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Krankheitskostenstudien

Die Kosten einer Krankheit zu kennen, ist für verschiedene Akteure im Gesundheitswesen relevant um zukünftige Handlungsfelder zu definieren. Das Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie erforscht in interdisziplinären Teams die Kosten verschiedener nichtübertragbarer Krankheiten.

Vorgehen

Fokus nichtübertragbare Krankheiten

Das Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie (WIG) hat Kostenstudien zu verschiedenen Krankheiten durchgeführt. Aktuell richten wir unseren Fokus jedoch primär auf die nichtübertragbaren Krankheiten. Spezifisches Wissen können wir insbesondere zu den Kosten folgender Krankheiten vorweisen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, muskuloskelettale Erkrankungen, psychische Erkrankungen, Krebsund Diabetes. Erwähnenswert ist die Studie zu den Kosten aller nichtübertragbaren Krankheiten in der Schweiz, welche wir im Auftrag des Bundesamt für Gesundheit geleitet haben. Die Ergebnisse dieser Studie haben wir zudem verwendet, um die Kosten vermeidbarer Risikofaktoren, wie körperlicher Inaktivität, zu untersuchen.

Übersicht Ergebnis der Studie «Kosten der nichtübertragbaren Krankheiten in der Schweiz»
Übersicht Ergebnis der Studie «Kosten der nichtübertragbaren Krankheiten in der Schweiz»

Die Perspektive beeinflusst die zu erforschenden Kostenarten

Krankheitskostenstudien nehmen unterschiedliche Perspektiven ein: Sollen die Kosten aus Sicht der Patienten, aus Sicht eines Spitals, aus Sicht der Krankenversicherer oder aus Sicht der gesamten Gesellschaft untersucht werden? Alle Krankheiten verursachen persönliches Leid bei den betroffenen Patienten und ihren Angehörigen. Darüber hinaus sind je nach Perspektive unterschiedliche Kostenarten relevant. Wir unterscheiden dabei zwischen direkten, indirekten und intangiblen Kosten. Direkte Kosten stehen unmittelbar mit der Behandlung der Krankheiten in Verbindung. Indirekte Kosten werden aufgrund von Produktivitätsverlusten wie beispielsweise krankheitsbedingter Arbeitsausfälle, dauerhafter Arbeitsunfähigkeit, vorzeitiger Pensionierung oder frühzeitigem Tod ausgelöst. Intangible Kosten entstehen durch  verlorene Lebensqualität.

Verschiedene Datenquellen werden kombiniert

Das WIG kombiniert verschiedene Datenquellen miteinander um die Kosten einer Krankheit zu berechnen. Unterschiedliche Datenquellen sind für uns auch zur Plausibilisierung der Ergebnisse wichtig. Wir sehen uns als Experten in der Auswertung der Medizinischen Statistik der Krankenhäuser und der Schweizerischen Gesundheitsbefragung. Zudem haben wir langjährige Erfahrung in der Auswertung der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen, von Daten der Krankenversicherer, NewIndex Daten und der Daten von IMS Health. Verlangt es die Fragestellung, erheben wir eigene Daten - beispielsweise durch Umfragen bei Ärzten.

Kombination verschiedener Datenquellen zur Berechnung der Kosten einer Krankheit am Beispiel der Krankheitskostenstudie Schizophrenie
Kombination verschiedener Datenquellen zur Berechnung der Kosten einer Krankheit am Beispiel der Krankheitskostenstudie Schizophrenie

Interdisziplinäre Teamzusammensetzung

Eine Stärke des WIG ist das vorhandene interdisziplinäre Wissen. Bei Krankheitskostenstudien arbeiten oft Mediziner mit Ökonomen, Naturwissenschaftlern oder auch Pflegewissenschaftlern zusammen. In diesen interdisziplinären Teams wird das optimale methodische Vorgehen definiert um die vorliegenden Forschungsfragen so praxisnah wie möglich zu beantworten.

Projektbeispiele

Im Auftrag des Bundesamt für Gesundheit hat das WIG eine Krankheitskostenstudie zu allen nichtübertragbaren Krankheiten in der Schweiz sowie zu körperlicher Inaktivität durchgeführt. Kostenstudien zur Schizophrenie und akutem Myokardinfarkt sind durch Aufträge von Pharmafirmen entstanden. Weiter haben wir beispielsweise die Kosten von Rückenschmerzen oder die Kosten von Stress am Arbeitsplatz erforscht.

Auf einen Blick