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Master Research Unit Agrofoodsystems im MSc Umwelt und Natürliche Ressourcen

Sie möchten zu nachhaltigen Veränderungen im Ernährungssystem beitragen? Mit dem Schwerpunkt Agrofoodsystems entwickeln Sie neue Lösungen vom «Feld bis auf den Teller».

Das Ernährungssystem steht vor enormen Herausforderungen. Ungleichheiten, Umweltzerstörungen, Mangel und Überfluss prägen das konventionelle System. Alternative Formen der Nahrungsmittelproduktion und -verteilung sind daher dringend nötig. Im Schwerpunkt Agrofoodystems lernen Sie unterschiedliche Ansätze für eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion und Ernährung kennen. Im Vordergrund stehen Ansätze der Agrarökologie, regionale Wertschöpfungsketten und faire Handelsbeziehungen. Die engen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt sind ein elementarer Bestandteil des Studiums. Mit den Forschungsgruppen der ZHAW und dank der Kooperation mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL stehen Ihnen vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten zur Auswahl.

Mehr zur Kooperation mit dem FiBL finden Sie im Interview mit Matthias Stolze und Isabel Jaisli.

Kompetenzen

Als Master of Science ZFH in Environment and Natural Resources mit Schwerpunkt Agrofoodsystems...

Karriere

Sie möchten wissen, wo Sie der Berufsweg nach dem Studium hinführen kann? Einen Ausblick präsentieren wir auf unserer Karriereseite.

«Mein Berufswunsch nach dem Bachelor war es, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Regionen der Schweiz zu leisten. Daher entschied ich mich für den MSc Umwelt und Natürliche Ressourcen. Durch die Mitarbeit in einer Forschungsgruppe hatte ich Einblick in diverse Projekte, konnte meine Erfahrungen einbringen und mich in meinem Bereich weiterentwickeln. Bei meiner jetzigen Tätigkeit profitiere ich vom vertieften Wissen im Bereich nachhaltige Entwicklung und einem wertvollen Netzwerk.»

Giulia Balmer, Leiterin Geschäftsstelle Neue Regionalpolitik Zürcher Weinland

Studieninhalte im Schwerpunkt Agrofoodsystems

Im Modul Agrofoodsystems & Chains befassen Sie sich intensiv mit dem gesamten Ernährungssystem sowie den wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Einflüssen. Von zentraler Bedeutung ist ausserdem die Frage, wie eine nachhaltige Wertschöpfungskette aussieht. Als Teil eines interdisziplinären Forschungsteams untersuchen Sie im Modul Research Methods, welches Potenzial die Produktion und Vermarktung neuer Kulturen wie Quinoa und Co. in der Schweiz hat. Das Modul Agriculture for the Future ermöglicht Ihnen einen Blick in die Zukunft: Welche neuen Ansätze gibt es als Alternative zur heutigen Landwirtschaft und welche Risiken bestehen? In den Wahlmodulen können Sie sich in weitere relevante Themen vertiefen, wie beispielsweise der Landwirtschaft in Berggebieten oder in Städten (Urban Agriculture) oder in der Entwicklungszusammenarbeit. Sie erlernen Methoden zur Nachhaltigkeitsbewertung von Nahrungsmitteln (Ökobilanzen) oder Strategien zur Verhaltensänderungen von Konsumentinnen und Konsumenten. Ein weiteres Highlight ist die internationale Summer School zum Thema Agrobiodiversität.

Landwirtschaftliche Grundlagen bringen Sie aus Ihrem Bachelorstudium mit oder erwerben diese mittels unseres E-Learning-Kurses «Grundlagen Landwirtschaft».

Master Studio

Die Spezialisierung findet im Rahmen des Master Studios statt. Als «Student Researcher» sind Sie Teil der von Ihnen gewählten Forschungsgruppe und direkt in deren Projekte eingebunden (Project Work I und II und Masterarbeit). Dies macht fast die Hälfte Ihres Studiums aus. Die vielfältigen Forschungsgruppen an der ZHAW und am FibL ermöglichen eine Spezialisierung in den unterschiedlichen Bereichen der Landwirtschaft, so beispielsweise in der ländlichen Entwicklung, dem Tourismus, in nachhaltigen Wertschöpfungsketten oder im Konsum. Sie profitieren bei den Projekten von den Netzwerken der Forschungsgruppen in Wirtschaft und Forschung und haben bei Interesse auch die Möglichkeit, Projekte im Ausland und/oder mit Partnern aus der Praxis durchzuführen.

Im Rahmen der Master Thesis entwickeln Sie eigene Ideen und Konzepte zur Lösung wissenschaftlicher Herausforderungen. Das befähigt Sie, in Ihrer späteren beruflichen Tätigkeit komplexe Fragestellungen selbständig anzupacken.

