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Bisher geförderte Forschungsprojekte

Die folgenden Forschungsprojekte von Mitarbeitenden sind bereits durch das Sustainable Impact Program (SIP) gefördert worden. Laufend kommen weitere Projekte hinzu.

Gleichzeitig Tee und Strom produzieren

Agrivoltaik (APV) ist eine Methode, um auf demselben Stück Land sowohl Solarstrom als auch landwirtschaftliche Erzeugnisse zu produzieren. Bislang wurden Ökobilanzen zur Bewertung der Umweltverträglichkeit nur auf Grundlage bestehender APV-Anlagen erstellt. In seinem Projekt «Green!Tea» führt Grégoire Meylan eine prospektive Ökobilanz durch, um ökologische Hotspots und Verbesserungspotenziale von APV für die Produktion von grünem Tee in Vietnam zu identifizieren. Grüner Tee ist eine vielversprechende Feldfrucht für APV, da er Beschattung benötigt. APV kann die Qualität des Tees auf wirtschaftlich effiziente Weise steigern und die Lebensbedingungen der Bauernfamilien verbessern.

Klimaduell 2.0

Nachdem das Departement Life Sciences & Facility Management bereits 2021 ein sogenanntes Klimaduell mit einer anderen Hochschule ausgetragen hat, skalieren Linda Burkhalter und David Koch mit ihrem Projektteam das Modell auf die gesamte ZHAW. Der Wettbewerb Klimaduell 2.0 verfolgt das Ziel, Hochschulangehörige spielerisch zu klimafreundlichem Verhalten zu motivieren. Der Pilot des Klimaduells hat gezeigt, dass Gamification ein wirkungsvoller Ansatz ist, Hochschulangehörige zu nachhaltigem Verhalten zu motivieren. Bei der Erstdurchführung wurden zusammen mit dem «Gegner» – der Hochschule Eberswalde – rund 2,3 Tonnen CO2 eingespart. Für das ZHAW-weite Klimaduell erarbeitet das Projektteam entsprechende Challenges und untersucht schliesslich deren Wirksamkeit.

Maschinelle Übersetzungshilfe in der Krise

In ihrem Projekt untersucht Alice Delorme Benites, wie maschinelle Übersetzungsdienste in der Kommunikation mit geflüchteten Menschen eingesetzt werden können. Öffentliche Dienstleistungen für neu angekommene Geflüchtete bereitzustellen, ist eine sprachliche Herausforderung für Mitarbeitende in Verwaltung, NGOs und Bildungswesen. Nicht immer stehen Dolmetscher:innen für alle Sprachen zur Verfügung. Obwohl die maschinelle Übersetzung für europäische Sprachen kostenlos und effizient ist, ist sie für weniger gebräuchliche Sprachen nicht oder nur in geringerer Qualität verfügbar. In Zusammenarbeit mit Muttersprachler:innen untersucht Benites, welche Systeme und Gerätekonfigurationen für die schriftliche (E-Mail) und mündliche Kommunikation in verschiedenen Settings besonders geeignet sind. Die Analyse umfasst Kriterien der Qualität, des Datenschutzes und der Benutzerfreundlichkeit.

Nachhaltige Verpackungen entwickeln

Verpackungen verursachen CO2-Emissionen und Umweltverschmutzung. Nachhaltige Verpackungen sollen dennoch alle Funktionen für das Produkt erfüllen, sicher für Mensch und Umwelt sein, aber auch das Produkt ansprechend verkaufen. Um all diese Anforderungen erfüllen zu können, ist ein interdisziplinärer Ansatz notwendig. Genau diesen verfolgt Selçuk Yildirim mit seinem Projekt, das er zusammen mit Studierenden durchführt. Im Projekt vereint er nachhaltige Verpackungsmaterial- und Prozessentwicklungsaktivitäten seiner Forschungsgruppe Lebensmittelverpackungen mit der Designexpertise der ZHdK und der Kommunikationsexpertise der Gruppe Umweltpsychologie der ZHAW.

Datenbank für proteinreiche Lebensmittel

In ihrem Projekt entwickelt Claudia Müller eine Datenbank, die es Studierenden wie auch Forscher:innen ermöglicht, proteinreiche Lebensmittel hinsichtlich verschiedener Nachhaltigkeitsaspekte zu vergleichen. Dadurch wird leichter ersichtlich, welche Produkte in welchem Umfang zu einer nachhaltigeren Proteinversorgung der Bevölkerung beitragen können. Das Wissen verschiedenster Personen kann in die Datenbank einfliessen und nächsten Generationen von Studierenden und Mitarbeitenden zur Verfügung stehen. Es soll dadurch ein kontinuierlich wachsendes Nachschlagewerk entstehen, das aktuelle Erkenntnisse zum Thema Proteinquellen enthält.

Nudging mittels Beekeeper

Das Projekt von Nadine Klopfenstein zielt darauf ab, Nachhaltigkeit im Arbeitsverhalten der Mitarbeitenden am ZHAW-Departement Angewandte Linguistik zu fördern. Um dies zu erreichen, sollen Kurzinformationen, Tipps und Umfragen über den interaktiven, digitalen Kommunikationskanal Beekeeper vermittelt werden. Mitarbeitende werden so ermutigt, ihr Arbeitsleben nachhaltiger zu gestalten und am Aufbau einer Community mitzuwirken. Das Projekt wird wissenschaftlich evaluiert, um forschungsbasierte Belege dafür zu erhalten, ob dieses digitale Anstubsen zu einem nachhaltigeren Verhalten der Mitarbeitenden führt. Die Evaluation soll zudem neue Erkenntnisse zu einer möglichen Skalierbarkeit für die gesamte ZHAW liefern.

Mobile Inclusion Lab (MobILe)

Im Rahmen der Projektförderung wird das Real-Lab MobILE aufgebaut. Es zielt darauf ab, die experimentelle Entwicklung nachhaltiger Rehabilitations- und Hilfstechnologien für Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen. Das Projektteam unter Leitung von Martina Spiess stellt zum einen ein Toolkit aus Hardware und Software bereit, darunter 3D-Druck, Sensoren, Motoren und Mensch-Computer-Schnittstellen. Zum anderen bietet es Unterricht und technische Unterstützung an. Durch gemeinsame interprofessionelle Forschung und Wissenstransfer mit Forschenden und Studierenden fördert das Projekt eine Kultur der Entwicklung nachhaltiger, inklusiver und menschenzentrierter Lösungen.

Nachhaltigkeitsberichte für KMU ermöglichen

Mit der Entwicklung eines «Swiss Code of Sustainability Reporting» (SCSR) zielte das Institut für Financial Management unter der Leitung von Gabriela Nagel darauf ab, insbesondere für KMU einen konkreten Orientierungsrahmen zu schaffen, um zeitgemässe, aussagekräftige Nachhaltigkeitsberichte zu erstellen. Die Lösung sollte sich an bestehenden internationalen Regelwerken orientieren, welche auf die Schweizer Verhältnisse möglichst einfach heruntergebrochen werden. Die Kriterien der Messbarkeit, Vergleichbarkeit, Auf- und Abwärtskompatibilität sollten dabei eingehalten werden.