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Bericht: Nationales Kontrollprogramm für bestimmte Kräuter und Gewürze

Die EU führte eine Kampagne zur Kontrolle bestimmter Kräuter und Gewürze durch, um zu überprüfen, ob allfällige Verfälschungen vorliegen. Das BLV koordinierte diese Kontrollen auf Schweizer Ebene in Zusammenarbeit mit den kantonalen Vollzugsbehörden.

Das Thema Kräuter und Gewürze wurde unter anderem aus folgenden Gründen gewählt:

  • Kräuter und Gewürze sind durch die EU unter den Produkten aufgelistet, bei denen das Betrugsrisiko besonders hoch ist.
  • Die Nachfrage nach Gewürzen steigt, und es ist unsicher, ob das Angebot dementsprechend gesteigert werden kann.
  • Die lange und komplexe Lieferkette durchläuft meistens mehrere Länder.
  • Viele Kräuter und Gewürze werden in der kleinen Landwirtschaft in Entwicklungsländern angebaut und durchlaufen viele Stationen im Zwischenhandel.
  • Für die Konsumentinnen und Konsumenten ist eine Beurteilung der Echtheit der Gewürze schwierig bis unmöglich.

All diese Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Betrug und Täuschung, indem den Kräutern und Gewürze Stoffe hinzugefügt werden, die für die Konsumierenden gesundheitliche Risiken aufweisen könnten (Stichwort Allergene). Dies kann wegen der angegebenen Faktoren kaum kontrolliert werden. Die häufigsten Formen von Betrug bei Kräutern und Gewürzen sind:

  • teilweiser Ersatz durch andere pflanzliche Produkte
  • Streckung durch Zugabe von Füllmaterial wie z.B. Stärke, Mehl, Staub, Gips usw.
  • Färbung mit einem nicht zugelassenen Zusatzstoff, z. B. mit synthetischem Farbstoff
  • Falschdeklaration als Bio-Ware.

BLV - Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen

Bericht: Nationales Kontrollprogramm zum Nachweis von betrügerischen Praktiken bei der Vermarktung von Kräutern und Gewürzen (pdf)

 

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