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SENIORS-D

Eine Untersuchung zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz mittels einer ergebnisgeleiteten systematischen Erfassung belastender Symptome, Bedürfnisse und Betreuungsfragen.

Hintergrund

Viele Personen mit einer fortgeschrittenen Demenz leiden an Symptomen wie Schmerzen, Depression oder eingeschränkter Mobilität. Diese Symptome können sich belastend auf ihren Alltag auswirken.

Zur Erkennung von belastenden Symptomen sowie den Bedürfnissen aus Sicht der Personen mit einer fortgeschrittenen Demenz steht das Instrument IPOS-Dem (Integrative Palliative Care Outcome Scale for People with Dementia) zur Verfügung. IPOS-Dem ist ein Erfassungsinstrument aus der Gruppe der Palliative Care Outcome Scales, welche vom Cicely Saunders Institute, Kings College in London entwickelt wurde. An der Klinik für Palliativmedizin am LMU Klinikum der Universität München wurde der Fragebogen auf Deutsch übersetzt.

Zurzeit wird das Erfassungsinstrument IPOS-Dem vom SENIORS-D Studienteam zusammen mit Angehörigen und Pflegenden an die Schweizer Kultur angepasst.

Belastende Situationen frühzeitig erkennen

IPOS-Dem ist ein einfach anzuwendendes Erfassungsinstrument, welches sowohl von Fachpersonen als auch von betreuenden Angehörigen bei Personen mit fortgeschrittener Demenz eingesetzt werden kann. Belastende Symptome können so frühzeitig erkannt werden, um zeitnah zu handeln und die Belastungen für die Betroffenen und deren Familien zu reduzieren.

Internationale Initiative und Zusammenarbeit

Das Projekt SENIORS-D ist Teil einer internationalen Initiative zur Verbesserung der Erfassung der belastenden Symptome und personenzentrierten Ergebnisse bei Personen mit fortgeschrittener Demenz. Innerhalb dieser Initiative arbeiten wir mit führenden Expertinnen und Experten in Palliative Care und Demenz aus England und Deutschland zusammen. 

Projektziele

Das Ziel dieses Projektes ist es, für die Erkennung von belastenden Symptomen bei Personen mit einer fortgeschrittenen Demenz Angehörigen und Pflegefachpersonen mittels des IPOS-Dem ein einfaches, robustes Erfassungsinstrument zur Verfügung zu stellen.

Als Erfassungsinstrument wurde IPOS-Dem ausgewählt, welches zu der Kategorie der personenzentrierten Outcome Instrumenten gehört. IPOS-Dem wird für die Erfassung dieser Symptome bereits in verschiedenen Ländern in Europa angewendet.

Praxispartner für Studienteilnahme gesucht

Für die Testung der Schweizer Version des Erfassungsinstruments IPOS-Dem suchen wir in der Deutschschweiz Institutionen im Akutbereich und der Spitex. Institutionen, die sich an diesem Projekt beteiligen, stellen wir die institutionsbezogenen Ergebnisse zur Symptombelastung und Lebensqualität ihrer Studienteilnehmer anonym zur Verfügung. Nach Abschluss des Projekts kann IPOS-Dem weiter in der Institution verwendet werden. 

  • Studienlaufzeit: Juni 2021 bis Juni 2022.
  • Testung des Erfassungsinstruments IPOS-Dem: 4 bis 6 Monate. Innerhalb dieser Zeit kann der Teilnahmezeitraum selber gewählt werden.

Flyer Praxispartner gesucht (PDF 356,6 KB)

Gerne gibt Ihnen Susanne de Wolf, Projektmanagerin oder Prof. Dr. Maria Schubert, Projektleiterin nähere Auskünfte. 

Methode

Das Projekt SENIORS-D ist eine multizentrische Studie, welche qualitative und quantitative Forschungsmethoden anwendet.

Nutzen und Ergebnisse

Die Forschungsergebnisse ermöglichen den Einsatz eines genauen, verlässlich messenden Instrumentes für die Erfassung der belastenden Symptome bei Personen mit einer fortgeschrittenen Demenz. Das Instrument verfolgt einen Palliative Care Ansatz und kann in der Deutschschweiz sowohl in der Spitex wie auch in der Akutgeriatrie eingesetzt werden.

Belastende Symptome können zeitnah erkannt werden und fokussierte Interventionen unverzüglich eingeleitet werden. Das Erfassungsinstrument IPOS-Dem kann sowohl von Pflegenden wie auch von betreuenden Angehörigen von Menschen mit Demenz erkrankten Personen verwendet werden.

Erste Ergebnisse sind im Sommer 2022 zu erwarten.

Projektorganisation

Projektleitung

Co-Projektleitung

Projektteam

Finanzierung

Das Projekt wird von der Gloria Grathwohl Palliativ Stiftung (GGPS) gefördert.