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Bachelor Gesundheits­förderung und Prävention

«Wir sind überzeugt, dass unsere Gesellschaft von ganzheitlicher Gesundheitsförderung und situationsadäquater Prävention profitiert. Wir wollen unsere Studierenden befähigen, forschungsbasiert, praxisorientiert und interprofessionell die vielseitigen Herausforderungen in der Gesundheitsförderung und Prävention wirkungsvoll zu bewältigen.»

Matthias Meyer, Karin Nordström Co-Studiengangleitung Bachelorstudiengang Gesundheitsförderung und Prävention

Die praxisbezogene Ausbildung in Gesundheitsförderung und Prävention mit Hochschulabschluss und Berufsbefähigung ist einzigartig in der Schweiz.

Drei Gründe für ein Studium in Gesundheitsförderung und Prävention an der ZHAW

Bachelor in Gesundheitsförderung und Prävention

Gesundheitsförderinnen und Gesundheitsförderer sorgen dafür, dass Menschen gesund bleiben. Sie entwickeln Projekte und Programme mit dem Ziel, gesunde Verhaltensweisen sowie gesundheitserhaltende Voraussetzungen zu stärken. Sie unterstützen einen ausgeglichenen Lebensstil, indem sie sich beispielsweise für mehr Bewegung, eine ausgewogene Ernährung oder Stressbewältigung einsetzen. Es werden gesundheitliche Risiken angegangen, bevor sie zum Problem werden. Gearbeitet wird mit Bevölkerungsgruppen von Jung bis Alt, z.B. in Kindergärten, in Sportvereinen, aber auch am Arbeitsplatz sowie im Familien- oder Jugendbereich.

Zulassungsbedingungen BSc Gesundheitsförderung und Prävention

  • Gymnasiale Maturität inkl. Zusatzmodul
  • Fachmaturität inkl. Zusatzmodul
  • Berufsmaturität inkl. Zusatzmodul
  • HF-Abschluss oder anderer Tertiär-B-Abschluss inkl. Zusatzmodul

«Mein Arbeitsalltag ist ein bunter Mix aus Bürotätigkeit und Kontakt, Austausch und Zusammenarbeit mit Lehrpersonen.»

Vanessa Wettstein, Absolventin BSc GP, Koordinatorin Kantonales Netzwerk Gesunde Schulen Schwyz und Uri
Filmclip über den Berufsalltag von Vanessa Wettstein schauen

Aufbau des Studiums

Das Vollzeitstudium dauert drei, das Teilzeitstudium viereinhalb Jahre. Im Teilzeitstudium beschränkt sich der Unterricht in der Regel auf zwei bis drei Tage pro Woche.

Mit dem Abschluss erhalten Sie ein «Doppelticket» für Ihre weitere Laufbahn:

  • die Berufsbefähigung als Gesundheitsförderin/Gesundheitsförderer
  • den Hochschulabschluss Bachelor of Science ZFH in Gesundheitsförderung und Prävention

Alle Studienleistungen werden mit ECTS-Punkten (European Credit Transfer and Accumulation System) bewertet. Damit ist Ihr Abschluss europaweit vergleichbar. Das Studium umfasst 180 ECTS-Punkte. Ein Punkt entspricht etwa 30 Arbeitsstunden.

Der Aufbau des Bachelorstudiengangs Gesundheitsförderung und Prävention entspricht nationalen und internationalen Standards und didaktischen Anforderungen. Das Studium besteht zu 40 Prozent aus Präsenzveranstaltungen und zu rund 60 Prozent aus Selbstlernanteilen. Neben der referatsgestützten Lehre werden Methoden eingesetzt, die selbständiges und handlungsorientiertes Lernen begünstigen (Übungen, Fallarbeit, Projektarbeit, Werkstattunterricht, Rollenspiele).

Berufsspezifische Module

Theorien und Modelle: Vermittelt werden fundierte Kenntnisse in den Grundlagen von Gesundheitsförderung und Prävention aus den Disziplinen wie Soziologie, Psychologie und Epidemiologie. Sie lernen, wie individuelle, gesellschaftliche, ökonomische und kulturelle Aspekte Gesundheit und Krankheit beeinflussen. Zudem reflektieren sie, wie Gesundheitschancen für gefährdete Bevölkerungsgruppen erhöht werden können und welche Rollen Gesundheitspolitik und Gesundheitsrecht dabei spielen.

Fach- und Forschungsmethoden: Sie erlernen verschiedene Praxismethoden der öffentlichen Kommunikation und der Gesprächsführung, des Projekt- und Qualitätsmanagements sowie qualitative und quantitative Forschungsmethoden.

