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Literaturstudie Auswirkungen von Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf Biodiversität

Auf einen Blick

Beschreibung

Mit der Energiestrategie 2050 hat die Schweiz den Atomausstieg, die Steigerung der Energieeffizienz sowie den Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion beschlossen. Die einheimische erneuerbare Energieproduktion soll gestärkt und die Abhängigkeit von importierten Energien reduziert werden. Dadurch wird der Strombedarf in der Schweiz aufgrund heutiger Schätzungen bis im Jahr 2050 um die Hälfte ansteigen. Insgesamt wird von einem zusätzlichen Bedarf an 45-50 TWh Strom bis zum Jahr 2050 ausgegangen, der mit dem Ausbau erneuerbarer Energieträger zu decken ist.
Gegenwärtig wird in der Schweiz vor allem der Sonnenenergie hohes Potential zugeschrieben. Die Energieproduktion mit Photovoltaikanlagen (PVA) erfordert unter allen Technologien den geringsten Finanzbedarf, kann auf bestehenden Flächen einfach sowie rasch realisiert werden und weist eine hohe Akzeptanz auf. Die PV-Potentiale in der Schweiz wurden in verschiedenen Studien analysiert und verglichen. Auf Dachflächen von Gebäuden in der Schweiz besteht ein Potential von mind. 25 TWh pro Jahr, auf anderen Infrastrukturen ein Potential von ca. 10 TWh pro Jahr. Diese Zahl legt dar, dass die bestehenden Infrastrukturen nicht ausreichen, um den Strombedarf der Dekarbonisierung und für den Ersatz der Atomkraftwerke im Jahr 2050 zu decken. PV-Anlagen auf Freiflächen wie auch greifende Suffizienz- und Effizienz-Massnahmen zur Senkung des Strombedarfs werden daher notwendig.
In einer länderübergreifenden Literaturstudie wird untersucht, welche Auswirkungen Freiflächen-PVA direkt und indirekt auf die Biodiversität haben bzw. haben könnten. Bestehende Wissenslücken werden in Form einer Synthese definiert und der Forschungsbedarf priorisiert.