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Umwelt- und Nachhaltigkeitspsychologie

Die Fachgruppe Umwelt- und Nachhaltigkeitspsychologie erforscht und lehrt zu Fragen, wie Menschen zu nachhaltigem Verhalten angeregt werden können und welche Einflüsse natürliche und gebaute Umwelten auf den Menschen haben.

Unsere Fachgruppe befasst sich mit den psychologischen Aspekten des Menschen gemachten Klimawandels, der Verlust der Biosphäre und weiteren Umwelt- und Nachhaltigkeitsthematiken. Dabei steht im Fokus welche Rolle verschiedene Faktoren wie Soziale Normen, Werte oder Psychologische Barrieren auf das Umweltverhalten haben. Wir entwickeln und beforschen verschiedene Interventionsstrategien, wie Kommunikationsstrategien, Nudging Techniken oder soziale Normen, um Menschen zu nachhaltigem Verhalten anzuregen. Da der Mensch auch in einer Wechselbeziehung zur Natur steht, welche eine wichtige Ressource für Erholung und Resilienz darstellt, liegt ein Fokus auch in der Erforschung dieses Zusammenhanges in Bezug auf natürliche und gebaute Umwelten. Die Erkenntnisse aktueller Forschung fliessen in unsere Studiums- und Weiterbildungsangebote.

Forschungsthemen

Nachhaltige Verhaltensveränderungen

Im Bereich der nachhaltigen Verhaltensveränderung untersuchen wir, wie Menschen dazu angeregt werden können, dass sie sich nachhaltiger und umweltfreundlicher verhalten. Die Anwendungsgebiete reichen von Energie, Mobilität, Ernährung, Konsum bis zu Abfall und allen Subbereichen.

Es werden experimentelle Studien im Labor durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen Verhalten und verschiedenen bedingenden Variablen wie Einstellung, Absicht, Motivation etc. zu verstehen. Daneben liegt der Fokus auf Praxisprojekten, wo in Zusammenarbeit mit Praxispartner:innen Interventionen entwickelt und (testweise) implementiert werden, um beispielsweise in Betrieben Menschen dazu anzuregen, für das tägliche Pendeln das Velo statt das Auto zu benutzen oder den Abfall im öffentlichen Raum korrekt zu entsorgen oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

Es werden verschiedene Massnahmen zur Verhaltensänderungen (Soziale Normen, Nudging etc.) evidenzbasiert erprobt und auch neue Lösungsmöglichkeiten erforscht, die einen konkreten Anwendungsbezug haben. In Kollaboration mit Praxispartner:innen werden Massnahmen evaluiert oder evaluierend begleitet (bspw. Littering Kampagnen).

Umweltkommunikation

Im Bereich der Umweltkommunikation wird untersucht, wie beispielsweise verschiedenen Gesellschaftsgruppen, Personen mit unterschiedlichen politischen Hintergründen oder unterschiedlichen Wertehaltungen das Thema Nachhaltigkeit vermittelt werden kann. Welche Charakteristika spezifische Zielgruppen aufweisen (bspw. Landwirt:innen, nachhaltige Konsument:innen) und wie Informationen an diese Zielgruppen individuell vermittelt werden müssen, mit dem Ziel nachhaltige Verhaltensänderungen zu erreichen.

Dabei geht es um Themen wie Risikowahrnehmung, den Einfluss von Emotionen in der Kommunikation oder auch wie gezielte Interventionen die psychologischen Barrieren von umweltfreundlichem Verhalten reduzieren können.

Daraus werden ziel- und stufenspezifische Verhaltensveränderungs-Kampagnen abgeleitet und entwickelt, die auf eine wirksame Verhaltensänderungen bei Individuen und Gruppen abzielen. In diesem Bereich werden experimentelle Online-Studien durchgeführt, um die Wirkung verschiedener Kommunikationsstrategien zu testen.

