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Cirvalis Round Tables

Mit unseren Round-Table-Veranstaltungen fördern wir den Austausch innerhalb der Lebensmittel- und Verpackungsbranche. Im Fokus stehen Herausforderungen, Lösungsansätze und Erfahrungen aus der Praxis sowie deren Umsetzung entlang der Wertschöpfungskette.

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Save the Date: Roundtable Kreislaufwirtschaft – 30. Juni 2026 in Zürich

Am 30. Juni 2026 laden wir in Zürich zu einem halbtägigen Roundtable ein. Leitfrage: Warum bleibt Kreislaufwirtschaft in der Schweizer Lebensmittelbranche so oft im Pilotstadium stecken – und was würde es wirklich brauchen, damit sie skaliert?

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Rückblick Vergangene Round Tables

REUSE-Systeme für Lebensmittelverpackungen

Wie können REUSE-Systeme für Lebensmittelverpackungen in der Schweiz praktisch umgesetzt werden und welche Herausforderungen bestehen hinsichtlich Lebensmittelsicherheit, Logistik, Verbraucherakzeptanz und Wirtschaftlichkeit? Diese Fragestellungen wurden am 30. März 2026 im Rahmen des Cirvalis Round Tables an der ZHAW diskutiert.
Die Chancen und Herausforderungen aus Sicht der Teilnehmenden kurz zusammengefasst: 

  • Standardisierte REUSE-Systeme, gemeinsam genutzte Pools sowie funktionierende Rückgabe- und Logistikstrukturen gelten als zentrale Voraussetzungen für eine Skalierung.  
  • Lebensmittelsicherheit, Hygiene und Haftungsfragen stellen wesentliche Herausforderungen für die praktische Umsetzung dar.  
  • Verbraucherakzeptanz und Nutzerfreundlichkeit sind entscheidend für die Integration von REUSE-Systemen in den Alltag.  
  • Für fundierte Entscheidungen braucht es transparente Bewertungen von Umweltwirkungen und Systemkosten

Nachfolgend sind die wichtigsten Informationen aus den Präsentationen, sowie die Erkenntnisse und diskutierten Aspekte der Teilnehmenden zusammengefasst. 

Wie können wir CO₂ entlang der Lebensmittel-Wertschöpfungskette wirksam reduzieren?

Wie können wir CO₂ entlang der Lebensmittel-Wertschöpfungskette wirksam reduzieren?
Diese Frage stand im Zentrum des ersten Cirvalis Round Tables am 9. Dezember 2025. 22 Fachpersonen aus der Lebensmittelbranche diskutierten gemeinsam mit Wissenschaftler:innen der ZHAW über Zutatenwahl, Ökobilanzierung und wirksame Nachhaltigkeitskommunikation.

Am Ende war klar: das Thema CO2-Bilanzierung bleibt vielschichtig und es wurde deutlich, dass viele verschiedene Entscheidungsträger*innen in der Wertschöpfungskette an einem Strick ziehen müssen, um etwas zu bewirken. Insbesondere im Umgang mit Konsument*innen wurden viele Herausforderungen diskutiert.
Auf der anderen Seite wurden über Massnahmen diskutiert, welche die Betriebe selbstständig anwenden können, um den betrieblichen CO2-Fussabdruck zu reduzieren. Viele kleine Schritte bewirken mehr als optimale grosse Ansätze, die am Aufwand scheitern. Die Take Home Messages der Teilnehmenden kurz zusammengefasst waren folgende: 

  • Zutaten- & Rezepturanpassungen
    Schon 10–20 % Substitutionen oder der Einsatz von Nebenströmen (z. B. Molke statt Milchpulver) können grosse Effekte erzielen – oft mit minimalen Qualitätsänderungen.
  • Ökobilanzen pragmatisch nutzen
    Nicht Datenperfektion ist das Ziel, sondern der Fokus auf die grössten Hebel (Hotspots) – dort, wo Unternehmen real Einfluss haben.
  • Kommunikation neu denken
    Produkte werden selten wegen „Nachhaltigkeit“ gekauft. Geschmack, Qualität, Preis oder Convenience sind häufig die stärkeren Argumente. Nachhaltigkeit muss den Nutzen ergänzen – nicht ersetzen.
  • Systemische Herausforderungen anerkennen und nach Lösungen suchen
    Die Erwartung einer permanenten Verfügbarkeit von Lebensmitteln begünstigt CO₂-intensive Strukturen entlang der Wertschöpfungskette. Gleichzeitig mangelt es an wirksamen Anreizen, die Konsument*innen zu nachhaltigeren Konsumentscheiden motivieren.

Untenstehend zusammengefasst die wichtigsten Informationen aus den Präsentationen, sowie die Erkenntnisse und diskutierten Massnahmen der Community. 
 

Nutzbarmachung von Nebenströmen für Lebensmittelprodukte

Wie können wir Nebenproduktströme – etwa Biertreber oder Kakaobohnenschalen – sinnvoll verwerten, um Lebensmittelverluste zu reduzieren und Endprodukten einen zusätzlichen Mehrwert zu verleihen?
Diese Frage stand im Zentrum des Cirvalis Round Tables am 29. Januar 2026.
Die Take Home Messages der Teilnehmenden kurz zusammengefasst waren folgende: 

  • Dranbleiben – es lohnt sich. Nebenströme bieten ernährungsphysiologische und ökonomische Vorteile, die es wert sind, die technologischen und regulatorischen Hürden zu überwinden.
  • Netzwerke und Partnerschaften mit anderen Unternehmen unterstützen dabei, Innovationen mit Nebenströmen voranzutreiben, den Business Case zu stärken und die Kommunikationsstrategie zu schärfen.
  • Frühzeitige rechtliche Abklärungen sind entscheidend, insbesondere im Hinblick auf die Einstufung als neuartige Lebensmittel (Novel Food), sowie um Entwicklungsrisiken und Markteintrittsbarrieren zu minimieren.
  • Regionale Zusammenarbeit mit weiteren Herstellern und geteilte Infrastrukturen helfen dabei, die Verfügbarkeit und Logistik zu vereinfachen bei der Nutzung von Nebenströmen.

Untenstehend zusammengefasst die wichtigsten Informationen aus den Präsentationen, sowie die Erkenntnisse und diskutierten Massnahmen der Community.