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Informationsvisualisierung

Der Mensch wird durch eine immer höher werdende Informationsflut konfrontiert. Forschungsprojekte in diesem Bereich zielen darauf ab, wie komplexe Informationen mit Hilfe neuster Erkenntnisse aus der kognitiven Grundlagenforschung benutzerfreundlich zu visualisieren sind.

Projekte

Laufende Projekte

  • EU-Energielabel
    Mit dem Pariser Klimaabkommen wurde eine klare Botschaft kommuniziert: 195 Staaten dieser Welt wollen den Ausstoss von Treibhausgasen (wie CO2) reduzieren, um den Klimawandel zu begrenzen. Eine Möglichkeit den CO2-Verbrauch zu senken, ist das Verwenden von energieeffizienten Haushaltsgeräten. Mittels dem europäischen Energielabel (EU-Energielabel), das Haushaltsgeräte bezüglich ihrer Energieeffizienz bewertet, sollen die Konsumenten zum Kauf von energieeffizienteren Geräten bewegt werden. Das neue EU-Label (das sogenannte Label «A+++») erfüllt diesen Zweck jedoch nicht, was sich in einer abnehmenden Zahlungsbereitschaft (willingness-to-pay) beim Kauf von energieeffizienteren Geräten zeigt. Die Fachgruppe untersucht gemäss neusten Erkenntnissen aus der kognitiven Grundlagenforschung, wie das EU-Label gestaltet sein muss, um die Zahlungsbereitschaft und somit den Kauf von energieeffizienten Haushaltsgeräten zu erhöhen.
  • Food-Label
    Ungesunde Ernährung und die daraus entstehenden Folgen wie Übergewicht und Fettleibigkeit sowie ihre Folgeerkrankungen (z. B. Diabetes) verursachen enorme Kosten. Täglich treffen wir rund 200 Entscheidungen zur Ernährung, wobei nur ein kleiner Teil dieser Entscheidungen bewusst getroffen wird. Eine bewusste Verarbeitung verlangt unter anderem, dass der Mensch sich mit den Angaben der Nährwerttabellen auseinandersetzt. Angesichts der Tatsache, dass der Mensch sich dafür im Durchschnitt nur 25 bis 100 Millisekunden Zeit nimmt, ist dies eine Unmöglichkeit. Die aktuellen Food-Labels wie die Nährwerttabellen (aber auch Ampelsysteme) sind deshalb ungeeignet, um das Einkaufsverhalten in der Entscheidungssituation im Supermarkt zu beeinflussen. Die Fachgruppe entwickelt in Zusammenarbeit mit Designern neue Food-Labels gemäss neuesten Erkenntnissen aus der kognitiven Grundlagenforschung.
  • SBB Abfahrtsmonitor
    Die SBB verfügt an Bahnhöfen über Abfahrtsmonitore, welche die aktuellen Zugverbindungen digital anzeigen. Die Darstellung der Informationen (Abfahrtszeit, Destinationen, Gleis, etc.) ist jedoch nicht bei allen SBB-Monitoren einheitlich gehalten. Die Suche nach den gewünschten Angaben (Anschlussverbindungen) kann somit Zeit beanspruchen, die für das Umsteigen benötigt wird. Die Fachgruppe untersucht, wie Informationen gemäss neusten Erkenntnissen aus der kognitiven Grundlagenforschung dargestellt werden müssen, damit diese möglichst schnell und korrekt verarbeitet werden und Züge nicht verpasst werden.

Abgeschlossene Projekte

  • Piktogramme auf Beipackzettel
    Die WHO hat Non-Adhärenz, also das Nicht-Einhalten von Therapievorgaben, als einen der grössten Risikofaktoren für Krankheit, Sterblichkeit und steigende Gesundheitskosten klassifiziert. Eine Herausforderung besteht darin, dass die textlastigen Beipackzettel zu komplex und somit nicht verständlich sind. Diesem Problem soll mit Piktogrammen auf den Beipackzetteln begegnet werden. Gemäss neuesten Erkenntnissen aus der kognitiven Grundlagenforschung wird in Zusammenarbeit mit Universitäten und Designern ein neues Set von Piktogrammen zu Indikationen, Nebenwirkungen, Verabreichungsformen, Warnungen und weiterem entworfen sowie im Labor überprüft.
  • Risikovisualisierung im Investmentbereich
    Fragebogen alleine messen die Risikobereitschaft von Anlegern nicht genügend, um die strategische Ausrichtung ihres Kundenportfolios zu bestimmen. Es hat sich gezeigt, dass vorhandene Anlagerisiken je nach Situation und Zeitpunkt der Risikoprofilierung unter- oder überschätzt werden. In Zusammenarbeit mit der School of Management and Law der ZHAW wurden deshalb mit der AEK Bank 1826 und der K&W Software AG visualisierte Risikoprofilierungen entwickelt, damit der Kunde auf eine transparentere Art und Weise seine Anlagestrategie wählen kann.