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Doktorat

Für die Doktoratsausbildung kooperieren die Angewandte Psychologie der ZHAW und die Kommunikationswissenschaft der Universität Zürich. Damit wird auch Masterabsolventinnen und Masterabsolventen einer Fachhochschule ein Doktorat ermöglicht.

Doktoratsausbildung

ZHAW Hochschulbibliothek Zürich
Hochschulbibliothek Zürich, Foto: Hannes Thalmann

Damit der wissenschaftliche Nachwuchs an Schweizer Fachhochschulen im Bereich Angewandte Psychologie und Kommunikationswissenschaft gute Chancen auf eine wissenschaftliche Karriere hat, wurde eine Kooperation mit folgenden Institutionen gegründet:

  • Departement Angewandte Psychologie der ZHAW
  • Hochschule für Angewandte Psychologie der FHNW
  • Schweizerisches Institut für Informationswissenschaft der HTW Chur
  • Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich

2017 bis 2020 wird die Doktoratsausbildung im Rahmen dieser hochschultypenübergreifenden Zusammenarbeit mit Bundesgeldern gefördert. Hintergrundinformationen zu dieser Nachwuchsförderung sind bei swissuniversities verfügbar. Leading House der Kooperation ist das Departement Angewandte Psychologie der ZHAW. Es ist geplant, Professuren weiterer Schweizer Universitäten einzubeziehen, insbesondere im Fach Psychologie.

Die involvierten Professuren der Fachhochschulen und der Universität Zürich sind gemeinsam an der Betreuung der Doktorierenden beteiligt. Der Doktortitel «Dr. phil», bzw. «PhD», wird durch die Universität Zürich verliehen. Die Doktorierenden arbeiten in der Regel an einer der oben genannten Fachhochschulen oder an einer Pädagogischen Hochschule und sind an der Universität Zürich immatrikuliert. Ihre Doktorarbeit entspricht den spezifischen Besonderheiten der Fachhochschulen bezüglich Forschungstyp und -methodik. D. h. die Forschung ist anwendungsorientiert und ist in der Regel an Drittmittelprojekte der jeweiligen Fachhochschule oder an Projekte zu deren Forschungs­schwerpunkten gekoppelt.

Das Kernstück des Doktorats ist der Erwerb wissenschaft­licher Kompetenz durch einen persönlichen und originären Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung. Der Erwerb fachlicher, methodischer und transversaler Kenntnisse und Kompetenzen sowie die wissenschaftliche Sozialisation und Netzwerkbildung sind zentrale Zielsetzungen dieser individuellen Doktoratsausbildung.

Weitere Informationen

Fachliche und interdisziplinäre Schwerpunkte

Das Kooperationsprojekt verfolgt das Ziel, die innovativen und gesellschaftlich bedeutsamen Forschungsfelder der Medien-, Umwelt-, Gesundheitspsychologie und Human Factors an der Schnittstelle zwischen Psychologie und Kommunikations­wissenschaft durch Doktoratsprojekte weiterzuentwickeln. Die beteiligten Professuren wollen den fachlichen und methodischen Austausch intensivieren und die angewandte Grundlagenforschung und Theoriebildung voranbringen. Die besonderen Stärken der beiden Hochschultypen – zum Beispiel experimentelle Forschung am IKMZ der UZH, anwendungsorientierte Grundlagenforschung in den Bereichen Umwelt- und Gesundheitspsychologie und Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen an der ZHAW – können von allen Teilnehmenden genutzt werden. Die entsprechenden Hochschulen verfügen über reichhaltige nationale und internationale Netzwerke, die u.a. in Summer Schools und Workshops einbezogen werden. Die bestehenden Kontakte mit Praxispartnern können für inhaltlichen Austausch und Exkursionen genutzt werden, womit sie das Programm nachhaltig unterstützen. Zudem bestehen Kooperationen mit europäischen und aussereuropäischen Forschungszentren.

Zulassung

Die Zulassung zum Doktorat erfordert einen Masterabschluss einer Fachhochschule oder einer Universität. Sie kann von weiteren inhaltlichen und formalen Kriterien abhängig gemacht werden. Die Zulassungskriterien und die Zulassungsverfahren sind in der Promotionsverordnung der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich geregelt. Mit dieser Doktoratsausbildung sollen insbesondere talentierte FH-Absolventinnen und -Absolventen gefördert werden. Das Programm steht aber auch Personen mit einem universitären Abschluss offen.

Immatrikulationspflicht

Doktorierende müssen sich zum nächstmöglichen Termin an der Universität Zürich immatrikulieren und bleiben während der ganzen Doktoratszeit bis zum Abschluss des Promotionsverfahrens immatrikuliert.

Bewerbungsablauf

  1. Interessierte an einem Doktorat im Bereich Angewandte Psychologie und Kommunikationswissenschaft treten für ein erstes Gespräch in Kontakt mit Prof. Dr. Daniel Süss, Projektleiter bei der ZHAW.
  2. Doktorats-Interessierte besprechen ihre Forschungsidee mit der Professorin oder dem Professor des jeweiligen Fachbereichs an ihrer Fachhochschule. Wenn die Professorin bzw. der Professor sich mit der Betreuung der Doktorarbeit bereit erklärt und an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich ein Promotionsrecht besitzt, stellt sie/er nach Rücksprache mit der/dem potentiellen Doktoratsstudierenden eine Promotionskommission zusammen. Die Zusammensetzung der Promotionskommission ist von der Dekanin bzw. vom Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich genehmigen zu lassen. Fachhochschul-Professuren sind in der Regel Zweitbetreuer der Dissertation. Die Fachhochschul- und die Universitäts-Professur werden sich im Sinne der Doktorierenden sorgfältig absprechen.
  3. Die Doktorats-Interessierten reichen eine Bewerbung bei der Universität Zürich ein. Weitere Informationen zur Online-Bewerbung und zu den Bewerbungsunterlagen an der Universität Zürich.
  4. Es ist eine Doktoratsvereinbarung basierend auf der Promotionsordnung der Universität Zürich über den Ablauf, die Ziele und die Rahmenbedingungen des Doktorats abzuschliessen. Weiter zum Zulassungsformular der Universität Zürich. Mit der Fachhochschule ist zudem eine Doktorats-Zusatzvereinbarung abzuschliessen sowie Finanzierungsfragen zu klären.
    Zusatzvereinbarung: vor Beginn HS 2019 mit befristeter Anstellung (DOC 127,4 KB)
    Zusatzvereinbarung: vor Beginn HS 2019 mit unbefristeter Anstellung (DOC 127,2 KB)

Angebote für Doktorierende

Im Rahmen des allgemeinen Doktorats sind eine Mindest-Anzahl ECTS Credits aus dem Bereich fachlicher Kompetenzen und aus dem Bereich überfachlicher Kompetenzen zu erwerben. Einzelheiten hierzu sind der Doktoratsordnung der Universität Zürich zu entnehmen.

Die Doktorierenden erklären sich in der Doktorats-Zusatzvereinbarung damit einverstanden, die speziell für die Doktorierenden im Rahmen dieses Kooperationsprojektes konzipierten Angebote wie Summerschools, Workshops und Exkursionen zu nutzen. Zusätzlich besuchen sie die Kolloquien für Doktorierende und weitere Kurse zur Vertiefung der überfachlichen Kompetenzen, die an der Universität Zürich und an den beteiligten Fachhochschulen angeboten werden.

Summer School 2018 (PDF 114,7 KB)

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