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ODYSSEE MURE II

Daten zur Energieeffizienz übersichtlich darstellen

Auf einen Blick

Beschreibung

Im Rahmen des Klimaabkommens von Paris hat die EU 2015 eine Energiestrategie ausgearbeitet. Sämtliche Mitgliedstaaten müssen alle zwei Jahre Rechenschaft ablegen über ihre bereits umgesetzten und geplanten Massnahmen sowie ab 2023 auch über die erreichten Fortschritte. Neben der Förderung erneuerbarer Energien und der Reduktion fossiler Energieträger spielt dabei auch die Energieeffizienz eine wichtige Rolle. 2018 hat die EU die Zielwerte für Einsparungen bis 2030 sogar noch einmal erhöht: War ursprünglich eine Verbrauchsreduktion um 27 Prozent geplant, so werden unterdessen 32,5 Prozent angestrebt.

Das Horizon 2020 Projekt ODYSEE-MURE soll EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen, Serbien und die Schweiz dabei unterstützen, Massnahmen zur Energieeffizienz umzusetzen. Dabei soll ihnen eine einheitliche, übersichtliche Darstellung der Energiedaten- und Strategien helfen, die auch den Vergleich unter den beteiligten Staaten erlauben. Unter der Koordination der französischen Agence de la transition évologique (ADEME) arbeiten 36 Partner-Institutionen aus 31 Ländern an einem Portal, das es auch Nicht-Experten ermöglichen soll, Informationen schnell zu finden. Ein Teil davon ist die Datenbank ODYSEE. Sie enthält Indikatoren zum Energieverbrauch und zur Energieeffizienz in den verschiedenen Sektoren - also etwa im Verkehr, der Industrie oder im Gebäudebereich. In der Datenbank MURE dagegen werden politische Strategien und Instrumente beschrieben.

In der Schweiz sind zwei Hochschulen am Projekt beteiligt. Während sich die Universität Genf dem Teilprojekt ODYSEE widmet, trägt die ZHAW School of Management and Law die Inhalte für MURE zusammen. Zu den beschriebenen Massnahmen gehören etwa die CO2-Abgabe, die kantonalen Gebäudeprogramme oder die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA).

Projektstart war Anfang 2016. Bis Mitte 2018 wurden in einer ersten Phase bereits umfangreiche Daten zusammengetragen und energiepolitische Massnahmen erfasst. In der zweiten Phase, die bis Ende 2021 dauert, werden die Informationen erweitert und aktualisiert. Ob das Programm später weitergeführt wird und ob sich die Schweiz längerfristig beteiligen kann, ist noch unklar.

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