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Bedarfserhebung für ein Assessment zur Hilfsmittelversorgung bei Personen mit Rheuma

Befragung von Schweizer Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten

Auf einen Blick

  • Projektleiter/in : Prof. Dr. Heidrun Karin Becker
  • Projektteam : Ursula Meidert
  • Projektstatus : abgeschlossen
  • Drittmittelgeber : Stiftung (Ergo-Stiftung)
  • Projektpartner : Rheumastiftung Zürich

Beschreibung

Zusammenfassung

Hintergrund

Patientinnen und Patienten mit rheumatischen Erkrankungen sind oft auf Hilfsmittel angewie-sen, die zum Schutz der Gelenke eine schonende Bewegung ermöglichen und die es ihnen bei bereits bestehenden Einschränkungen ermöglichen, Alltagshandlungen auszuführen. Solche Alltagshilfen sind meinst kleinere Geräte zur Körperpflege, Kochen, Essen, für den Haushalt oder Hilfen für Büroarbeiten. In der Schweiz beruht die Hilfsmittelversorgung bislang weitge-hend auf Erfahrungswerten der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten. Der Prozess orien-tiert sich meist nicht an wissenschaftlichen Erkenntnissen und theoretisch begründeten Mo-dellen. Es fehlt ein Assessment für den spezifisch schweizerischen Kontext, welches den An-forderungen der Wissenschaftlichkeit entspricht und Therapeutinnen und Therapeuten bei der Abgabe von Hilfsmitteln unterstützt.

Zielsetzung

Der Bedarf bei Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten in der Deutschschweiz nach einem Assessment für die Abgabe von Hilfsmitteln bei Patientinnen und Patienten mir rheumatischen Erkrankungen soll erhoben werden. Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten die Hilfsmittelversorgungen durchführen sollen dazu befragt werden, welchen konkreten Bedarf sie nach einem solchen Assessment haben, welche spezifischen Anforderungen sie an ein sol-ches stellen und welche Bedingungen bei der Entwicklung eines geeigneten Instrumentes für Klientinnen und Klienten mit rheumatischen Erkrankungen berücksichtigt werden müssen.

Methodisches Vorgehen

Es wurden rund 374 Personen, welche in der Datenbank des Ergotherapeutinnen Verbands unter dem Bereich „Rheuma“ verzeichnet sind oder schon einmal in der Vergangenheit Hilfs-mittel bei der Rheumaliga bestellt hatten, wurden angeschrieben und gebean der Befragung-ten, teil zu nehmen. 169 Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten nahmen an der Online-Befragung teil. Dieser umfasste 42 Fragen und erforderte ca. 15 Minuten zum Ausfüllen.

Ergebnisse

Das Echo bei den angeschriebenen Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten war sehr positiv, die Rücklaufquote mit 48% sehr zufriedenstellend. Der Grossteil der Befragten gab an, dass aus ihrer Sicht ein Bedarf für ein solches Assessment besteht. Dieses sollte den spezifisch schweizerischen Kontext berücksichtigen, anhand einer Checkliste oder eines Interviews aus-geführt werden und Teil eines Modells des Hilfsmittelversorgungsprozesses sein. Zudem sollte das Assessment einen Überblick über die relevanten Hilfsmittel verschaffen. Nach Möglichkeit sollte das Assessment auch in anderen Bereichen der Ergotherapie Anwendung finden, insbe-sondere in der Orthopädie/Chirurgie und in der Neurologie. Der Grossteil der befragten Per-sonen sind bereit einen gewissen Schulungsaufwand in Kauf zu nehmen, dieser sollte einen Tag jedoch nicht überschreiten. Zudem sollte das Instrument in der Anschaffung günstig sein.