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Neue Museumswelten

Eine explorative Annäherung an (Nicht-)Besucher-beziehungen zur Aktivierung der Teilhabe diverserer Publikumsgruppen durch neue Angebotsformate

Auf einen Blick

Beschreibung

Projektziel

Ziel des Interreg-V-geförderten Projekts ist die Analyse von drei Dimensionen der Nicht-Publikumsforschung um die Erkenntnisse zur Ableitung von Szenarien und Entwicklungsmaßnahmen für Museen zu nutzen:

  • Ungleichheitsforschung, um zu ermitteln, wie sich die Besuchenden der Museen im Hinblick auf soziodemographische und sozioökonomische Merkmale, aber auch im Hinblick auf Fragen des Lebensstils und der Freizeitgestaltung und ihrer Perspektive auf die Kulturinstitutionen vom Nicht-Publikum unterscheiden,
  • Barrierenforschung um zu ermitteln, ob und ggf. welche Barrieren breitere und diversere Publikumsgruppen davon abhalten, die Kulturangebote wahrzunehmen,
  • Rezeptionsforschung um zu ermitteln, wie die Kulturangebote sowie Kommunikation und Vermittlung auf (bisher) Nicht-Besuchende wirken, welche Erwartungen und Bilder diese mitbringen und wie sie die Angebote bewerten.

Projektbeschreibung

In unserer Gesellschaft erfüllen Museen eine Vielzahl an Aufgaben hinsichtlich der Bildung und Vermittlung von Werten und Identität, aber auch in Bezug auf die Wertschöpfung, die Beschäftigung und den Tourismus. Zugleich stellen die Pandemie sowie sich veränderndes Kulturverhalten und sich verändernde Erwartungen in Bezug auf digitale und hybride Angebote sowie Partizipationsmöglichkeiten Museen vor Herausforderungen, sich und ihr Angebot entsprechend weiterzuentwickeln. Das länderübergreifende Projekt verfolgt daher das Ziel, Kulturangebote in der Zukunft für diversere Bevölkerungsgruppen attraktiv zu machen. Auch aktuell Nicht-Museumsbesuchende sollen dadurch zukünftig noch besser angesprochen werden. Verfolgt wird hierzu ein integrativer Ansatz von Sozialforschung, Kulturmanagementsforschung und designforschenden Methoden.

Das Projekt verfolgt ein Mixed-Methods-Design, bestehend aus

  • Desk Research, d.h. Erarbeitung des State of the Art anhand von Daten und Literatur sowie weiteren öffentlich zugänglichen Informationsquellen.
  • Publikumsbefragungen, um aus der soziodemographischen und sozioökonomischen Zusammensetzung bestehender Publika darauf schließen zu können, wer Museen eher nicht besucht.
  • Befragung der Vorarlberger Gesamtbevölkerung zum Nutzungsverhalten von Kunst- und Kulturangeboten im Land, entsprechenden Motiven und Barrieren, Alternativangeboten, dem Stellenwert von Kunst und Kultur für die Bevölkerung und nicht zuletzt auch dem Bild, das die Bevölkerung von Museen im Allgemeinen und Museen der Zukunft hat,
  • Nicht-Publikums-Studien u.a. in Form von begleiteten Begehungen des Museums, mit Interviews über Erwartungen, Bilder und Vorbehalte vorab des Besuchs, einer teilnehmenden Beobachtung während des Besuchs sowie einem zweiten Interview über Eindrücke, Verständnis und Bewertung im Nachhinein.
  • Erstellung von Entwicklungsszenarien für Museen auf Basis der vorangehenden Modulen und vorliegenden Erkenntnisse.
  • „Future Workshops“ mit Vertreter:innen verschiedener Museen sowie Besucher:innen und Nicht-Besucher:innen zur Diskussion der Szenarien sowie zur Erarbeitung von Ideen zur Gewinnung der Teilhabe diverserer Publikumsgruppen.
  • Erarbeitung einer Toolbox, d.h. einem Set an möglichen Methoden, Interventionen und Entwicklungsmaßnahmen, das auch für weitere Museen und Zielgruppen einsetzbar sein soll.
  • Durchführung eines Workshops mit Vertreter:innen von Museen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zur gemeinsamen Prüfung und Reflexion der bisherigen Ergebnisse und zur Diskussion und Weiterentwicklung der in der Toolbox vorgeschlagenen Maßnahmen und Angebote.