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CAS Digitale Verwaltung (CAS 5)

Michael Boller

Michael Boller ist Leiter der Fachstelle GIS-Koordination des Amtes für Raumentwicklung des Kantons Zürich. Die Fachstelle betreibt die Kantonale Geodaten-Infrastruktur (GIS-ZH) für die Kantonale Verwaltung und die Öffentlichkeit.

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft und Wirtschaft ist allgegenwärtig. Die Digitalisierung betrifft alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche und hat sich in den letzten Jahren immer mehr beschleunigt. Treiber dieser Entwicklung sind die sich wandelnden Anforderungen und Erwartungen der Bevölkerung und der Wirtschaft sowie die technologischen Fortschritte.

Davon ist in vermehrtem Masse auch die Verwaltung betroffen. Was im Privatleben als selbstverständlich wahrgenommen wird, wird von den Anspruchsgruppen auch im Kontakt mit der Verwaltung erwartet. Die kantonale Verwaltung hat die Chance und die Pflicht, diese digitale Transformation zum Nutzen der Bevölkerung, der Wirtschaft und der eigenen Mitarbeitenden mitzugestalten. Dabei ist sie einem grösser werdenden Anpassungsdruck ausgesetzt, mit der zunehmenden Digitalisierung Schritt zu halten und dem Bürger ein adäquates Angebot an Dienstleistungen im Kontakt mit der öffentlichen Hand zur Verfügung zu stellen.

 

«Öffentliche Verwaltungen haben die Chance und die Pflicht, die digitale Transformation zum Nutzen der Bevölkerung, der Wirtschaft und der eigenen Mitarbeitenden zu gestalten.»

Dr. Alexandra Collm

Dr. Alexandra Collm ist Leiterin des Bereichs «Kunden» und Mitglied der Geschäftsleitung der Organisation und Informatik (OIZ) der Stadt Zürich. Die OIZ ist der zentrale IT Service Provider der Stadt Zürich. Im Geschäftsbereich «Kunden» der OIZ stehen die unterschiedlichsten IT-Anliegen der Departemente, städtischen Dienstabteilungen und Betriebe im Fokus, um gemeinsam mit ihnen gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern und diese aktiv zu gestalten.

 

In Ihrer Gastvorlesung wird Frau Collm Facetten eines auf die digitale Transformation ausgerichteten Managements von Innovationen vertiefen. Dabei wird der Umgang mit Innovationen in der öffentlichen Verwaltung aus wissenschaftlicher und praktischer Sicht angeschaut und die Anforderungen an die Organisation beleuchtet.

 

«Die Digitalisierung begünstigt Innovationen in der öffentlichen Verwaltung. Gleichzeitig setzt sie Veränderungen voraus. Beides stellt öffentliche Verwaltungen heute vor Herausforderungen, für die Lösungen und Herangehensweisen gesucht werden.»

Dr. Labinot Demaj

Dr. Labinot Demaj doktorierte im Bereich Political Economy an der Universität St. Gallen und an der University of California, Berkeley (USA). Für seine Dissertation «Information for Politics» erhielt er den Rudolf Mäder Preis für das beste juristische bzw. staatswissenschaftliche Doktorat. Während seiner Zeit am Lehrstuhl für Public Management und Governance von Prof. Dr. Kuno Schedler forschte Labinot über strategische Steuerungsbemühungen im öffentlichen Bereich und setzt sich mit der Wirksamkeit staatlichen Handelns auseinander.

 

In diesem Zusammenhang interessiert er sich für den Nutzen verhaltensorientierter Ansätze und neuer Technologien für eine effektivere Politikgestaltung und -implementierung. Labinot ist Mitgründer des Behavioral Lab der HSG. Er leitete dieses für zwei Jahre, bevor er 2016 die byerley AG mitgründete und nun als Partner für Einheiten der öffentlichen Verwaltung und für die Politik Expertise und Technologie im Bereich Smart Government zur Verfügung stellt bzw. entwickelt.

 

«Digitalisierung im öffentlichen Bereich ist mehr als nur eine Elektrifizierung der öffentlichen Verwaltung.»

Prof. Dr. Dr. Robert Krimmer

Prof. Dr. Dr. Robert Krimmer lehrt an der Technischen Universität Tallinn in Estland in den Bereichen E-Governance, E-Demokratie und Endnutzer Management. In seiner Vergangenheit beriet er hochrangige Vertreter des Europarats, der OSZE, des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, der WHO und der europäischen Kommission. Heute befasst sich seine Forschung mit der Entwicklung der digitalen Gesellschaft und die Transformation des öffentlichen Sektors ein. Im Rahmen des Forschungsprojekts TOOP prüft er die grenzüberschreitende Umsetzung des Once-Only-Prinzips im Bereich der Verwaltungen.

 

Zudem ist er Mitherausgeber des Journals Government Information Quarterly und Mitglied der Expertengremien des Europarats zu elektronischer Partizipation und elektronischer Demokratie. Den Austausch im Bereich der elektronischen Wahlen fördert er seit 2004 als Gründer und Organisator der E-Vote-ID, eine der renommiertesten Konferenzen in diesem Bereich weltweit.  

