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IFM forscht mit an hochschulübergreifender Nutzung von Lernumgebungen im Kanton Zürich

Das Institut für Facility Management beteiligt sich am DIZH-Projekt «Lernumgebung Zürich», das die gemeinsame Nutzung von Lernumgebungen durch mittlerweile über ein Dutzend Institutionen im Kanton Zürich untersucht. Über 1'800 Studierende wurden befragt, wann, wo sie lernen und was ihnen dabei wichtig ist. Ebenso wurde ein digitaler Prototyp zur Raumsuche entwickelt. Am 29. Oktober 2026 werden die Ergebnisse am Abschlusssymposium im Museum für Gestaltung Zürich präsentiert und erste Wege zur Umsetzung diskutiert.

Studierende nutzen längst nicht mehr nur die Lernumgebungen der eigenen Hochschule. Als Lernumgebung gilt dabei jeder physisch zugängliche Ort ausserhalb der eigenen vier Wände, der zum Lernen, konzentrierten Arbeiten oder gemeinsamen Lernen genutzt wird, von Universitätsbibliotheken, ruhigen Lernräumen und buchbaren Gruppenräumen bis hin zu Fluren, Nischenarbeitsplätzen, öffentlichen Bibliotheken, Coworking Spaces und Cafés. In Prüfungsphasen zeigt sich der Druck auf diese Räume konkret: Vor Bibliotheken bilden sich Warteschlangen, und Studierende berichten, dass sie ihren Arbeitsplatz während des Lernens nicht mehr verlassen, aus Angst, ihn sonst zu verlieren.

Das DIZH-Projekt «Lernumgebung Zürich» untersucht deshalb, unter welchen Bedingungen sich Lernumgebungen im Kanton Zürich künftig institutionsübergreifend nutzen lassen, denn Studierende sind ohnehin schon hochschulübergreifend unterwegs. Das Kernteam besteht aus der UZH als Lead House sowie der ZHdK und der ZHAW. Mit einer Absichtserklärung beteiligt sind zudem die ETH Zürich, die PHZH, das SIB, Smart City Zürich und der VSUZH; im Projektverlauf dazugekommen sind die HWZ, die Universitätsbibliothek Zürich, die Pestalozzi-Bibliotheken sowie die Fachvereine Alias und VSETH. Für das IFM verantwortet Mirjam Pfenninger, Dozentin im Bereich Service Innovation & Design, das Projekt.

Bisherige Ergebnisse: 

  • Über 1'800 Studierende wurden zu Nutzung von Lernumgebungen und Suchgewohnheiten befragt 
  • Ein funktionaler Prototyp zur Auffindung von Lernumgebungen und crowd-basierten Erfassung von Lernumgebungen wurde entwickelt 
  • Internationale Praxisbeispiele zur hochschulübergreifenden Nutzung von Lernumgebungen wurden ausgewertet 

Für Studierende bedeutet das perspektivisch: Lernumgebungen, die sich an ihren tatsächlichen Alltag anpassen, statt umgekehrt. Für die Hochschulen: eine bessere Auslastung bestehender Flächen statt zusätzlicher Neubauten, im Sinn einer «Eduroam-Logik» für physische Räume. Für Zürich als Bildungs- und Innovationsstandort: ein Beitrag zu einem dicht vernetzten, nutzerzentrierten Hochschulraum, wie ihn Smart City Zürich als Ziel formuliert, über organisatorische Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Der eigentliche Erfolg des Projekts liegt darin, dass diese Auslegeordnung erstmals hochschulübergreifend erarbeitet wurde, der Grundstein für eine gemeinsame Weiterarbeit ist gelegt. 

Am Donnerstag, 29. Oktober 2026 findet zum Projektabschluss und zugleich ein möglicher Auftakt der Weiterarbeit das Symposium «Lernumgebung Zürich» im Museum für Gestaltung Zürich statt. Am Vormittag finden Workshops gemeinsam Ideen entwickelt, wie das Thema weiterbearbeitet werden kann. Am Nachmittag folgen Impulsreferate der beteiligten Hochschulen statt. Ein besonderer Programmpunkt ist die Ideenarena. Die Studienergebnisse und die Ideen aus den Workshops werden einem Fachgremium aus Studierenden, Hochschulen, Stadt und Kanton präsentiert. Gemeinsam werden nächste Schritte diskutiert. 

Im Rahmen eines Workshops an der Forschungskonferenz TWR im September hat Mirjam Pfenninger das Projekt vorgestellt. Wer sich vertiefen möchte, kann Mirjam Pfenninger direkt kontaktieren.  

Anmeldung zum Symposium: eventfrog.ch/symposium-lernumgebung 

Das Projekt zeigt exemplarisch, wozu Facility Management als interdisziplinäre und transdisziplinäre Schnittstellenfunktion fähig ist: Es verbindet Institutionen, Fachdisziplinen und Bedürfnisse zu gemeinsam nutzerzentrierten Lösungen.