Cirvalis Round Tables
Mit unseren Round Table Veranstaltungen fördern wir den Austausch innerhalb der Lebensmittel Branche - hier werden Herausforderungen und Lösungen aus der Praxis diskutiert und die Umsetzung steht im Zentrum.
29. Januar 2026 - Nutzbarmachung von Nebenströmen für Lebensmittelprodukte
Am 29.1.2026 findet die zweite Cirvalis Round Table statt. Es erwarten euch spannende Inputreferate aus Wissenschaft und Praxis mit anschliessenden Q&A Sessions, gefolgt von einem moderierten Austausch.
Programm
13:00-14:30 Inputreferate mit Q&A
- Valorisierung von Nebenproduktströmen der Schweizer Lebensmittelverarbeitung – technologische Ansätze und Umsetzungsbeispiele (Prof. Dr. Nadina Müller, Leiterin Forschungsgruppe Lebensmitteltechnologie, ZHAW)
- Lebensmittelrechtliche Fragestellungen und Vorgehensweisen im Zusammenhang mit der Nutzbarmachung von Nebenströmen (Dr. Evelyn Kirchsteiger-Meier oder Sonja Kobler-Wehrli, Fachgruppe für Lebensmittel-Qualitätsmanagement und –Recht, ZHAW)
- Praxisbeispiel zum Einsatz von Karottentrester für die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte (Sara Janutin, Beraterin Nachhaltigkeit, Schöni Transport AG)
15:00-17:00 Moderierter Austausch
Im zweiten Teil findet ein moderierter Austausch statt zu Fragestellungen der Teilnehmenden. Abgerundet durch ein Wrap-Up mit den wichtigsten Erkenntnissen und einem gemeinsamen Ausklang.
Rückblick Vergangene Round Tables
Wie können wir CO₂ entlang der Lebensmittel-Wertschöpfungskette wirksam reduzieren?
Wie können wir CO₂ entlang der Lebensmittel-Wertschöpfungskette wirksam reduzieren?
Diese Frage stand im Zentrum des ersten Cirvalis Round Tables am 9. Dezember 2025. 22 Fachpersonen aus der Lebensmittelbranche diskutierten gemeinsam mit Wissenschaftler:innen der ZHAW über Zutatenwahl, Ökobilanzierung und wirksame Nachhaltigkeitskommunikation.
Am Ende war klar: das Thema CO2-Bilanzierung bleibt vielschichtig und es wurde deutlich, dass viele verschiedene Entscheidungsträger*innen in der Wertschöpfungskette an einem Strick ziehen müssen, um etwas zu bewirken. Insbesondere im Umgang mit Konsument*innen wurden viele Herausforderungen diskutiert.
Auf der anderen Seite wurden über Massnahmen diskutiert, welche die Betriebe selbstständig anwenden können, um den betrieblichen CO2-Fussabdruck zu reduzieren. Viele kleine Schritte bewirken mehr als optimale grosse Ansätze, die am Aufwand scheitern. Die Take Home Messages der Teilnehmenden kurz zusammengefasst waren folgende:
🔹 Zutaten- & Rezepturanpassungen
Schon 10–20 % Substitutionen oder der Einsatz von Nebenströmen (z. B. Molke statt Milchpulver) können grosse Effekte erzielen – oft mit minimalen Qualitätsänderungen.
🔹 Ökobilanzen pragmatisch nutzen
Nicht Datenperfektion ist das Ziel, sondern der Fokus auf die grössten Hebel (Hotspots) – dort, wo Unternehmen real Einfluss haben.
🔹 Kommunikation neu denken
Produkte werden selten wegen „Nachhaltigkeit“ gekauft. Geschmack, Qualität, Preis oder Convenience sind häufig die stärkeren Argumente. Nachhaltigkeit muss den Nutzen ergänzen – nicht ersetzen.
🔹 Systemische Herausforderungen anerkennen und nach Lösungen suchen
Die Erwartung einer permanenten Verfügbarkeit von Lebensmitteln begünstigt CO₂-intensive Strukturen entlang der Wertschöpfungskette. Gleichzeitig mangelt es an wirksamen Anreizen, die Konsument*innen zu nachhaltigeren Konsumentscheiden motivieren.
Untenstehend zusammengefasst die wichtigsten Informationen aus den Präsentationen, sowie die Erkenntnisse und diskutierten Massnahmen der Community.