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Beitrag der Hofdüngerausbringung zu den Ammoniakimmissionen in ländlichen Gebieten der Schweiz

Im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt BAFU

Auf einen Blick

Beschreibung

An fünf Standorten des NABEL-Messnetzes wird seit 2006 Ammoniak (NH3) mit der photoakustischen Messmethode kontinuierlich gemessen. Erste Auswertungen zeigten immer wieder Spitzenbelastungen, von welchen vermutet wurde, dass sie durch örtlich nahe gelegene Ereignisse wie z.B. Düngeaktivitäten der Landwirte oder Abluftfahnen von Ställen und Güllelagern verursacht worden waren.


Ziel dieser Arbeit war zu untersuchen, ob aus dem Verlauf der NH3-Konzentrationen auf die Art der Emissionsquelle geschlossen werden kann. Insbesondere interessierte, welche beobachteten Peaks der Ausbringung von Gülle und Mist auf Feldern und welche den Abluftfahnen stationärer Quellen zugeordnet werden können. In einem zweiten Schritt sollte für die betrachteten Standorte der Anteil der Immissionen abgeschätzt werden, welche durch die lokale Ausbringung von Gülle und Mist verursacht wurde.


Da die Informationen zu den Düngeaktivitäten an den verschiedenen Orten zu lückenhaft waren, konnte keine konventionelle statistische Analyse in Form einer Random-Forest-Analyse oder einer logistischen Regression durchgeführt werden. Durch Vergleich der Immissionsmessungen mit den Protokollen zur Ausbringung des Hofdüngers konnten jedoch unter Zuhilfenahme von lufthygienischen und statistischen Argumenten und mittels Vergleich mit Literaturangaben typische Immissionsverläufe konstruiert werden, welche nach Ausbringung von Hofdünger in der näheren Umgebung zu erwarten sind. Analoge Überlegungen wurden auch zu den Immissionsverläufen gemacht, welche durch emittierende stationäre Quellen beeinflusst werden. Mittels regulären Ausdrücken (regular expressions) wurden diese Muster anschliessend in den vorhandenen Immissionsdaten gesucht und die gefundenen Ereignisse mit den protokollierten verglichen.