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Public Networks and Service Delivery

Public Networks and Service Delivery befasst sich mit der Entscheidungsfindung über öffentliche Aufgaben und deren Umsetzung durch sowohl öffentlich-rechtliche, nicht gewinnorientierte als auch gewinnorientierte Organisationen. Im Zentrum stehen Führung, Steuerung und Aufsicht innerhalb und besonders zwischen diesen Organisationen, wobei öffentlich-rechtliche Akteure den Hauptteil der Führung und Steuerung tragen.

Public Networks and Service Delivery berücksichtigt die Ausgestaltung dieser Führungsaufgaben durch öffentlich-rechtliche Organisationen vor dem Hintergrund rechtlicher, gesellschaftlicher, ökologischer und ökonomischer Rahmenbedingungen. Themen sind unter anderem: Strategieentwicklung und -umsetzung, organisationsspezifische Entwicklung und Implementierung von strategischen Führungsinstrumenten (z.B. Risikomanagement, Stakeholdermanagement), Eigentümerstrategien, Auslagerungen oder Privatisierung von öffentlichen Aufgaben.

Ein weiterer Schwerpunkt der Fachstelle Public Networks and Service Delivery ist die Analyse der Auswirkungen von öffentlichen Massnahmen und deren Effektivität und Effizienz (z.B. im Bereich der Energiewende).

Themenbereiche und Referenzprojekte

Local and Regional Governance

Die subnationale Staatsebene ist einer der Forschungs- und Beratungsschwerpunkte des Bereichs Public Networks and Service Delivery. Wir forschen und publizieren national und international zu diversen Themen im Bereich Local and Regional Governance, beispielweise zur Rolle der Gemeinden im föderalen Kontext, zur Leistungsfähigkeit der Gemeinden und zu Gemeindezusammenschlüssen. Finanzierungspartner sind unter anderem der Schweizerische Nationalfonds und das durch die EU geförderte COST Programm. Wir bieten massgeschneiderte, wissenschaftlich fundierte Expertisen basierend auf den neusten Erkenntnissen, welche zugleich praxisorientiert umgesetzt werden. Einen wichtigen Stellenwert nimmt die Nachwuchsförderung ein: Im Sommer 2019 findet am IVM eine PhD Summer School zur Rolle der Gemeinden statt.  

Wir verfügen über langjährige Erfahrung im Bereich Local and Regional Governance. So wird im Rahmen des Schweizer Gemeindemonitorings seit 1988 die Entwicklung der Schweizer Gemeinden untersucht. Bei dieser Gesamterhebung stehen Fragen zur Leistungsfähigkeit, zu Reformen sowie zum politischen System im Vordergrund. Dazu werden die Schweizer Gemeindeschreiberinnen und Gemeindeschreiber sowie die Exekutivmitglieder in periodischen Abständen von rund 6 Jahren befragt. Diese Befragungen werden von der ZHAW in Zusammenarbeit mit dem IDHEAP Lausanne (bzw. Vorgängerinstitutionen) durchgeführt. Dank einem hohen Rücklauf (mehr als 80% im Jahr 2017) entsteht eine umfassende und aussagekräftige Datenbasis zur Entwicklung der Schweizer Gemeinden, welche den Verbänden, den staatlichen Institutionen, der Forschung und der Öffentlichkeit zugute kommt. 

Risikomanagement im öffentlichen Sektor

Bei der Erfüllung seiner Aufgaben ist der öffentliche Sektor einer Vielfalt von Chancen und Risiken ausgesetzt. Gleichzeitig verfügt der öffentliche Sektor kaum über anerkannte Standards im Risikomanagement. Das Interne Kontrollsystem (IKS) vermag das Risikomanagement nicht zu ersetzen. Konzepte und Begriffe im Risikomanagement sind uneinheitlich und lückenhaft. Konsolidierungsregeln (Vergleichbarkeit, Korrelation, Aggregation) für ein integriertes Risikomanagement auf der Ebene der Exekutive (sog. Corporate-Ebene) fehlen im öffentlichen Sektor, obwohl der Staat mit seinen hierarchisch-dezentralen Strukturen einer besonders ausgeprägten Konsolidierungsproblematik gegenübersteht.