In Kollaboration mit Praxispartner:innen werden auch Kommunikationsstrategien evaluiert oder evaluierend begleitet, um beispielsweise die Wahrnehmung von Kommunikationskampagnen (bspw. in einem Gastronomiebetrieb) bei der Zielgruppe zu erfassen. Wir setzen ebenso auf innovative und explorative Methoden des Erkenntnisgewinns, die wir ergänzend zu unserem Forschungsportfolio einbinden.

Positive Wirkung der Natur auf den Menschen

Natürliche Umwelten haben nachgewiesenermassen positive Einflüsse auf den Menschen, reduzieren Stress und wirken sich positiv auf das Wohlbefinden und die Aufmerksamkeit aus. Ausserdem dient das natürliche Habitat als unser aller Lebensgrundlage. Diesen Zusammenhang zu erforschen und zu fördern, sehen wir als einen unserer Aufträge.

Der Fokus in diesem Schwerpunkt liegt darauf, gesundheitserhaltende Umwelten zu fördern, welche die individuelle Resilienz stärken. Es wird untersucht, wie die positiven Effekte der Natur genutzt und Menschen angeregt werden können, die Natur aktiv als Ort zur Regeneration aufzusuchen, diesen als schützenswert wahrnehmen und so wiederum das Bewusstsein für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen steigt.

Dazu werden Interventionen in der Natur durchgeführt und ihre Wirkung evaluiert oder es wird experimentell untersucht, welchen Einfluss das Betrachten von Naturbilder auf das Wohlbefinden hat.

Angebote

Um die drängenden Herausforderungen der Nachhaltigkeit in Angriff zu nehmen, realisieren wir in Zusammenarbeit mit Wissenschaftspartner:innen und auftraggebenden Organisationen angewandte Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Behaviour Change Interventions und der Evaluierung von Nachhaltigkeitsmassnahmen und -projekten.

  • Wir setzen auf eine transparente und integre Projektförderung. Zudem erstellen wir für öffentliche und private Auftraggeber Studien und tragen Forschungsergebnisse zu verhaltensbezogenen Nachhaltigkeitsthemen zusammen.
  • Für das per se interdisziplinäre Thema der Umwelt- und Nachhaltigkeitspsychologie kooperieren wir mit Fachpersonen aus anderen Departementen, Expert:innen aus der Praxis, sowie mit Partnerhochschulen innerhalb und ausserhalb Europas und Wirtschaftspartnern im In- und Ausland.
  • Ein wesentlicher Fokus unserer Arbeit liegt darin, die Anwendbarkeit des Themas innerhalb und ausserdem des akademischen Kontexts zu garantieren. Unsere Expertise setzen wir beispielsweise als Nachhaltigkeitsberatende innerhalb des eigenen Departements und als Delegierte im Nachhaltigkeitsausschuss der ZHAW ein.

Lehre

Im Bereich der Lehre unterrichten wir in verschiedenen Modulen innerhalb des Departements Angewandte Psychologie, aber auch in anderen Departementen wie beispielsweise dem Departement Life Science and Facility Management. Umwelt- und Nachhaltigkeitspsychologie ist ein interdisziplinäres Gebiet, weshalb verschiedene angrenzende Wissenschaften ein Interesse an dessen Erkenntnissen haben. In der Lehre vermitteln wir Erkenntnisse aus der Theorie und kombinieren sie mit praktischen Beispielen. Beispielsweise entwickeln Masterstudierende im Modul Umwelt- und Nachhaltigkeitspsychologie, nach einem theoretischen Teil, eigenständige Interventionsstrategien mit Praxispartner: innen.

Im Bachelorstudium fliessen umwelt- und nachhaltigkeitspsychologische Lehrinhalte in den Kursen der Sozialpsychologie (1. & 2. Semester) und im Literaturkolloquium (5. Semester) ein. Ausserdem wird das Thema in überaus praktischer Art innerhalb von zwei unterschiedlichen internationalen Studienwochen (Rom und Groningen) vermittelt. Neben der Lehre im Studium, vermitteln wir die Thematik auch in Weiterbildungsangeboten am IAP.

Module

Beteiligung bei:

Team