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Deutung von Wirkung in Organisationen des Sozialwesens

Entwicklung einer handlungsfeldübergreifenden Systematik für das Sozialmanagement in der Schweiz

Auf einen Blick

Beschreibung

Das Wichtigste in Kürze: Im Forschungsprojekt werden in vier ausgewählten Handlungsfeldern des Sozialwesens Deutungsrahmen von Wirkung hinsichtlich Begriffsinhalten, Instrumenten und organisationalem Mehrwert rekonstruiert. Auf dieser Basis werden paradigmatische Wirkungsmodelle für die Handlungsfelder identifiziert und es wird ein «Deutungsraum» erarbeitet, innerhalb dessen sich die Deutungsrahmen von Wirkung im Schweizerischen Sozialwesen bewegen.


Zusammenfassung: Von Organisationen des Sozialwesens wird zunehmend die Orientierung an Wirkung eingefordert. Dabei ist oft nicht klar, wie sie Wirkung verstehen sollen und wie sie diese dokumentieren und allenfalls messen können. Wie Wirkung wahrgenommen und gedeutet wird und welche Unterschiede zwischen Deutungsrahmen bestehen, steht im Zentrum des Projekts. Als Resultat entsteht ein empirisch gesättigter und praktisch nutzbarer Gegenentwurf zu der Lesart, dass Wirkungen sozialer Interventionen kontextunabhängig nach ausschliesslich rationalen Kriterien operationalisiert, gemessen und verglichen werden können. Stattdessen wird neben der Identifizierung von Gemeinsamkeiten vor allem die Vielfalt der Deutungen von Wirkung im Sozialwesen zugänglich gemacht. Im Ergebnis entsteht eine Systematik, die widerspiegelt, wie Wirkung im Sozialwesen verstanden wird. Sie zeigt auf, welche Deutungsrahmen von Wirkung vorfindlich sind, wie sich diese aufeinander beziehen, welche Faktoren förderlich bzw. hinderlich im Sinne einer Wirkungsorientierung sind und welche Schlüsse Organisationen bezüglich eigener Wirkungsanalysen ziehen können. Durch die Auswahl der Handlungsfelder ist eine angemessene Tiefe und Breite gewährleistet. Das partizipative und kollaborative Vorgehen im Projekt sowie seine Ergebnisse vervollständigen den modellbasierten, an naturwissenschaftlicher Gesetzmässigkeit orientierten Zugang, wie er den Fachdiskurs prägt. Über den wissenschaftlichen Mehrwert hinaus entsteht somit eine Orientierungshilfe für die Fachdebatte und für das Sozialmanagement im Feld.

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