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Aktualisierte Bestandesaufnahme und Entwicklungen dschihadistischer Radikalisierung in der Schweiz

Aufdatierung einer explorativen Studie zu Prävention und Intervention

Auf einen Blick

Beschreibung

Ausgehend von der Studie «Hintergründe dschihadistischer Radikalisierung in der Schweiz» unter der Leitung von Eser Davolio aus dem Jahr 2015 wurden im Rahmen einer Folgestudie der Forschungsstand und die aktuelle Datenlage mit einem erweiterten Sample von dschihadistisch motivierten Personen analysiert.


Das Erstarken von dschihadistischen Gruppierungen, die im Nahen und Mittleren Osten operieren, hat seit 2013 eine nie da gewesene dschihadistische Radikalisierungswelle ausgelöst. Davon betroffen sind auch Europa und die Schweiz. Dies lässt sich unter anderem an der Anzahl Personen feststellen, die seither aus europäischen Staaten in Konfliktregionen ausgereist sind, um sich dort dschihadistischen Gruppierungen anzuschliessen oder die sich – im Namen dieser Gruppierungen – in ihrem Heimat- oder Gastland an terroristischen Aktivitäten beteiligt haben. Seit Mitte 2016 sind keine Dschihadreisen mehr zu verzeichnen, trotzdem stellen sich weitere Fragen für die Prävention und Intervention sowie insbesondere auch im Strafvollzug.


Der zentrale Fokus der explorativen Studie richtete sich auf die Fragen nach neuen Erkenntnissen zu Radikalisierungsprozessen in der Schweiz. Ausgehend von den daraus gewonnenen Erkenntnissen wurden Empfehlungen für Prävention und Intervention abgeleitet. Dabei standen folgende Forschungsfragen im Vordergrund:

a) Welche individuellen, psychosozialen, soziodemografischen und gruppenspezifischen Hintergründe weisen Jugendliche und Erwachsene auf, die als dschihadistisch radikalisiert eingestuft werden?

b) Welche präventiven und risikofördernden Faktoren und Kontextbedingungen gilt es im Justizvollzug bezüglich dschihadistischer Radikalisierung zu beachten?

c) Welche Strategien für Prävention und Intervention haben sich für die Fachstellen Extremismus und Brückenbauer als geeignet erwiesen?

Methode

Zur Beantwortung der aufgeworfenen Fragen wurden im Rahmen der explorativen Studie verschiedene Zugänge gewählt:  
1. Eine quantitative Analyse der vom Nachrichtendienst des Bundes (NDB) zur Verfügung gestellten Daten zu den Hintergründen dschihadistischer Radikalisierung  
2. Leitfadengestützte Interviews im Justizvollzug sowie Experteninterviews zu den spezifischen Herausforderungen und Herangehensweisen.
3. Leitfadengestützte Interviews zur Bestimmung von Präventions- und Interventionsmöglichkeiten mit Fachstellenleitenden (Fachstellen Extremismus und Brückenbauer)

Weiterführende Informationen

Open Data und Downloads

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