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Forschung am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen

Wir forschen an den Schnittstellen zwischen Gesellschaft, Umwelt und Technologie

Als Pioniere für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen arbeiten wir interdisziplinär, wissenschaftsbasiert und praxisorientiert. Die wichtigsten Grundlagen dafür sind die Disziplinen- und Themenvielfalt an unserem Institut sowie die enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung. Wir bieten anwendungsorientierte Forschung, Entwicklung und Dienstleistungen in drei Zentren, die insgesamt 22 Forschungsgruppen umfassen.

Forschungs-Blitzlicht

Findlinge – Inseln für Moose

Vor über 15 000 Jahren verfrachteten eiszeitliche Gletscher grosse kalkarme Steinblöcke ins Schweizer Mittelland und in den Jura. Aber diese Findlinge haben nicht nur eine besondere Reise hinter sich, sondern sind auch ein ganz spezieller Lebensraum: Auf den grossen Steinen wächst heute eine Flora aus Farn-, Moos- und Flechtenarten, die sonst nur auf dem Granitgestein der Alpen wächst und auf den Kalkgesteinen im Mittelland nicht vorkommt.

Aber wie gelangen die Moose auf die Findlinge? Ein Forschungsprojekt hat gezeigt, dass sie nicht von Stein zu Stein wandern, sondern über die Luft als Sporen ins Mittelland gelangen. Die artenreichen «Inseln» sind wertvoll, weil sie seltenen Arten Lebensraum bieten. Obwohl sie unter Schutz stehen, ist die Flora gefährdet, insbesondere durch Luftverschmutzung und das Sportklettern.

Weitere Infos zum Projekt

Wir forschen interdisziplinär

Im Fokus des Instituts stehen die Schnittstellen zwischen Gesellschaft, Umwelt und Technologie:

  • Die Gesellschaft als Dreh- und Angelpunkt für Fragestellungen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit.
  • Die Umwelt als Lebensraum, Wirkungsfeld und Spiegel der Gesellschaft.
  • Die Technologie als Instrument des Menschen und wichtiger Einflussfaktor auf die Umwelt.

Thematische Schwerpunkte

  • Zentrum Ecological Engineering: Nutzung erneuerbarer Energieträger, Wirkungsabschätzung, Energie- und Ressourceneffizienz, nährstoff- und wasserextensive Produktions- und Aufbereitungsverfahren; Nachweis von Umwelteinwirkungen in Boden und Wasser.
  • Zentrum Ökosysteme und Biodiversität: Förderung der Biodiversität, deren Einflussfaktoren und Wechselwirkungen; Verständnis der komplexen aquatisch-terrestrischen Vernetzungen, nachhaltige Entwicklung und Revitalisierung von Gewässern.
  • Zentrum Umwelt- und Agrofoodsysteme: Verbesserung der Pflanzengesundheit und Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit; Sensibilisierung der Gesellschaft für Umweltfragen; Forschung zur Förderung einer nachhaltigen regionalen Entwicklung sowie eines natur- und kulturnahen Tourismus.