 

«Integration und enge Zusammenarbeit sind die Grundpfeiler der digitalen Gesellschaft»

Lukas Steudler

Lukas Steudler führt die Geschäftsstelle von egovpartner.zh.ch, der Zusammenarbeitsorganisation Kanton und Gemeinden im Bereich Digitale Verwaltung und E-Government. Mit seiner langjährigen Erfahrung rund um die Öffentliche Verwaltung wirkt er an vorderster Front bei der Digitalen Transformation mit. Dabei vertritt er die Ansicht, dass die Nutzerinnen und Nutzer ins Zentrum gestellt werden müssen. Dienstleistungen müssen verständlich, einfach und zugänglich sein. Digital bedeutet Kultur, Arbeitsweise, Prozesse und Technologie der Internet-Ära anzuwenden, um auf die Anforderungen der Gesellschaft einzugehen. Die Mitarbeitenden müssen dafür befähigt und begeistert werden.

 

Damit dies möglich wird, sind ein entsprechendes Ausbildungsangebot und ein Kulturwandel entscheidend. Gute Zusammenarbeit über alle föderalen Ebenen hinweg ist für die angestrebte Dienstleistungs-Exzellenz entscheidend.

 

«Im Zentrum stehen die Nutzerinnen und Nutzer.»

Dr. Karin Vey

Sie ist als Innovations- und Trendexpertin im ThinkLab der IBM Forschung in Rüschlikon tätig. Die Zukunft der Bildung und die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für die Lebens- und Arbeitswelt zählen zu Karin Veys besonderen Schwerpunkten. Sie ist auch als Hochschuldozentin mit Fokus Innovationskultur und -management aktiv. Physik und Psychologie bilden ihren akademischen Hintergrund.

 

Darüber hinaus ist Karin Vey in diversen Forschungskollaborationen aktiv. Hier liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Führungskräfteentwicklung. Psychosoziale und künstlerische Intelligenz werden im Kontext der aktuellen technologischen Entwicklung zu Schlüsselkompetenzen, die es zu gestalten gilt. Exploriert wird etwa die Frage, wie Empathie und Kreativität, Reflexionsfähigkeit und Persönlichkeitsbildung in der Aus- und Weiterbildung von Führungskräften bestmöglich gefördert werden können.

Lukas Weibel

Lukas Weibel leitet den Bereich Business Engineering und Projekte der Abteilung Digitale Verwaltung und E-Government der Staatskanzlei des Kantons Zürich. In dieser Rolle sind er und sein Team für das Service Design und die Service Entwicklung von Online Dienstleistungen an die Bevölkerung und Unternehmen zuständig und verantworten die Geschäftsarchitektur E-Government.

 

Im Rahmen der vom Regierungsrat beschlossenen Strategie «Digitale Verwaltung 2018-2023» stellt die Abteilung Digitale Verwaltung den Direktionen des Kantons Zürich Fachpersonen zur Beratung und Leitung von Digitalisierungsprojekten zur Verfügung. Auf diese Weise wird der Ausbau von Online-Angeboten gefördert, sodass Bevölkerung, Unternehmen und andere Behörden mit der kantonalen Verwaltung einfach elektronisch in Kontakt treten können. Die Aufgaben der Abteilung Digitale Verwaltung umfassen unter anderem die Erstellung von Umfeldanalysen, die Entwicklung von Strategien, Programm- und Projektmanagement, die stetige Weiterentwicklung und das Applikations­management der E-Government Basisdienste ZHweb (www.zh.ch) und ZHservices, der Transaktionsplattform des Kantons, mit diversen Online Services an die Bevölkerung und Unternehmen.

 

«Unsere Services sind verständlich, einfach und zugänglich. Sie stellen den Menschen ins Zentrum. Wir hinterfragen stets bestehende Vorgehensweisen und integrieren innovative technische Lösungen, wo sie Nutzen bringen. Dabei gehen wir ingenieurmässig, strukturiert und systematisch vor – eben Business Engineering.»

Dr. Michael Widmer, LL.M.

Michael Widmer ist als Rechtsanwalt und als Dozent an der ZHAW tätig. Im Rahmen seiner anwaltlichen Tätigkeit verfügt er über langjährige Erfahrung im IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht; diese Rechtsgebiete zählen zu seinen besonderen Schwerpunkten.

 

Er ist sowohl beratend als auch prozessierend tätig. An der ZHAW lehrt er ebenfalls IT- und Datenschutzrecht, bspw. zum Thema «Digitalization and Law» und im Rahmen des CAS Datenschutzverantwortliche, und er leitet regelmässig Weiterbildungsveranstaltungen in diesen Bereichen. Daneben forscht und publiziert er regemässig zu diesen Themen.

Rolf Rauschenbach

Rolf Rauschenbach ist Chief Sales Officer der Procivis AG. Er ist promovierter Staatswissenschaftler und verfügt über breite Erfahrung als Strategieberater im öffentlichen Sektor, wovon auch seine Publikationen und Vortragstätigkeit zeugen.