Beispiele von früheren Masterarbeiten im Schwerpunkt Agrofoodsystems:

Forschungsgruppen am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen

Zentraler Aspekt Ihres Masterstudiums ist Ihre Mitarbeit in der von Ihnen gewählten Forschungsgruppe. Rund die Hälfte der Zeit spezialisieren Sie sich dort entsprechend Ihrer Interessen und erhalten einen vertieften Einblick in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Die Beteiligung an Projekten der Forschungsgruppe ermöglicht Ihnen, vom Netzwerk zu Partnern aus Wirtschaft und Forschung zu profitieren und für Ihre berufliche Zukunft Kontakte zu knüpfen. In der gewählten Forschungsgruppe absolvieren Sie Ihr Master Studio (Project Work 1 und 2 sowie Master Thesis).

«Wir evaluieren Programme und Instrumente der Agrarpolitik sowie der Entwicklungszusammenarbeit. Basierend darauf formulieren wir Empfehlungen, mit dem Ziel, Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und entlang der Wertschöpfungsketten für Lebensmittel zu erhöhen. In unseren Projekten erarbeiten wir mit Hilfe quantitativer Ansätze der sozioökonomischen Forschung anwendungsorientierte Lösungen für die Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft.» Raushan Bokusheva, Forschungsgruppenleiterin

 

Themenbereiche:

  • Produktivität und Nachhaltigkeit in der Agrar- und Ernährungswirtschaft
  • Ökonomik des Klimawandels und Risikomanagement
  • Innovationen und verhaltensökonomische Aspekte der Entscheidungsfindung
  • Ökonomische Bewertung ökologischer Leistungen und Güter

«Wir engagieren uns für eine nachhaltige Nutzung der Ressource Boden und damit für einen langfristigen Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Nebst dem Wasserhaushalt interessiert uns die Wirkung unterschiedlicher Bodenbewirtschaftung und Düngung auf die Bodenorganismen, Bodenstruktur und Nährstoffverfügbarkeit in der Landwirtschaft.» Beatrice Kulli, Forschungsgruppenleiterin

 

Themenbereiche:

  • Bewässerung in Zeiten des Klimawandels
  • Schutz des Bodens vor Verschmutzung oder Verdichtung
  • Schliessung von Nährstoffkreisläufen in der Landwirtschaft

«Wir befassen uns mit lokalen und globalen Fragestellungen zur Nachhaltigkeit im Ernährungssystem. Als interdisziplinäres Team entwickeln wir Lösungen und Ansätze auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette vom Feld bis auf den Teller.» Isabel Jaisli, Forschungsgruppenleiterin

 

Themenbereiche:

  • Diversifizierungspotenziale in der Landwirtschaft
  • Auswirkungen von Lebensmittelimporten in Erzeugerländern
  • Innovationen für eine ressourcenleichte Esskultur

«Unsere Forschung stellt die landwirtschaftlich genutzte Pflanze in den Mittelpunkt. Wir leisten einen Beitrag zur nachhaltigen Erzeugung von gesunden landwirtschaftlichen Produkten. Dabei setzen wir auf das ganze Spektrum von Low-input Agrarsystemen bis hin zu Digitalisierung, Robotik und Genomik.» Johannes Fahrentrapp, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

 

Themenbereiche:

  • Produktion von Gemüse, Früchten, Zierpflanzen, Faserpflanzen und Weinbau
  • Förderung von Bodenfruchtbarkeit und Pflanzengesundheit
  • Alternative Produktionssysteme

«Wir wollen Menschen für ein nachhaltigeres Handeln gewinnen. Im Hinblick auf dieses Ziel kombinieren wir Techniken der Verhaltenspsychologie, der Bildung, Kommunikation und Kunst. Wir analysieren, welche Treiber und Hindernisse das Handeln der Menschen beeinflussen, um mit effektiven Massnahmen ansetzen zu können.» Urs Müller, Forschungsgruppenleiter

 

Themenbereiche:

  • Umweltbildung und Bildung für Nachhaltige Entwicklung
  • Methoden und Techniken der Verhaltensänderung
  • Storytelling, visuelle und szenografische Kommunikation in Form von Narrative Environments

«Wir beurteilen die ökologische Nachhaltigkeit von Lebensmitteln, landwirtschaftlichen Produktionssystemen und Ernährungsstilen. Hierfür setzen wir gezielt die Methode der Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment) ein, die den ganzen Lebenszyklus betrachtet. Unser Engagement in Forschung und Bildung trägt dazu bei, die Methode der Ökobilanzierung weiterzuentwickeln und Life Cycle Thinking als Grundlage für ökologische Entscheide in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu integrieren.» Matthias Stucki, Forschungsgruppenleiter

