BLV: Entwurf zur freiwilligen Selbstregulierung im Bereich der Kinderwerbung
Die an junge Kinder gerichtete Werbung für zu süsse, salzige, fettige und kalorienreiche Lebensmittel und Getränkte soll reduziert werden. Dazu hat das BLV der Lebensmittelindustrie einen konkreten Vorschlag vorgelegt. Dies vor dem Hintergrund, dass in der Schweiz eines von fünf Kindern übergewichtig oder fettleibig ist und Kinder von Lebensmittelwerbung gezielt angesprochen werden.
Ende 2025 fanden erste Gespräche zwischen dem BLV und Vertreterinnen und Vertretern der Lebensmittel- und Werbebranche über eine freiwillige Reduktion der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung statt. Nun hat das BLV der Branche einen konkreten Vorschlag für eine Selbstregulierung vorgelegt. Das Ziel ist eine Reduktion der Werbung für zu süsse, salzige, fettige und energiereiche Lebensmittel und Getränke, die sich an Kinder unter 13 Jahren richtet. Die Bedingungen: Die Selbstregulierung muss über die gesamte Branche erfolgen und alle relevanten On- und Offline-Werbekanäle abdecken, über die Kinder unter 13 Jahren zahlreich und gezielt erreicht werden. Dazu gehören zum Beispiel Fernsehen, Internet, Social Media, Online Games oder Plakate in der Nähe von Schulen. Die Werbereduktion muss wissenschaftlich fundiert anhand des Nährwertprofils der Weltgesundheitsorganisation (WHO/Europa) erfolgen. Schliesslich soll die Selbstregulierung durch den Bund kontrolliert werden.
Die Akteure der Lebensmittel- und Werbebranche haben bis Mitte Juli 2026 Zeit, um ihre Teilnahme an der Selbstregulierung zu bestätigen und sich zu den geforderten Kriterien zu bekennen.
BLV – Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, Marketing und Werbung