenzung, aber auch sinnvolle Verlinkung mit dem HACCP-System auf.
Zudem bieten wir Ihnen GHP-Audits respektive Bestandsaufnahmen auf Basis des Codex Alimentarius sowie der HyV oder der Lebensmittelsicherheitsstandards BRC / IFS resp. ISO / FSSC 22000 an. (Hinweis: Im Rahmen von ISO 22000 können die PRPs (prerequisite programs) für Lebensmittelproduktionsbetriebe mit der GHP gleichgesetzt werden.) 

Ihr Nutzen

Fachlich fundierte Umsetzung und / oder Weiterentwicklung der GHP in Ihrem Betrieb. Auch eine Mitarbeiterschulung kann im Rahmen der Projektbearbeitung integriert werden.

Links / Informationen

General Principles of Food Hygiene (Codex Alimentarius)

Hygieneverordnung des EDI vom 16. Dezember 2016 (HyV)

Verordnung (EG) Nr. 852/2004 (Konsolidierte Fassung vom 20. April 2009)

Liste der vom BLV genehmigten Leitlinien für eine gute Verfahrenspraxis nach Artikel 52 der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung (LGV, SR 817.02)

EU: Guides to Good Practice

Register für einzelstaatliche Leitlinien für die gute Hygiene Praxis

FDA (US Food and Drug Administration): Current Good Manufacturing Practices (cGMPs), 21 C.F.R Part 110