Energy Data Hackdays 2025 – Wie Studentin Chantal Fuchs Energiedaten greifbar macht
Bei den Energy Data Hackdays 2025 in Windisch kamen über 150 Teilnehmende zusammen – darunter Datenanalyst:innen, Energieexpert:innen, Designer:innen sowie Studierende aus der Schweiz und dem Ausland. Das Ziel? Mit Energiedaten und digitalen Werkzeugen Lösungen für die Energiezukunft der Schweiz entwickeln! Dafür stellten 13 Unternehmen und Institutionen ihre Daten und Problemstellungen bereit, darunter Swissgrid, AEW, CKW, ewz, Axpo, BKW sowie das Bundesamt für Energie. Mit dabei war Chantal Fuchs, die Teilzeit im Bachelor Applied Digital Life Sciences studiert und nebenbei als Datenanalystin bei der Zürich Versicherung arbeitet. Wie sie den Hackathon erlebt hat, erzählt sie im Interview.
Wie war es für dich, zum ersten Mal an einem Hackathon teilzunehmen?
Ich fand die Erfahrung unglaublich spannend und auch sehr intensiv. Ich wusste am Anfang nicht genau, was mich erwartet, was ebenfalls eine Motivation war, mich schlussendlich anzumelden. In solch einer kurzen Zeit mit einem neuen Team an einer echten Problemstellung zu arbeiten und am Ende eine Lösung zu präsentieren, war herausfordernd, aber auch sehr bereichernd.
Bei welcher Challenge warst du dabei und was war deine Aufgabe?
Ich war bei der Challenge «Watts & Wallets: Visualizing Energy & Money Flows in Switzerland’s Power Market» des Bundesamts für Energie dabei. Diese Challenge hat sich mit der Komplexität des Schweizer Strommarkts auseinandergesetzt. Unsere Aufgabe war es, diese Komplexität zu reduzieren und das System verständlicher darzustellen - mithilfe von Key-Questions und Visualisierungen.
Ich habe vor allem dabei geholfen, die zur Verfügung gestellten Daten aufzuräumen, neu zu strukturieren und die erarbeiteten Key-Questions zu visualisieren. Erarbeitete Fragen waren zum Beispiel: «Wie beeinflussen bereits abgeschriebene Kraftwerke die heutigen Stromkosten im Vergleich zu neuen Energieanlagen?» oder «Welche Rolle spielen Subventionen und Marktmodelle für die Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien und die Strompreise für Endkund:innen?»
Welche Skills aus deinem Studium waren für die Challenge besonders hilfreich?
Aus meinem Studium konnte ich vor allem analytisches Denken sowie den Umgang mit komplexen Systemen und Daten einbringen. Auch das strukturierte Vorgehen bei Problemstellungen und das schnelle Einarbeiten in neue Themen waren sehr hilfreich.
Wie war die Zusammenarbeit in der Gruppe und mit dem Challenge-Owner?
Die Zusammenarbeit hat sehr viel Spass gemacht. Es war spannend zu sehen, wie wertvoll es ist, verschiedene Insights von unterschiedlichen Personen zu bekommen, um sich ein umfassendes Bild einer so komplexen Thematik zu verschaffen. Das spiegelte sich auch im Resultat wider: Wir haben sehr positives Feedback für unseren Output erhalten.
Was nimmst du persönlich aus dieser Erfahrung mit – sowohl für dein Studium als auch für deinen beruflichen Alltag?
Die Erfahrung hat mich motiviert, öfter aus meiner Komfortzone auszubrechen und Neues auszuprobieren. Am Ende der zwei Tage durfte ich die Resultate vor allen Teilnehmenden und Mitwirkenden präsentieren - eine mega Opportunity.
Auch habe ich gemerkt, dass ich durch meinen Job als Data Analystin viel einbringen konnte, vor allem im Zusammenhang mit Skills in Power BI und analytischem Denken. Zusätzlich finde ich es grossartig, dass ich mir diese Erfahrung im Studium anrechnen lassen kann, da sie Praxis, Lernen und persönliche Weiterentwicklung gut verbindet.
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