Eingabe löschen

Kopfbereich

Schnellnavigation

Hauptnavigation

Stephan Gysi erhält den SVIAL-Preis für seine Masterarbeit – Wir gratulieren!

Stephan Gysi hat am 16. Juli 2020 in Aarberg den Preis von SVIAL ASIAT My Agro Food Network für die beste Masterarbeit an der ZHAW im Masterstudiengang «Umwelt und Natürliche Ressourcen» erhalten. In seiner Masterarbeit «Innovation and Diversification through Niche Crops – Potential and Suitability for Switzerland» hat er zwei Methoden getestet, wie neue Kulturpflanzen zur Nischenproduktion identifiziert werden können. Die Förderung von mehr Vielfalt in der Landwirtschaft gilt als eine der vielversprechendsten Anpassungsstrategien gegen die Auswirkungen des Klimawandels.

Die Übergabe des SVIAL-Preises fand in Aarberg statt.
Erdnüsse bieten das Potential, ein rentables Nischenprodukt zu werden. Foto: Brunner Eichhof
Die Sortenversuche werden genau dokumentiert. Foto: Brunner Eichhof

Ziel der Arbeit von Stephan Gysi war es, neue Nischenkulturen für die Schweizer Landwirtschaft zu finden, welche mit den sich ändernden klimatischen Bedingungen zurechtkommen. Die Pflanzen, welche in Zukunft angebaut werden, müssen mit höheren Temperaturen, weniger Niederschlag und anderen Wetterextremen umgehen können. Als Grundlage der Arbeit dienten sämtliche momentan in der Schweiz angebauten Kulturen. Diese wurden mit ausländischen Kulturen verglichen, um so Rückschlüsse zu ziehen, welche neuen Kulturen in der Schweiz in Zukunft eine Chance haben könnten.

Stephan Gysi: «Die Landwirtschaft ist sehr direkt vom Klimawandel betroffen und muss sich anpassen. So zeigten sogar Kulturen, welche bisher als trockenresistent galten, wie z.B. Mais im heissen und trockenen Sommer 2018 regional klare Schwächen. Wir müssen also versuchen, ausserhalb der bisherigen Grenzen zu denken.»

Verschiedene Studien konnten zeigen, dass eine starke Diversifizierung ein wichtiger Faktor ist, um die Landwirtschaft auf diese neuen Bedingungen vorzubereiten. Eine grössere Vielfalt an Nutzpflanzen kann zudem dazu beitragen, den Pestizideinsatz zu reduzieren und die Biodiversität zu fördern. Eine vielfältigere Landschaft ist interessanter für Insekten, sowohl für Nützlinge als auch Bestäuber. Auch von der wirtschaftlichen Seite her sind Nischenkulturen interessant für einen Betrieb, der ganz auf Direktvermarktung setzt. Wenn zuverlässige Abnehmer für die Produkte gefunden werden können, bieten Nischenkulturen das Potenzial, die Wertschöpfung vor Ort zu erhöhen. Deshalb versucht Stephan Gysi jetzt seine Resultate aus der Masterarbeit in die Tat umzusetzen. Auf dem Eichhof von Stefan und Lorena Brunner in Aarberg testet er die neuen Kulturen wie zum Beispiel Erdnüsse im Freiland.

Wir gratulieren zur gelungener Masterarbeit!

Sie möchten ebenfalls zukunftsfähige landwirtschaftliche Produkte entwickeln? Dann studieren Sie Umwelt und natürliche Ressourcen!

Weitere Informationen:
Kontakt: Isabel Jaisli, MRU-Leiterin Agrofoodsystems
Ein kurzes und informatives Video zur Masterarbeit von Stephan Gysi können Sie auf YouTube nachschauen.
Informationen zum Masterstudium finden Sie auf unserer Homepage.