BfR: Nutzen und Risiken von Mikronährstoffsupplementen im Alter (FAQ)
Gesunde ältere Menschen können ihren Nährstoffbedarf mit einer ausgewogene Ernährung decken, Nahrungsergänzungsmitteln sind meist nicht erforderlich.
Der Alterungsprozess des Menschen läuft individuell sehr unterschiedlich. Er geht mit Veränderungen in den Organfunktionen einher und wird durch Ernährungs-, Lebensstil- und Umweltfaktoren mitbestimmt. Entsprechend unterscheiden sich ältere Menschen zum Teil deutlich hinsichtlich ihres Ernährungs- und Gesundheitszustands und ihres Nährstoffbedarfs, aber auch in ihrer Nährstoffversorgung.
Dabei spielen Mikronährstoffe, also Vitamine und Mineralstoffe, eine wichtige Rolle. Sie sind im menschlichen Organismus an zahlreichen lebenswichtigen Prozessen beteiligt und tragen zur Erhaltung von Gesundheit und Körperfunktionen bei. Grundsätzlich gilt: Gesunde ältere Menschen können genau wie Jüngere ihren Nährstoffbedarf durch eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung decken. Bestimmte gesundheitliche Einschränkungen, Erkrankungen oder Lebenssituationen können jedoch zu einer unzureichenden oder auch zu einer übermässigen Versorgung mit (einzelnen) Mikronährstoffen führen. Deshalb kann z. B. eine unbedachte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln das Risiko für unerwünschte Effekte auf die Gesundheit erhöhen.
Die nachfolgenden FAQ erläutern, welche Faktoren die Mikronährstoffversorgung im höheren Lebensalter beeinflussen können, welche Personengruppen ein erhöhtes Risiko für Nährstoffdefizite oder eine Überversorgung haben und wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein kann.