 

Themenbereiche:

  • Ökologische Hotspots in Wertschöpfungsketten der Agrar- und Lebensmittelbranche
  • Ökologischer Fussabdruck von neuen Technologien, Food Trends und Ernährungsstilen
  • Strategien zur Umweltoptimierung und Steigerung der Ressourceneffizienz

«Wir entwickeln neue Strategien und Methoden für den biologischen Pflanzenschutz und suchen anwendungsorientierte Lösungen für die Praxis.  Wir arbeiten mit nützlichen und mit schädlichen Organismen im Mikro- und im Makrokosmos und fokussieren uns auf die landwirtschaftlichen Kulturen im Gemüse-, Obst- und Gartenbau.» Jürg Grunder, Forschungsgruppenleiter

 

Themenbereiche:

  • Entwicklung neuer biologischer Pflanzenschutzmittel und Bekämpfungsstrategien gegen Krankheiten und Schädlinge
  • Optimierter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln durch Monitoring und neue Beratungskonzepte 
  • Überwachung und Regulierung von schädlichen Organismen mittels Fallen und Duftstoffen

«Wir befassen uns mit aktuellen Fragestellungen zur Regionalentwicklung auf nationaler und internationaler Ebene. Gemeinsam mit lokalen Akteurinnen und Akteuren suchen wir praxisnahe Lösungen zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume und Berggebiete. In konkreten Projekten entwickeln wir in Naturpärken und Gemeinden neue Handlungsansätze für mehr Landschaftsqualität, zur
Anpassung an den Klimawandel und für nachhaltige Wertschöpfungssysteme.» Peter Marty, Forschungsgruppenleiter

 

Themenbereiche:

  • Ermöglichen und Begleiten von Innovationsprozessen in Naturpärken und Regionen durch Vernetzung der Akteurinnen und Akteure
  • Folgeabschätzung des Klimawandels und entsprechenden Anpassungen für Themenfelder der ländlichen Räume und Berggebiete
  • Innovationsnetzwerke für Gemeinden in den Bereichen Wertschöpfungssysteme, regionale landwirtschaftliche Produkte, Biodiversität und Landschaftsqualität

«Unsere Schwerpunkte liegen an der Schnittstelle von Landschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Bevölkerung in alpinperipheren Regionen. Wir untersuchen und initiieren Entwicklungsprozesse aufgrund von regionalökonomischen, politischen und soziokulturellen Ansätzen. Praktisches Arbeiten und die enge Zusammenarbeit mit der Bevölkerung z.B. beim Aufbau von National- und regionalen Naturpärken stehen bei uns im Vordergrund. So beleben wir ländliche Räume, bauen regionale Wertschöpfungsketten auf, schaffen Austauschplattformen, Kooperationsmöglichkeiten und setzen Impulse für eine innovative und nachhaltige Regionalentwicklung.» Rebecca Göpfert, Forschungsgruppenleiterin

 

Themenbereiche:

  • Nachhaltiger Tourismus, Kulturtourismus, Agrotourismus, Angebotsentwicklung
  • Regionale Entwicklungsprojekte, Aufbau und Vervollständigung von Wertschöpfungsketten
  • Internationale und nationale Naturpärke – Natur und Kulturwerte zusammen mit der Bevölkerung erlebbar machen
  • Bergregionen und (Berg-)Landwirtschaft
     

«Wir fokussieren uns auf die Entschlüsselung der Lebensprozesse von pflanzenpathogenen Bakterien und Pilzen mittels genomischer Methoden und entwickeln molekularbiologische Tools für die Diagnose von landwirtschaftlich wichtigen Organismen im Feld.» Joël Pothier, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

 

Themenbereiche:

  • Genomik und Bioinformatik von pflanzenpathogenen Bakterien
  • Molekularbiologische Nachweise von verschiedensten Organismen oder Schaderregern
  • Molekulare Ökologie mittels populationsgenetischer Methoden

«Unser Ziel ist eine nachhaltige Lebensmittelproduktion in der Schweiz und international. Das erfordert Produktionssysteme, die gleichzeitig das Wohl der Tiere fördern, das Kulturland nachhaltig nutzen und einen Beitrag zur Ernährungsgerechtigkeit leisten. Wir entwickeln entsprechende Lösungswege.» Matthias Stolze, Koordinator FiBL

 

Themenbereiche:

  • Potenzial von biologischen Anbausystemen, den Klimawandel zu reduzieren
  • Graslandbasierte Milch- und Rindfleischproduktion: Tiergesundheit und Nachhaltigkeit
  • Nachhaltigkeit und Produktivität von Bio-Anbausystemen in Afrika