Eingabe löschen

Hauptnavigation

Life Sciences und
Facility Management

Inklusives Workplace Design

Sensorisch inklusive (Arbeits-)Räume, welche auf die unterschiedlichen Bedürfnisse neurodivergenter und sensitiver Personen abgestimmt sind.

Viele Lern-, Arbeits- und Gesundheitsumgebungen sind nach einem «Standard» für «Durchschnittsmenschen» (tendenziell junge, leistungsfähige Männer) gestaltet und passen dadurch nur für ein Teilsegment aller Menschen.

Manche Personen werden dadurch schnell überreizt (z. B. durch Lärm, Licht, Gerüche oder viele Unterbrechungen), andere finden zu wenig Reize und verlieren leichter den Fokus. Das beeinträchtigt die Konzentration, das Wohlbefinden und die Leistung.

Organisationen fehlt oft ein praktischer, wissenschaftlich fundierter Werkzeugkasten, um Räume und Arbeitsweisen (neuro-) inklusiver zu gestalten, ohne Personen zu etikettieren oder zu stigmatisieren. Dabei braucht es Lösungen, die Design, Teamkultur, Abläufe und individuelle Bedürfnisse zusammendenken und damit ein effektives erst Arbeiten ermöglichen.

Als Fachhochschule erforschen wir, wie physische Umgebungen Menschen mit unterschiedlichen sensorischen Bedürfnissen unterstützen können, wodurch sich ihr Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit steigert. Wir stellen wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse bereit und entwickeln daraus Empfehlungen für inklusive Lern-, Arbeits- und Gesundheitsumgebungen, sodass sie alle Mitarbeitenden gleichermassen unterstützen. Diese Gestaltungsprinzipien nennen wir evidenzbasiertes «Inklusive Workplace Design».

Unser Ziel ist es, mit diesen Gestaltungsprinzipien Organisationen inklusiver, gesünder und leistungsfähiger machen. Zudem ermöglichen inklusive Arbeitsräume ein angenehmes und sicheres soziales Miteinander mit positiver Kommunikation und schaffen insgesamt eine Umgebung, in der sich alle Mitarbeitenden wohler fühlen, mehr eigene Kontrolle erleben und gestärkt handeln können.

Was sie wissen sollten

Einzelbüros können zielführend sein, sind es aber oft nicht. Basierend auf unseren Forschungsergebnissen können Unternehmen auf unterschiedlichen Dimensionen ihre Arbeitsräume neuroinklusiver gestalten.

Kurzfristig hilft es zum Beispiel, spezielle Bereiche im Büro reizärmer zu machen – etwa mit flimmerfreier, dimmbarer Beleuchtung, neutralen Farben oder ruhigen Zonen ohne Telefongespräche. Auch feste Fokuszeiten, kleine Hilfsmittel wie Fidget-Toys oder Checklisten zu Reizfaktoren unterstützen Mitarbeitende unmittelbar.

Langfristig sollte das Ziel eines gesunden Unternehmen sein, ein insgesamt zugängliches Arbeitsumfeld schaffen: physisch, digital und sozial. Dazu gehören Konzepte, Leitbilder und Projekte, die sich systematisch mit Reizempfindlichkeit befassen, sowie vielfältige Räume für verschiedene Arbeits- und Erholungsbedürfnisse. Ergonomisches Mobiliar, klare Kommunikation zu Nutzungsmöglichkeiten für Betroffene und die Sensibilisierung von Führungspersonen und neuen Mitarbeitenden tragen ebenfalls dazu bei, langfristig neurofreundliche Strukturen zu verankern, was allen Mitarbeitenden dient.

«Ein wissenschaftlich fundierter und kontextspezifischer Ansatz verbessert die Berücksichtigung unterschiedlicher sensorischer Bedürfnisse.»

... sagt Dr. Clara Weber. Sie ist Umwelt- und Arbeitspsychologin sowie Dozentin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Sie gehört zu den führenden Fachpersonen im deutschsprachigen Raum, wenn es um die Gestaltung neuroinklusiver Arbeitsräume geht. Ihre Forschung verbindet Psychologie, Architektur und Workplace Management – mit dem Ziel, Arbeitsumgebungen zu schaffen, in denen Menschen mit unterschiedlichen sensorischen und kognitiven Bedürfnissen gesund, konzentriert und produktiv arbeiten können.

Handout Neuroinklusives Workplace Design (PDF 1.24 MB)

Wir unterstützen Sie auf dem Weg zu mehr Inklusivität in ihren Räumen

Als Fachhochschulen bieten wir neben Lehre, Forschung und Vorträgen auch Dienstleistungen an. Diese können in unterschiedlichen Formaten erfolgen:

Das Angebot ermöglicht der Praxis ein evidenzbasiertes Vorgehen, welches die neusten Erkenntnisse aus der Forschung in ihr Arbeitsumfeld bringt.

Haben Sie Interesse und möchten mit uns in Kontakt treten? Sehr gerne, kommen Sie auf uns zu. Wir unterstützen Sie gern auf dem Weg zu mehr Inklusivität in ihren Arbeitsräumen, wissenschaftlich fundiert, praxisnah, umsetzbar.

Unsere Projekte

Unsere Publikationen