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Nachhaltigkeit? Wen interessiert’s?

NahWi

Auf einen Blick

  • Projektleiter/in : Dr. Anke Kaschlik
  • Co-Projektleiter/in : Dr. Martin Herbers
  • Projektvolumen : EUR 119'000
  • Projektstatus : laufend
  • Drittmittelgeber : EU und andere Internationale Programme (Internationale Bodensee-Hochschule IBH)
  • Projektpartner : Zeppelin Universität
  • Kontaktperson : Anke Kaschlik

Beschreibung

Das Projekt untersucht Kommunikationsstrukturen von Projekten der Nachhaltigen Entwicklung. Mit Blick auf Emotionalität in der Ansprache sollen Vorschläge zur Optimierung der Kommunikation und damit zur Erhöhung der Reichweite der Projekte erarbeitet werden.

Ausgangslage

Lokale und regionale Nachhaltigkeitsprojekte sind auf eine breite Beteiligung der Bevölkerung, auf Akzeptanz und intensive Teilnahme angewiesen. Oftmals zielen diese Projekte notwendigerweise auf Verhaltensveränderungen der Bevölkerung. Um dies möglich zu machen, benötigen die Projekte eine wirksame und zielgruppenspezifische Kommunikation.
Die Kommunikation dieser Projekte unterliegt oftmals dem Problem, dass sie zwar nutzen- und funktionsorientiert ist, die emotionale Komponente dieses transformativen Prozesses in der Kommunikation jedoch vermissen lässt. Dadurch werden Stakeholder in der Bevölkerung nicht angemessen angesprochen und in der Folge nicht in die Projekte involviert. Der Nutzen der Projekte wird nicht akzeptiert oder nicht einmal erkannt.



Ziele und Fragestellungen


Ziel des Projekts sind Erkenntnisse für eine umfassendere Beteiligung der Bevölkerung an Projekten und Prozessen der nachhaltigen Entwicklung in der Bodenseeregion. Dafür werden zunächst Aussagen zur Reichweite von Projekten der nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung generiert. Im Fokus stehen weniger die formulierten Ziele der untersuchten Projekte und Prozesse, sondern ihre Umsetzung und die Möglichkeiten der Partizipation beziehungsweise die tatsächlich erfolgte Partizipation.
Es geht um die Reichweite in folgenden Dimensionen:

  • Kommunikation: Wer wird wie angesprochen und erreicht? Welche Medien und Kommunikationsstrategien werden genutzt? Welchen Einfluss hat die Selbstverständlichkeit des Einbezugs der Bevölkerung auf die Reichweite?
  • Sozial und sozialräumlich: Wie weit reicht die Bekanntheit und Mitarbeit innerhalb der an-gesprochenen Region? Bilden sich unterschiedliche partizipative Ansätze und Erfolge unter dem Einfluss der unterschiedlichen politischen Kulturen heraus?
  • Wirtschaftlich und ökologisch: Wer kann durch das Projekt Gewinne erzielen? Welche Einschränkungen werden eventuell von wem verlangt
  • Verstetigung: Welche Massnahmen der Verstetigung sind vorgesehen? Mit welchem Erfolg?


Methodik

Vor dem Hintergrund der Theorie der Politischen Emotionen (Martha Nussbaum) prüft das beantragte Projekt die Kommunikationsstrukturen, -instrumente und -erfolge der Nachhaltigkeitsprojekte auf ihre 'soziale Nachhaltigkeit' durch Inhaltsanalysen bestehender Projektkommunikationen. Entsprechend einem transformativen Wissenschaftsverständnis, erfolgen diese Analysen in enger Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen den beiden Hochschulen und den Beteiligten in Nachhaltigkeitsprojekten und -prozessen in Städten unterschiedlicher Grösse im Bodenseeraum. Aus der vergleichenden Analyse von Prozessen und Projekten vor dem Hintergrund der unterschiedlichen politischen Systeme in Deutschland und der Schweiz sollen Aussagen zur Übertragbarkeit gefundener Ansätze generiert werden.