BfR: Mikrokosmos Küchenschwamm: Verunreinigung mit Bakterien sieht, riecht und fühlt man nicht immer
In herkömmlichen Küchenschwämmen («Topfreinigern») tummeln sich nicht nur zahlreiche Arten von «Allerweltskeimen», sondern es können auch krankmachende Bakterien wie Salmonellen oder E. coli nachgewiesen werden. Sie können sich in den Schwämmen ansiedeln, vermehren und von dort auch auf andere Oberflächen in der Küche übertragen werden, wie eine neue, am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) durchgeführte Untersuchung zeigt.
Bemerkenswert ist, dass man den Schwämmen eine Besiedelung mit Keimen nicht anmerkte: Sie zeigten keine auffälligen Veränderungen hinsichtlich des Geruchs, sahen nicht sichtbar verschmutzt oder schmierig aus.
Umso wichtiger ist es, die Schwämme in regelmässigen Abständen zu wechseln, um Infektionen im Haushalt zu vermeiden, betonen die Forschenden. «Nicht wenige Lebensmittelinfektionen haben ihren Ursprung im Privathaushalt und nicht immer sind sie mit ein, zwei Tagen Unwohlsein überstanden», sagt BfR-Präsident Andreas Hensel. «Insbesondere empfindlichen Personengruppen wie älteren oder kranken Menschen, aber auch kleinen Kindern können solche Infektionen durchaus gefährlich werden.» Die Studie ist im Fachmagazin «Journal of Food Protection» veröffentlicht.
BfR – Bundesinstitut für Risikobewertung (D)