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Referenzprojekte

Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen

Nachfolgend einige ausgewählte Projekte, die das breite Spektrum der Forschung am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen aufzeigen.

Visualisierung von Windenergieanlagen

Mit Hilfe von «Augmented Reality» (AR), also der computergestützten Erweiterung der Realitätswahrnehmung, wird eine App entwickelt, die Windenenergie-Anlagen im Gelände mit den richtigen Proportionen auf dem Smartphone darstellen kann. Damit können Interessierte die Wirkung eines Windparks auf das Landschaftsbild von beliebig wählbaren Standorten aus bereits in der Projektierungsphase beurteilen. Ziel der App ist es, die Akzeptanz von Windenergie-Anlagen zu verbessern, indem sich die Bevölkerung ein realistisches Bild von einer geplanten Anlage machen kann. Die App ist das Resultat einer engen Zusammenarbeit zwischen Forschungsgruppen des IUNR der ZHAW und der Echtzeit GmbH. Das Bundesamt für Energie (BFE) sowie das Hightech Zentrum Aargau haben das Projekt unterstützt.

Forschungsgruppen: Umweltplanung, Erneuerbare Energien, Geoinformatik
Projektpartner: Echtzeit GmbH
Video: Visualisierung App
Weitere Informationen: Projektwebseite; Echtzeit GmbH

MODO – Waschmaschine und Toilette im geschlossenen Kreislauf

Wasser sparen ist aktuell. Mit Hilfe von «MODO» wird daher untersucht, wie Wasser nach dem Waschen gereinigt und wiederverwendet werden kann. Das Wasser bleibt im Kreislauf, Verluste werden durch Regenwasser ersetzt. Dank einer integrierten PV-Anlage entsteht ein von der zentralen Wasser- und Stromversorgung unabhängiger Waschsalon. Ziel ist es, im Rahmen des «LaundReCycle Projektes» diese Innovation in Südafrika zu einer marktfähigen Lösung weiterzuentwickeln. Das Prinzip des Kreislaufs wird auch bei der im Wagen integrierten Trockentoilette angewendet: Statt die Nährstoffe mit dem Abwasser zu entsorgen, wird der Urin zu Dünger und die Fäkalien durch Pyrolyse zu Biokohle aufbereitet. Beides soll in der Landwirtschaft zur Bodenverbesserung eingesetzt werden.

Forschungsgruppen: Ökotechnologie
Video «MODO – Waschmaschine und Toilette im Kreislauf»
Weitere Informationen: Projektwebseite

AniMot – Neues System zur Verhinderung von Wildtierunfällen

Auf den Schweizer Strassen sterben Rehe, Rothirsche und Wildschweine bei Kollisionen mit Fahrzeugen. Die Sach- und Personenschäden werden auf jährlich 40 bis 50 Millionen geschätzt. Die Gefahr von Wildtierunfällen wird aufgrund wachsender Wildtierpopulationen und dem steigenden Verkehrsaufkommen voraussichtlich zunehmen. Systeme wie AniMot, die Verkehrsteilnehmende warnen, sobald sich ein Wildtier in der Nähe der Strasse befindet, können zu einer deutlichen Reduktion von Wildtierunfällen führen. Mittels eines Bewegungssensors werden Wildtiere in Strassennähe erfasst und Verkehrsteilnehmende durch ein Lichtsignal gewarnt. Ziel des Projekts ist es, in einem Feldtest die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit des Geräts zu prüfen.

Forschungsgruppe: Wildtiermanagement
Projektpartner: Jagd und Fischereiverwaltung Kt. ZH, Tiefbauamt Kt. ZH, Kantonspolizei Zürich, Jagd Zürich, Stiftung Wildnispark Zürich, Amt für Wald und Landschaft Kt. OW, Dienststelle für Jagd, Fischerei & Wildtiere Kt. VS
Weitere Informationen: Projektwebseite

i-Tree – Ökosystemleistungen von Stadtbäumen

Die Open Source App i-Tree ermöglicht es, die klimaadaptiven Ökosystemleistungen, welche die urbanen Bäume und Wälder als vorhandene Ressource bieten, zu nutzen und zu fördern. Deren Bedeutung ist in der Schweiz noch zu wenig erkannt und unzureichend in die Stadtplanung integriert. Mit Hilfe von i-Tree lassen sich wissenschaftsbasiert strukturelle und quantitative Stärken und Defizite in Städten aufzeigen. Das Projekt kombiniert diese Informationen mit interdisziplinären Strategien, um kreative Lösungen für eine bessere Nutzung der klimaadaptiven Leistungen der urbanen Bäume und Wälder zu entwickeln. Damit verbessert sich die Möglichkeit, langfristig grosse Baumkronenvolumina konkret zu planen und nachhaltig zu bewirtschaften.

