Attentional and Restorative Effects of Green Work Environments: A Counterbalanced Within-Subject Experiment Examining Sensory Processing Difference
Menschen unterscheiden sich in ihrer sensorischen Sensitivität, mit potentiellen Folgen für Aufmerksamkeit und Wohlbefinden. In dieser Studie untersuchen wir, ob und wie diese Unterschiede die Wirkung begrünter Arbeitsumgebungen auf Erholung und kognitive Prozesse beeinflussen.
Ergebnis
Ergebnisse
Die wahrgenommene Regeneration unterschied sich signifikant zwischen den Bedingungen (Außen > Innenraumbegrünung > Innenraum ohne Begrünung). Unter Kontrolle des Ausgangsaffekts berichteten die Teilnehmenden im Zwei-Bedingungen-Modell nach Innenraumbegrünung einen höheren positiven Affekt als in der unbegrünten Innenraumbedingung; unter Einbezug der Außenbedingung reduzierte sich dieser Effekt auf Trendniveau.
Die Moderationsanalyse zeigte, dass Personen mit höherer sensorischer Sensitivität vergleichsweise stärker von der Außenumgebung (im Vergleich zu Innenbedingungen) hinsichtlich der Regeneration profitierten; für den positiven Affekt zeigte sich ein ähnlicher Trend. Für Schläfrigkeit ergaben sich keine verlässlichen Effekte.
Die Ergebnisse sind als vorläufig zu betrachten und bedürfen weiterer Replikation; die Auswertung der SART- und Stroop-Daten ist noch nicht abgeschlossen.
Schlussfolgerungen
Passive Innenraumbegrünung erhöhte die wahrgenommene Regeneration und zeigte einen Trend zu höherem positiven Affekt während der Aufgabenbearbeitung. Sensorische Sensitivität moderierte die Regenerationseinschätzungen und verdeutlicht die Bedeutung individueller Unterschiede in der Reaktion auf Umweltmerkmale. Die Befunde verdeutlichen, dass individuelle Unterschiede in der sensorischen Sensitivität eine wichtige Rolle für die Wirkung begrünter Arbeitsumgebungen spielen.
Neben dem unten aufgeführten Projektteam, haben folgende Personen am Projekt mitgewirkt: Luca Rüegger
Beschreibung
Hintergrund
Personen unterscheiden sich in ihrer sensorischen Sensitivität, was ihre Reaktionen auf Umweltreize beeinflussen kann. Der Umweltkontext wirkt sich zudem auf Aufmerksamkeit und Wohlbefinden aus. Während Naturerfahrungen häufig mit regenerativen Effekten nach kognitiver Beanspruchung in Verbindung gebracht werden, sind die Befunde zur Wirkung passiver Innenraumbegrünung während laufender Aufgaben inkonsistent.
Ziele
Ziel der Studie war es zu prüfen, ob passive Begrünung Aufmerksamkeit, Regeneration und Wohlbefinden (positive Emotionen, Schläfrigkeit) beeinflusst und ob diese Effekte durch sensorische Sensitivität moderiert werden.
Methode
In einem randomisierten Crossover-Design innerhalb der Probanden (N = 36) absolvierten die Teilnehmer Aufmerksamkeitsaufgaben (SART, Stroop) und Selbstauskünfte (SPQ, PRS-11, PANAS-POS, KSS) in Innenräumen mit Begrünung, Innenräumen ohne Begrünung und Aussenbereichen. Physikalische Parameter (Lux, dB(A), °C) wurden aufgezeichnet; lineare gemischte Effektmodelle berücksichtigten innerpersönliche Abhängigkeiten.
Eckdaten
Projektleitung
Projektteam
Projektstatus
abgeschlossen, 06/2025 - 12/2025
Institut/Zentrum
Institut für Facility Management (IFM); Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (IUNR)
Drittmittelgeber
Interne Förderung