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Wie sieht der ideale Arbeitsplatz aus?

An der Konferenz «Transdisciplinary Workplace Research» diskutierten Fachleute aus verschiedenen fachlichen Perspektiven die sozialen, psychischen, technologischen und betriebswirtschaftlichen Aspekte von Arbeitsumgebungen. Neue Erkenntnisse wurden präsentiert, bestehende Herausforderungen angesprochen und diskutiert.

Die Konferenz «Transdisciplinary Workplace Research» (TWR), eine Initiative des gleichnamigen Netzwerks, fand vom 2. bis 5. September 2026 in Zürich statt. Organisiert wurde die fünfte Ausgabe von der Kompetenzgruppe Workplace Management des ZHAW-Instituts für Facility Management. Über 170 Forschende und Fachleute aus mehr als 20 Ländern kamen zusammen, um aktuelle Fragen rund um Arbeitsumgebungen zu diskutieren.

«Dritte Orte» als Arbeitsumgebung

Nach den Pre-Conference-Workshops am Mittwoch wurde das offizielle Konferenzprogramm am Donnerstag, 3. September, mit zwei Keynotes eröffnet. Tim Reusch, Head of Workspace Innovation bei Vitra, plädierte in seinem Vortrag für einen Beta-Mindset bei der Gestaltung von Arbeitsumgebungen: «Es muss noch nicht alles perfekt sein, denn das Unfertige ermöglicht Kreativität und Lernen bei den Nutzenden.» Darüber hinaus thematisierte er die wachsende Bedeutung von «dritten Orten» als ergänzende Arbeitsumgebungen neben Büro und Homeoffice.

Key Kawamura, Co-founding Partner und CEO von Studio Banana, zeigte in seiner Keynote auf, dass viele heutige Bürokonzepte nach wie vor von den Grundannahmen des Taylorismus geprägt sind. Obwohl dieses Organisationsprinzip vor rund 150 Jahren für die industrielle Produktion entwickelt wurde, beeinflusst es die Gestaltung von Arbeitswelten bis heute. Deshalb plädierte Kawamura für ein radikales Umdenken: «Wir müssten von null auf neu denken.» Anhand von fünf Zukunftsszenarien wie beispielsweise der «Upskilling Hut» oder dem «Recharging Nest» skizzierte er mögliche Alternativen und überliess deren Ausgestaltung bewusst der Vorstellungskraft des Publikums.

Sessions zu Design, Zusammenarbeit, besondere Bedürfnisse und viel mehr

Die 18 Sessions der Konferenz spiegelten die Vielfalt der transdisziplinären Workplace-Forschung wider. Im Fokus standen hybride Arbeitsformen, flexible Bürokonzepte, Nachhaltigkeit, Digitalisierung sowie Fragen der Inklusion. Mehrere Beiträge zeigten, dass erfolgreiche Arbeitsumgebungen nicht allein von ihrer physischen Gestaltung abhängen, sondern ebenso von organisatorischen Rahmenbedingungen, individuellen Bedürfnissen und der Möglichkeit, Arbeitsorte flexibel zu nutzen. Besonders präsent war die Frage, wie Arbeitsumgebungen gestaltet werden können, um hybride Zusammenarbeit, Wissensaustausch und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden bestmöglich zu unterstützen. Dabei wurde deutlich, dass die Qualität der Arbeitserfahrung zunehmend wichtiger wird als die reine Präsenz im Büro. Gleichzeitig wurde diskutiert, wie neue Technologien wie Virtual Reality, digitale Zwillinge oder KI-gestützte Systeme dazu beitragen können, Arbeitsumgebungen künftig stärker an die Bedürfnisse ihrer Nutzenden anzupassen.

Die TWR 2026 machte deutlich, dass zukunftsfähige Arbeitsumgebungen grosse Potenziale bieten. Zugleich bleibt es Aufgabe der Forschung, die Wirkungszusammenhänge besser zu verstehen und evidenzbasierte Grundlagen für die Praxis zu schaffen.

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