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Persönlichkeitsentwicklung – Lehren und Lernen nah am Menschen

Tagung 2018: Digital menschlich. Vom Beziehungsaufbau in der Bildung trotz und dank technischer Kommunikationsmittel

Als Fortsetzung der Tagung von 2017 haben wir uns in diesem Jahr mit dem Thema «Dialog und Beratung mit digitalen Medien / technologiegestütztes Lernen und Lehren» befasst. Wie verändern digitale Medien das Miteinander an der Hochschule, wie ändern sich Kommunikation und Beziehungen – unter Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden. Wie können wir digitale Medien nutzen, um Dialog und Beratung zu verbessern? Nach ein paar Gedanken des Rektors Jean-Marc Piveteau zu diesen Fragen übernahm Christoph Steinebach und führte als Gastgeber durch den Tag.

Miriam Hansen, Interdisziplinäres Kolleg Hochschuldidaktik IKH an der Goethe-Universität Frankfurt referierte zum Einfluss von netzbasierter Kommunikation auf die Beziehung von Lehrenden und Lernenden an Hochschule. Toni Ritz, Direktor der Fachstelle für ICT und Bildung der Kantone und des Bundes (educa.ch) sah die Digitalisierung zugleich als Chance und Herausforderung für Hochschulen. Hansjörg Künzli, Dozent am ZHAW-Departement Angewandte Psychologie zeigte am Ende des Vomittages auf, wie Online-Interventionen die Aus-und Weiterbildungen verändert und wagte zudem einen Ausblick in die Zukunft.
Diskussionsforen und Workshops am Nachmittag boten Raum für die persönliche Auseinandersetzung mit den vielseitigen Aspekten und Fragen zum Thema.

Referate Tagung 2018

Impressionen 2018

 

Tagung 2017: Lehren und Lernen nah am Menschen- oder sind wir schon digital?

Dienstag, 9. Mai 2017, 8.45–16.30 Uhr
Veranstaltungsort: Departement Gesundheit, Technikumstrasse 71, Winterthur

Die Digitalisierung hat Einfluss auf unser Leben und unsere Lehr- und Lernbeziehungen. Doch inwieweit sind wir bereit, uns selber zu Gunsten dieses gesellschaftlichen Umbruchs zu verändern? Diese Frage stellte ZHAW-Rektor Jean-Marc Piveteau im Rahmen des Auftakts der Persönlichkeitstagung 2017 zum Thema „Lehren und Lernen nah am Menschen – oder sind wir schon digital?“. Mit den verschiedenen Aspekten dieser Thematik setzten sich auch die Referentinnen und Referenten sowie die Teilnehmenden der diesjährigen Tagung auseinander.

Als Gastgeber führte Christoph Steinebach, Direktor des Departements Angewandte Psychologie, versiert und humorvoll durch das Tagungsprogramm. In seiner Begrüssungsrede machte er darauf aufmerksam, dass wir unser Handy schon fast als Organ empfinden und dementsprechend leiden, wenn das Gerät zu Hause bleibt.

Als erster Referent zeigte Psychologe Malte Persike von der Gutenberg Universität in Mainz anhand einer Studie, dass Lernende eine curriculare Verpflichtung brauchen, um den Schritt ins Online-Learning zu wagen. Gleichzeitig sind sie auf eine intensivere Kommunikation mit ihren Dozierenden angewiesen. Sarah Genner, Medienpsychologin am Departement Angewandte Psychologie, referierte über flexible Arbeitsmodelle mit Ablenkungsrisiken, Frustrationstoleranzen und darüber, wie der Umgang mit Maschinen den Umgang mit Menschen beeinflusst. Bildungsdesigner Christoph Schmitt sammelte Digitalisierungs-Metaphern, erklärte, wie Menschen sinnvoll mit der Flut an frei verfügbarem und ungefiltertem Wissen umgehen und was nomadisches Lernen ist. Christian Rapp vom Zentrum für innovative Didaktik an der School of Management and Law stellte das Projekt «Seamless Learning» vor und erklärte, inwiefern diese Form des Grenz- und kontextüberschreitenden Lehren und Lernen Menschen näher zusammen und nicht auseinander bringt.

In zehn Diskussionsforen – den analogen Chats, wie sie auch genannt wurden – hatten die rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Chance, sich auszutauschen und neue Ideen und Denkanstösse rund um die Digitalisierung zu sammeln. Dies unter der wachsamen Beobachtung acht versierter Illustratorinnen und Illustratoren, welche das Gesehene und Gehörte zeichnerisch festhielten. Der iPad-Zauberer Ricky Sieber bewies zudem während zweier Einlagen, dass die Digitalisierung auch vor Magie nicht Halt macht und begeisterte das Publikum mit beeindruckenden Nummern am iPad.