 

«An einer Totalrevision der Bundesverfassung führt der digitale Weg wohl nicht vorbei!»

Sandro Scalco

Sandro Scalco arbeitet als Produkt Manager für die elektronische Identität eID+ bei der Firma Procivis AG. Als  führender Schweizer Anbieter von E-Government-Lösungen unterstützt die 2016 gegründete Procivis AG Behörden bei der Erbringung vertrauenswürdiger Online-Dienstleistungen für die digitale Gesellschaft. Die Vorteile der elektronischen Identität haben ihn dazu beweget, im Bereich Civic Tech E-Collecting mit dem Projekt owlly in Angriff zu nehmen.

 

Dazu gründete er 2020 ein Start-up. Das Projekt owlly wird unterstützt vom Prototype Fund, eine gemeinsame Initiative von Opendata.ch und des Programms "Digitalisierung + Gesellschaft" der Stiftung Mercator Schweiz. Owlly ermöglicht das sichere und einfache elektronische Unterschreiben, Validieren und Zählen von Volksbegehren für Kampagnen-Plattformen und bietet ein ganzheitliches E-Collecting für die Schweiz.

 

«Die Schweiz tut sich mit der E-Demokratie noch schwer - Digitalisierung ist mehr als das ablösen eines Papierformulars durch eine Webseite. Es ist nicht eine Frage der Technik, sondern der Einstellung.»

Dr. Alexander Mertes

Als Fachstellenleiter am Institut für Verwaltungs-Management der ZHAW/SML untersucht Dr. Alexander Mertes die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die öffentliche Verwaltung. Dabei konzentriert er sich auf die Akzeptanzmessung der Nutzenden von digitalen Dienstleistungen und die Mitwirkung betroffener Gruppen bei der Entwicklung und Umsetzung von Innovation. Ein weiterer Themenschwerpunkt umfasst die Entwicklung neuer Steuerungsinstrumente auf Basis von Customer Journeys. Damit sollen prozessbasierte Leistungsmessung und agiles Management im öffentlichen Sektor ermöglicht werden. Zudem unterrichtet Dr. Alexander Mertes in den Bereichen Public Management, digitale Transformation im öffentlichen Sektor und strategisches Management. Er hat an der Universität Konstanz Verwaltungswissenschaften studiert und dort im Bereich eHealth promoviert.

Aline Stoll

Aline Stoll ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Verwaltungs-Management der ZHAW/SML. Sie bringt langjährige Erfahrung in der Beratung und Begleitung von Veränderungsvorhaben im öffentlichen und privaten Sektor mit. Ihre Spezialisierung ist die Organisationsentwicklung und das Management der Auswirkungen von Technologie, Prozessen, Organisationsformen und Kultur auf die Mitarbeitenden. Daneben hat Aline Stoll praktische Erfahrung in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Innovationsmanagement und Kundenansprache. In der Forschung beschäftigt sie sich mit neuen Formen der Innovation und des Innovationsvermögens öffentlicher Organisationen.

Prof. Dr. Caroline Brüesch

Caroline Brüesch leitet seit 2008 das Institut für Verwaltungs-Management der ZHAW/SML. Sie war fünf Jahre Generalsekretärin in der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, wo sie für die Vorbereitung der Mediation zum Flughafen Zürich und die Unterstützung der Departementsvorsteherin verantwortlich war. Zuvor war sie juristische Sekretärin in der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich und Leiterin der Fachstelle Internationale Verträge im damaligen Bundesamt für Flüchtlinge (EJPD). Die promovierte Juristin lehrt und forscht in den Bereichen Public Management und Public Governance. Schwerpunkte sind dabei die strategische Führung auf politischer und Verwaltungsebene sowie die digitale Transformation. Als Autorin und Co-Autorin verfasst sie in diesen Bereichen Fachbeiträge. Daneben leitet sie ehrenamtlich die Geschäftsstelle der Schweizerischen Gesellschaft für Verwaltungswissenschaften (SGVW) und agiert als Vorstandsmitglied. Als Vertreterin der Wissenschaft hat sie zudem Einsitz im Fachrat von egovpartner.

Onur Yildirim

Onur Yildirim ist als Smart City Verantwortlicher für den Aufbau und die Co-Leitung des Programms Smart City der Stadt Winterthur zuständig. Gemeinsam mit dem stadtinternen Innovationsteam und externen Partnern initiiert und fördert das «Programm Smart City» Innovation, indem jährlich verschiedene Pilotprojekte durchgeführt werden. Unter anderem werden in Winterthur durch die Partnerschaft mit der ZHAW, aus Erkenntnissen der angewandten Forschung, neue Lösungsansätze erarbeitet und getestet.

 

«Innovation in der Verwaltung spielt eine Schlüsselrolle zur Sicherung der Lebensqualität bei knapper werdenden Ressourcen. Durch die Förderung von Innovation in der Verwaltung kann auf die sich verändernden Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner reagiert und neue Lösungen erarbeitet werden. Dies bedingt eine kooperative und offene Kultur in der Verwaltung sowie die enge Zusammenarbeit mit weiteren Stakeholdern.»