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Medienlinguistik

Medienlinguistik untersucht den Zusammenhang zwischen Sprachgebrauch und medienvermitteltem öffentlichem Diskurs. Sprachgebrauch betrachten wir dabei als Schnittstelle zwischen kognitiven und sozialen (kultur-, domänen-, institutions- oder organisationsspezifischen) Praktiken der Kommunikation – also als Fenster in die Menschen und ihre Gemeinschaften.

Wir erzeugen und vermitteln Wissen und Methoden zur Analyse und Optimierung von Produkten, Prozessen und Kontexten öffentlicher Kommunikation. So untersuchen wir zum Beispiel, wie Social Media die Kommunikation verändern oder wie Texte, Bilder oder Datenvisualisierungen in Journalismus und Organisationskommunikation zielführend genutzt werden können.

In der Wissenschaft positionieren wir uns über nationale und internationale Forschungsprojekte. In Journalismus und Organisationskommunikation bieten wir forschungsbasierte Aus- und Weiterbildungen sowie Beratungen an: Trainings, Coachings und Organisationsentwicklungsprojekte.

Kurz erklärt: Medienlinguistik mit Fokus Social Media

Portrait von Aleksandra Gnach
«Social Media haben einen Kulturwandel ausgelöst, der sich auf die gesamte öffentliche Kommunikation auswirkt.»

Prof. Dr. Aleksandra Gnach, Professorin für Medienlinguistik
mit Fokus Social Media

In einer vernetzten Gesellschaft wird das Massenmediensystem durch die Social-Media-Kommunikation ergänzt und mit ihr verknüpft. Social Media sind eine Erweiterung des Kontinuums auf der Skala zwischen privater und öffentlicher Kommunikation. Personen oder Organisationen können wählen, an welche Publika sie Nachrichten senden oder mit wem sie interagieren.

In sozialen Netzwerken werden Nachrichten aber nicht nur verbreitet, sondern ergänzt, verändert oder in neue Kontexte gestellt. Neue Kommunikationsmodelle betrachten Publika deshalb nicht als Konsumenten von Nachrichten, sondern als Individuen und Organisationen, die Nachrichten gestalten und austauschen und ihnen in Interaktionen innerhalb von Gemeinschaften Bedeutung zuweisen. In diesen sprachlichen Interaktionen werden neue Bedeutungen konstruiert, durch die Kombination neuer Informationen mit bestehendem, kulturell und regional geformtem Wissen.

Organisationen kommunizieren und interagieren auf Social Media direkt mit ihren Anspruchsgruppen und nehmen Rollen ein, die bisher dem Journalismus vorbehalten waren. Dies ist mit Herausforderungen und mit Verpflichtungen verbunden. Der Arbeits- und Forschungsschwerpunkt Medienlinguistik mit Fokus Social Media erforscht Mechanismen der Social-Media-Kommunikation, ihren Einfluss auf öffentliche Diskurse und die damit verbunden neuen Rollen von Journalismus und Organisationskommunikation.

Kurz erklärt: Medienlinguistik mit Fokus Visuelle Kommunikation

Portrait von Wibke Weber
«Bilder bewegen Kommunikation. Sie initiieren und steuern Kommunikation. Und sie verändern Kommunikation.»

Prof. Dr. Wibke Weber, Professorin für Medienlinguistik
mit Fokus Visuelle Kommunikation

Kreidetafel mit dem Text "Was ist ein Bild?"

Seit den 1990er Jahren spricht die Bildwissenschaft von der Bildwende, dem sog. Iconic Turn. Doch erst mit der Digitalisierung, dem Internet und Social Media zeigt sich, wie sehr unsere Medienkultur visuell geprägt ist: grossformatige Pressefotos, handgezeichnete Illustrationen, interaktive Datenvisualisierungen, Slideshows, Storymaps, Erklärvideos, Instagram-Postings, Youtube-Channels, Videos in 360° und Virtual Reality – das sind nur einige Beispiele für visuelle Artefakte, die unsere öffentliche Kommunikation bestimmen.

Mit welchen Methoden lassen sich diese visuellen Artefakte untersuchen? Wie gestalten sich die Text-Bild-Bezüge? Welche kommunikativen Funktionen haben Bilder? Worin liegt ihre Wirkmächtigkeit? Und: Was ist überhaupt ein Bild? Sind Datenvisualisierungen und Infografiken auch Bilder? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich der Arbeits- und Forschungsschwerpunkt Medienlinguistik mit Fokus auf Visuelle Kommunikation.

Im Zentrum stehen dabei medial vermittelte Artefakte, die aus unterschiedlicher Perspektive und in verschiedenen Kontexten untersucht werden: Journalismus und Organisationskommunikation, Produktion und Rezeption, Narration, Explikation und Argumentation sowie Multimodalität, Genre und Diskurs.

Forschung

Im Forschungs- und Arbeitsbereich Medienlinguistik untersuchen wir medial vermittelte Kommunikation mit den Schwerpunkten visuelle Kommunikation und Social Media. 

Unser Fokus liegt auf öffentlicher Kommunikation, die sich allerdings immer stärker mit privater Kommunikation verschränkt. Ziel unserer Forschung ist es, Wissen und Methoden zu erzeugen, die öffentliche Kommunikation in ihrer Komplexität und mit all ihren Facetten erfassen.

Lehre

Schwerpunkte in der Lehre sind:

  • Medienlinguistik
  • linguistische Ethnografie
  • multimodale Analyse
  • Forschung zu Communities
  • Bildlinguistik und visuelle Kommunikation
  • Multimodalität und Organisationskommunikation

Auf Bachelorstufe (BA) vermitteln wir grundlegende Kenntnisse und Methoden der Medienlinguistik in den folgenden zwei Studiengängen:

Auf der konsekutiven Masterstufe (MA) vermitteln wir Ansätze der Analyse, Gestaltung und Steuerung von Kommunikations- und Textproduktionsprozessen.

Weiterbildung

Die Weiterbildungsangebote des Forschungs- und Arbeitsschwerpunkts Medienlinguistik sind:

Beratung

Unsere forschungsbasierte Beratung greift Probleme der Kommunikations- und Medienpraxis auf und trägt zur nachhaltigen Verbesserung der Kommunikationsskompetenz von Medienredaktionen und Kommunikationsabteilungen bei.

Beratungsangebote sind zum Beispiel:

  • Schreibcoachings
  • Trainings in Visual Storytelling
  • Workshops zum strategischen Einsatz von visueller Kommunikation und Social Media.

Publikationen

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungs- und Arbeitsbereichs Medienlinguistik veröffentlichen ihre Forschungsresultate regelmässig in wissenschaftlichen Publikationen und präsentieren sie an internationalen Konferenzen.

Team