Diese Situation erschwert die Führung von öffentlichen Verwaltungen (Governance) sowie einen nachhaltigen, effizienten und effektiven Umgang mit öffentlichen Mitteln. Das Projekt entwickelt im Rahmen der in der INTOSAI-Richtlinie 9130 für ein umfassendes Risikomanagement festgelegten Prinzipien (2007) für eine schweizerische Grossstadt ein mit dem IKS abgestimmtes Risikomanagement. Es untersucht den dafür erforderlichen kulturellen Veränderungsprozess und evaluiert die Einführung eines integrierten Risikomanagements in einer schweizerischen Grossstadt.

Stakeholdermanagement in der Energiewende

Wirtschaft und Staat sind zunehmend an wissenschaftlichen Analysen und neuen Impulsen zur Gestaltung der Energiewende interessiert, denn der Grundsatzentscheid von Bundesrat und Parlament für den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie hat einen tiefgreifenden Veränderungsprozess in der Schweizer Energielandschaft in Gang gesetzt. Nebst neuen Technologien, Infrastrukturen und der Veränderung ökonomischer, rechtlicher und politischer Rahmenbedingungen bedingt der angestrebte Wandel insbesondere auch ein funktionierendes Zusammenspiel von Staat und Unternehmen. Die ZHAW plant deshalb als fachübergreifende Schweizer Fachhochschule den Aufbau einer Kompetenz- und Wissensplattform zur «Governance der Energiewende in Wirtschaft, Staat und Recht», an dem sich auch das Institut für Verwaltungs-Management (IVM) beteiligt. 
Das IVM widmet sich der Herausforderung des Stakeholdermanagements in der Energiewende. Denn aufgrund heterogener gesellschaftlicher, politischer und institutioneller Ansprüche stehen Staat und Energieversorgungsunternehmen zunehmend Interessen- und Zielkonflikten gegenüber. Ein integriertes Führungsmodell für den Umgang mit Anspruchsgruppen, das sowohl den Anforderungen des Staates als auch der Wirtschaft gerecht wird, wäre wünschenswert. Gemeinsam mit dem Institut für Angewandte Medienwissenschaft will das IVM daher ein solches Modell zur ganzheitlichen Steuerung und Governance der Energiewende entwickeln, das öffentlich-rechtliche Anstalten/Körperschaften und staatliche Energieversorgungsunternehmen darin unterstützt, ein aktives, strategisches Stakeholder-Management zu betreiben.

Entwicklung einer Standortförderungsstrategie

Für einen Zweckverband für die regionale Standortförderung, bestehend aus 21 Gemeinden, entwickelte das Institut für Verwaltungs-Management ein Konzept für die Standortförderung. Dabei wurde die Region analysiert und die Voraussetzungen für die Schaffung einer professionellen Standortförderung geschaffen. In verschiedenen Work-Shops wurden verschiedene Akteure in diesen Prozess eingebunden.

Konzeption eines internen Kontrollsystems für ein kantonales Unternehmen

Mittels Verfügung der Zürcher Finanzdirektion vom 13. Oktober 2009 wurden für die kantonale Verwaltung die «Grundsätze des IKS für die Rechnungslegung und Rechnungsführung, den Zahlungsverkehr sowie das Finanzcontrolling» erlassen. Das kantonale Unternehmen hat sich aufgrund der Wahrnehmung wichtiger Mandate der Verwaltung und der damit verbundenen politischen Relevanz der Tätigkeit entschlossen, ein den kantonalen Vorgaben entsprechendes IKS einzuführen.

Weitere Projekte finden Sie hier.