BfR: Cadmium in Lebensmitteln – Was ist über die Aufnahme und gesundheitliche Risiken bekannt?
Cadmium ist ein Bestandteil der Erdkruste. Natürlicherweise oder durch menschliche Aktivität kann es in die Umwelt freigesetzt werden und gelangt dann in Pflanzen und Tiere und somit auch in unsere Nahrungskette. Für die nichtrauchende Bevölkerung stellen Lebensmittel die Hauptquelle der Cadmiumaufnahme dar. Bei Raucherinnen und Rauchern kommt es zusätzlich zu einer Cadmiumaufnahme durch die Inhalation des Tabakrauchs.
Die Exposition gegenüber Cadmium wird mit einer Vielzahl von gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Verbindung gebracht, wobei im Rahmen der ernährungsbedingten Aufnahme der Fokus auf den Langzeitwirkungen liegt: Besonders empfindlich gegenüber Cadmium sind die Nieren, in denen sich Cadmium anreichert und bei langfristiger Aufnahme die Funktion der Nieren beeinträchtigen kann. Weiterhin kann Cadmium zu einer Demineralisierung der Knochen führen.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) leitete einen gesundheitsbasierten Richtwert (tolerierbare wöchentlichen Aufnahmemenge, Tolerable Weekly Intake, TWI) für Cadmium von 2,5 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht ab.
Für den Großteil der Bevölkerung liegt die Aufnahme von Cadmium über die Nahrung in Deutschland unterhalb des gesundheitsbasierten Richtwerts. Bei bestimmten Bevölkerungsgruppen kann die Aufnahme von Cadmium höher sein. So überschreitet die Exposition bei Kindern bestimmter Altersgruppen, abhängig von den verzehrten Lebensmitteln, den gesundheitsbasierten Richtwert.
Um die Cadmium-Aufnahme der Verbraucherinnen und Verbraucher über Lebensmittel möglichst zu reduzieren, gibt es rechtliche Vorgaben wie etwa die Verordnung (EU) 2023/915 der Europäischen Kommission über Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln.
Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat im Folgenden ausgewählte Fragen und Antworten zum Thema Cadmium zusammengestellt.
BfR: Fragen und Antworten – Cadmium in Lebensmitteln
BfR: Cadmium in Lebensmitteln – Was ist über die Aufnahme und gesundheitliche Risiken bekannt? (pdf)
BfR: Blausäure und Cadmium in Leinsamen – Besser keine rohen, geschroteten Leinsamen für Kleinkinder