Interprofessionelle Module

Das Departement Gesundheit vereinigt die Bachelorstudiengänge Ergotherapie, Gesundheitsförderung und Prävention, Hebamme, Pflege und Physiotherapie unter einem Dach. Im gemeinsamen Unterricht befassen sie sich mit Themen, die für alle fünf Berufsfelder wichtig sind. Im Fokus der interprofessionellen Module stehen Themen wie Gesundheitsökonomie, Management im Gesundheitswesen, Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Recht. Dabei lernen sie mit-, von- und übereinander und schulen so das Denken über die eigenen Berufsgrenzen hinaus: eine wichtige Voraussetzung für die spätere Tätigkeit.

Praxisausbildung

Bereits im 1. Semester findet eine Praxisfelderkundung statt. Die Studierenden besuchen verschiedene Institutionen und Organisationen, die in der Gesundheitsförderung und Prävention tätig sind.

Gegen Ende des Studiums absolvieren die Studierenden je nach Beschäftigungsumfang ein fünf bis acht monatiges Praktikum (Vollzeitstudium) in einer Institution oder Organisation, die sich mit Gesundheitsförderung und Prävention befasst. Für Teilzeitstudierende verlängert sich das Praktikum je nach Arbeitspensum.

Bachelorarbeit

In der Bachelorarbeit wird ein berufsrelevantes Thema mit den im Unterricht gelernten wissenschaftlichen Methoden bearbeitet.

Teilzeitstudium in neun statt sechs Semestern

  • Mit der Teilzeitvariante verlängert sich das Studium von sechs auf neun Semester.
  • Der Unterricht beschränkt sich in der Regel auf zwei bis drei Tage pro Woche und ermöglicht damit nebenbei eine berufliche Tätigkeit oder Familienarbeit.
  • Die Teilzeitvariante wird nicht als neuer Studiengang geführt. Die Teilzeit-Studierenden besuchen die Unterrichtsmodule gemeinsam mit den Vollzeit-Studierenden.
  • Der Anmeldetermin und Studienbeginn, das Eignungsabklärungsverfahren sowie die Semestergebühren sind gleich wie beim Vollzeitstudium.

«Mein Arbeitstag sieht jeden Tag anders aus. Mir gefällt an meiner Tätigkeit, dass ich mit verschiedenen Anspruchsgruppen zusammenarbeiten kann und sowohl im Feld wie auch konzeptionell tätig bin.»

Fabrizio Rüegg, Fachmitarbeiter Prävention, Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland
Filmclip über den Berufsalltag von Fabrizio Rüegg schauen

Berufsbild und Ausbildungsziele

Gesundheitsförderinnen und Gesundheitsförderer arbeiten bei Stiftungen, Verbänden, Non-Profit-Organisationen, bei Bundesämtern , bei Beratungsstellen (wie der Beratungsstelle für Unfallverhütung oder der Krebsliga), bei Präventionsfachstellen oder im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Darüber hinaus finden sie auch Anstellungen in Sport-, Wellness- und Freizeiteinrichtungen.

Mit entsprechender Berufserfahrung können sie ein Team oder eine Abteilung leiten. Auch Tätigkeiten in der Lehre sowie Forschung sind möglich.

Kompetenzen in sieben Rollen

Das Studium befähigt Sie, die vielseitigen berufsspezifischen Rollen kompetent und verantwortungsbewusst einzunehmen. Sie setzen Ihr theoretisches sowie wissenschaftlich fundiertes Fachwissen gezielt in Ihrer praktischen Tätigkeit ein.

Während Ihres Studiums erwerben Sie Kompetenzen in sieben unterschiedlichen Rollen:

  • Als Experte/-in übernehmen Sie die fachliche Führung für die Planung, Umsetzung und Qualitätssicherung von bevölkerungsbezogenen Interventionen.
  • Als Teamworker/-in arbeiten Sie aktiv in einem interprofessionellen Team mit.
  • Als Health Advocate setzen Sie geeignete Strategien ein, um gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern.
  • Als Professional reflektieren Sie die Praxis laufend und fördern so die Professionalisierung Ihres Berufsfelds.
  • Als Kommunikator/-in sprechen Sie mit verschiedenen Bezugsgruppen über Gesundheitsförderung und Prävention.
  • Als Leader/-in setzen Sie Interventionen wissenschaftsbasiert um und evaluieren deren Wirksamkeit.
  • Als Scholar engagieren Sie sich für lebenslanges Lernen und für die Entwicklung, Weitergabe und Anwendung von Wissen.

Medienberichte

Medienberichte über den Bachelorstudiengang

Medienberichte Studierende

Broschüre Bachelorstudiengang Gesundheitsförderung und Prävention

Auf einen Blick

Abschluss: Bachelor of Science ZFH in Gesundheitsförderung und Prävention

Arbeitsaufwand: 180 ECTS-Credits

Dauer: 6 Semester (Vollzeit) / 9 Semester (Teilzeit)

Organisationsform: Vollzeit oder Teilzeit, Praxisintegriertes Bachelorstudium

Studienbeginn: Herbst

Anmeldeschluss: 15. April

Unterrichtsort: Winterthur

Unterrichtssprache: deutsch

Studiengebühr: CHF 720.- pro Semester + zusätzliche Aufwände rund ums Studium