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Betriebliche Gesundheitsförderung von Jugendlichen

Kann man mit einer App die innerbetriebliche Peer-Kultur und damit die Gesundheit von Berufslernenden fördern?

Companion

Ausgangslage
In der Schweiz sind verschiedene wissenschaftlich fundierte und in der Praxis bewährte Programme zu betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention im Einsatz. Diese Programme sind allerdings lebensphasenübergreifend ausgerichtet. So gab es insbesondere für Berufslernende noch keine eigens auf ihre Bedürfnisse angepasste Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogramme im Setting Betrieb. Das Jugendalter – und damit die Lehrzeit im Betrieb – bildet jedoch eine entscheidende Zeitspanne für gesundheitsfördernde Massnahmen.

Prämissen
Im vorliegenden Projekt wurden die Erkenntnisse der Forschung im Bereich Gesundheitsförderung bei Jugendlichen auf den Bereich betriebliche Gesundheitsförderung für Berufslernende übertragen.

  • In der Phase der Loslösung von der Familie orientieren sich Jugendliche in Einstellungen und Verhaltensweisen vornehmlich an ihrer Peer-Gruppe. Massnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sollten sich demnach auf die innerbetrieblichen Peer-Gruppen beziehen.
  • Innerhalb einer Peer-Gruppe herrscht meist eine positive Kultur im Sinne einer «Positive Peer Culture». Jugendliche unterstützen sich gegenseitig und lernen voneinander, was das Ausleben von folgenden vier Kernbereichen einer gesunden Entwicklung erlaubt: Zugehörigkeit, Befähigung, Unabhängigkeit und Grosszügigkeit.
  • Empowerment – verstanden als Strategien zur Erhöhung der individuellen Autonomie, Selbstverantwortung und Selbstbestimmung – zeigt sich als zentraler Wert bei der Suche Jugendlicher nach einer eigenen Identität.
  • Das Smartphone als mobiles und interaktives Medium spielt bei den Jugendlichen eine bedeutsame Rolle. Es liegt demnach nahe, dass der Zugangsweg für gesundheitsfördernde Angebote über ein Smartphone erfolgen sollte.

Projektbeschrieb
Unter Berücksichtigung dieser Prämissen wurde ein Projekt ausgearbeitet, das mittels einer App die innerbetriebliche Peer-Kultur und damit die Gesundheit fördern soll. Im Rahmen eines Pilotprojekts in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsförderung Schweiz (GF CH) und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW, Hochschule für Wirtschaft, Institut für Wirtschaftsinformatik) wurde eine solche App namens Companion für zwei Pilotbetriebe – die Schweizerische Post (Region Mitte) und das Kompetenzzentrum Arbeit in Bern – entwickelt, implementiert, evaluiert und weiterentwickelt. Eine zentraler Bestandteil bildete dabei ein App-gestütztes Peer-Mentoring, bei dem sich jüngere Peers bei erfahrenen Peers innerhalb eines Betriebs Unterstützung bei Problemen holen konnten. Daneben werden über die App weitere Funktionalitäten angeboten.

Projektziel
Ziel dieses Projektes war es, mit einer Prozess- und Ergebnissevaluation zu untersuchen, ob die auf die Berufslernenden zugeschnittenen App-gestützten Massnahmen im Setting Betrieb zu positiven Verhaltensveränderungen anregten.

Projektleitung

Prof. Dr. Agnes von Wyl

Prof. Dr. Agnes von Wyl

Leiterin Fachgruppe Klinische Psychologie & ...

+41 (0) 58 934 84 33
agnes.vonwyl@zhaw.ch

Team

Projektpartner

Projektleitung Gesundheitsförderung CH
Dr. Fabienne Amstad