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Fundraising an Museen

Die Ausgaben der öffentlichen Hand für Museen haben mit 400 Millionen im Jahr 2006 einen Zenit erreicht (Bundesamt für Statistik 2010). In den Jahren 2006 – 2010 gab es eine Teuerungsrate von 3.7%. Die Kulturbotschaft des Bundes 2011 kündigt im Rahmen einer Neuordnung der Subventionen 2012 – 2015 indes eine langfristige Kürzung der Betriebsausgaben und Projektmittel an sowie weitere Einschränkungen an (Bundesamt für Kultur 2011). Die Museen sind nun aufgefordert, entweder Leistungen zu reduzieren, oder mehr Gelder selbst zu erwirtschaften, oder durch Fundraising auf dem Spendenmarkt zu generieren.

In Bezug auf Fundraising kann die Museumsszene in der Schweiz vor allem an die ausgeprägte mäzenatische Tradition anknüpfen, denn ohne das Engagement privater Sammler wären manche Museen nicht zustande gekommen. Darüber hinaus sind viele Museen stark in die Gesellschaft hinein vernetzt und vom Engagement freiwillig Engagierter getragen und unterstützt. Unklar ist, welche finanzielle Bedeutung Fundraising an Schweizer Museen heute hat. Ebenso wenig ist bekannt, wer innerhalb der Museumsorganisation mit welchen Mitteln Spenden akquiriert. Die Spezifika des Fundraising Managements an Museen sind bis anhin nicht erforscht.

Befragungsziele

Ziel der Befragung ist die Erfassung der aktuellen Fundraising-Situation an Schweizer Museen. Folgende Fragen sind forschungsleitend:

  • Unter welchen Rahmenbedingungen betreiben Museen Fundraising?
  • Wie hoch sind Fundraising Erträge?
  • Wie viel wird in Fundraising investiert?
  • Wer betreibt Fundraising innerhalb der Museumsorganisation?
  • Wer sind die Spender?
  • Welche Fundraising Massnahmen und Instrumente werden eingesetzt?
  • Welche Einstellungen gegenüber Fundraising haben die Museen?
  • Welche Entwicklungen erwarten die Museen in den kommenden Jahren?


Das Befragungsprojekt ist der erste Schritt der Studie „Fundraising an Museen in der Schweiz“. Im zweiten Schritt erfolgt die konzeptionelle Anbindung an die aktuelle Forschung und eine vertiefte statistische Analyse unter Anwendung von statistischen Klassifikationsmethoden und Regressionsverfahren.

Projektleitung: Diana Betzler, E-Mail