Pilotkanton Graubünden
Das Teilprojekt 5 (WP5) hat zum Ziel, den Kanton Graubünden, der einen Grossteil der ökologischen und sozialen Vielfalt der Schweiz widerspiegelt, als Pilotkanton zu nutzen, um die Konzeption, Umsetzung, Weitergabe und den Wissensaustausch zwischen den Verantwortlichen des Projekts VegCHange und den kantonalen Interessengruppen zu testen und so eine für beide Seiten vorteilhafte Situation zu schaffen. Seit November 2025 sind Marylaure de La Harpe und Matteo Gentilini für das Teilprojekt aktiv.
Eine der Hauptaufgaben des Teilprojektes 5 (WP5) ist die Bildung von kantonalen Akteursgruppen (T 5.1). Ihre Bedürfnisse und Prioritäten im Hinblick auf die Naturwerten und dessen fachlich kompetente Förderung werden ermittelt und es werden gemeinsam sowohl Lösungsansätze erarbeitet sowie auch praxisorientierte Produkte entwickelt (T 5.2). Im Zentrum von WP5 steht der Dialog auf Augenhöhe zwischen Akteuren aus der Praxis und Forschenden zum Thema Veränderungen der einheimischen Flora und Vegetation (siehe dazu die Erklärung (PDF 80 kB).
Es ist festzustellen, dass sich die Flora und die natürlichen Lebensräume unter dem Einfluss menschlicher Aktivitäten und einer überdurchschnittlich schnellen Erwärmung in den Bergregionen auf eine noch nicht genau bekannte Art und Weise verändern. Betroffen in Graubünden sind beispielsweise Wiesen und Äcker, Wälder und Waldränder, alpine Rasen und wasserverbundene Vegetationstypen (Uferbereiche, Auen, Moore). Dadurch könnten sich die Werte des Naturschutzes stark wandeln, ebenso wie die prozessabhängigen Bereiche, zu denen die Produktionssysteme, die Raumplanung und die Wirtschaft im Grossen und Ganzen gehören.
Mit dem Projekt VegCHange bieten die Wissenschaftler den Stakeholdern aus der Praxis die Möglichkeit, diese Veränderungen der Vegetation und der einheimischen Flora gemeinsam mit „State-of-the-Art”-Analysemethoden praxisnah anzugehen, die Prozesse besser zu verstehen und Trends sowie Defizite klar und umsetzbar darzustellen (T 5.3). Diese Ergebnisse könnten für die im Kanton relevante Prozesse und Projekte wie die SBS-GR, die Wald-Biodiversitätsstrategie, die Ökologische Infrastruktur oder die Ersatzmassnahmen im Baubereich von Nutzen werden.
Eine enge Zusammenarbeit mit dem Konsortium von Flora Raetica (T 5.4) läuft es bereits. Weitere Stakeholdergruppen werden gebildet, wie etwa mit den vom Thema betroffenen Behörden und Bündner Pärke.
Spread the word & herzlich willkommen! Jeder kantonale Akteur im Besitz von Flora und Vegetationsdaten, wie die Gemeinden oder Akteuren des privaten Sektors, wie dem Baubereich oder Energiebranche, werden im Projekt herzlich willkommen geheissen! – jede-r Interessierte darf sich unverbindlich direkt bei den WP5-Leitenden melden (Kontakte, siehe Unterseite «Projektteam».