Forschungsgruppe: Pflanzenverwendung
Weitere Informationen: Projektwebseite

«Fighting bites with bytes» – ein Tool für die Zeckenprävention

Dieses interdisziplinäre Projekt hat zum Ziel, mit Hilfe der Daten von App-Nutzern den Schutz vor Zecken für die Bevölkerung zu verbessern. Die App «Zecke – Tick Prevention» erinnert Personen mit einem Zeckenstich daran, die Bissstelle im Hinblick auf Borreliose-Symptome zu beobachten. Aufgrund der durch diese Personen gemeldeten Daten soll die Zeckenprävention verbessert werden, indem die Bevölkerung sich über das Zeckenbissrisiko in räumlich-zeitlicher Auflösung informieren kann. Gleichzeitig dient das Projekt dazu, eine Methode zu entwickeln, um mit den notorisch unsicheren Crowdsourcing-Daten umzugehen. Diese soll für andere Risikomodellierungen, die auf anonymen und potenziell ungenauen Daten aufbauen, adaptiert werden können.

Forschungsgruppe: Umweltgenomik und Systembiologie (IUNR), Phytomedizin (IUNR), Geoinformatik (IUNR), Fachstelle Bio-Inspired Modeling & Learning Systems (IAS)
Projektpartner: A&K Strategy GmbH
Video: «Fighting bites with bytes – crowdsourced tick prevention»
Weitere Informationen: Webseite zum Projekt

Energie- und klimabewusste Ernährung in städtischen Verpflegungsbetrieben

Im institutsübergreifenden Projekt «Energie- und klimabewusste Ernährung in städtischen Verpflegungsbetrieben» wird ein Verpflegungsangebot ausgearbeitet, das positive Umweltwirkungen erzielt. Gleichzeitig soll es mit den Bedürfnissen der Gäste in den unterschiedlichen Verpflegungsbetrieben (Personalrestaurants und Alterszentren) in Einklang stehen. Dabei wird der sogenannte Menü-Nachhaltigkeits-Index für die Stadtzürcher Verpflegungsbetriebe adaptiert. Zusätzlich werden in einer Feldstudie Massnahmen erarbeitet und getestet, welche die Wahl eines nachhaltigen Verpflegungsangebotes fördern sollen. Das Projekt wird im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein und durch die Energieforschung Stadt Zürich finanziert.

Forschungsgruppe: Nachhaltigkeitskommunikation & Umweltbildung (IUNR), Ökobilanzierung (IUNR), Fachstelle Bio-Inspired Modeling & Learning Systems (IAS)
Projektpartner: Energieforschung Stadt Zürich
Weitere Informationen: Projektwebseite; Video zum Menü-Nachhaltigkeits-Index

Akzeptanzbefragung Parc Ela und Beverin

In den Naturpärken Beverin und Parc Ela wurde eine Umfrage zur Akzeptanz durchgeführt: Was haben die Pärke in der Region bewirkt und wie stark steht die Bevölkerung hinter dem Naturpark? In beiden Pärken beurteilt die Bevölkerung die Tätigkeit der Naturpärke mehrheitlich als positiv. Häufig befürchtete Einschränkungen, bspw. bei der Landwirtschaft oder der Jagd, haben sich in den Augen der Bevölkerung nicht bewahrheitet. Gemäss der Umfrage ist es den Naturpärken gelungen, die Region bekannter zu machen, die Natur- und Kulturwerte zu erhalten und den naturnahen Tourismus zu fördern. Der Naturpark habe auch die regionale Wertschöpfung erhöht und die Vermarktung regionaler Produkte verbessert.

Forschungsgruppe: Tourismus und Nachhaltige Entwicklung
Projektpartner: Verein Parc Ela, Naturpark Beverin
Weitere Informationen: Projektwebseite