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Rückblick: Alumni-Forum 2022

«Gutes Alter(n) für alle? Existenzsicherung und gesellschaftliche Teilhabe im Alter» lautete das Thema des Alumni-Forums vom 18. Mai 2022.

Nach der Begrüssung von Prof Dr. Monika Götzö, stellvertretende Direktorin am Departement Soziale Arbeit, führten Dr. Rainer Gabriel und Dr. Rahel Strohmeier Navarro Smith in einem interaktiven Inputreferat unter dem Titel «Having Little in a Land of Plenty» in den aktuellen Forschungsstand und die bestehenden Forschungslücken rund um das Thema «Gutes Alter(n) für alle: Existenzsicherung und gesellschaftliche Teilhabe» ein.

So zeigt sich gemäss den Forschenden kein eindeutiges Bild im Hinblick auf finanziell prekäre Lebenslagen älterer Menschen. Das hohe Alter und das Geschlecht stellen jedoch eindeutige Armutsfaktoren dar: Die Armutsquote älterer Menschen und die Bezugsquote der Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV steigen mit zunehmendem Alter an. Seniorinnen sind deutlich öfter in einer Armutssituation als Senioren. Zudem gibt es Hinweise in Untersuchungen, dass Armutslagen auch im fortgeschrittenen Alter dynamisch sind und es sowohl Eintritte in als auch Austritte aus der Armut gibt. Die Ergänzungsleistungen erweisen sich zwar als erfolgreiches Mittel in der Bekämpfung von Armut im Alter, es besteht jedoch nach wie vor eine beachtliche Nichtbezugsquote, die je nach Datensatz auf 29% bzw. 14,7% geschätzt wird. Im Rahmen eines nationalen Altersmonitorings & Alterssurveys der ZHAW werden im Auftrag der Pro Senectute Schweiz insbesondere Kompensations- und Kumulationseffekte, die Ursachen und Hintergründe für den Eintritt in die und den Austritt aus der Armut im Alter sowie die kantonalen Unterschiede beim Nichtbezug von Ergänzungsleistungen eingehender erforscht.

Im Anschluss an die thematische Einstimmung diskutierten auf einem von Prof. Dr. Sylvie Johner-Kobi moderierten Podium Barbara Arnold Reichlin, Uwe Koch, Monika Stocker und Simon Stocker Fragen zu materiellen und immateriellen Aspekten der Armut im Alter. Die Diskussionsrunde hat gezeigt, dass armutsbetroffene ältere Menschen eine vielfältige, nicht homogene Zielgruppe der Sozialen Arbeit darstellen; insbesondere die Erreichbarkeit von vulnerablen Menschen im fortgeschritteneren Alter sicherzustellen ist; genderspezifische Aspekte der Altersarmut in der Politik, Gesellschaft und Wissenschaft bis jetzt noch zu wenig Beachtung finden; die Wohnform im Alter frei wählbar sein sollte; und Autonomie, gesellschaftliche Teilhabe und Selbstwirksamkeit Kernpunkte für ein gutes Altern für alle darstellen.

Das Improvisationstheater anundpfirsich sorgte für eine humorvolle Interpretation der Referate und der Podiumsdiskussion.

Gerne bleiben wir mit Ihnen in Kontakt und tauschen uns weiter mit Ihnen zu den Themen der Existenzsicherung und gesellschaftlichen Teilhabe im Alter oder generell zu Fragen des Alter(n)s aus. Wenn Sie sich für einen weiteren Fachaustausch mit uns interessieren, können Sie sich gerne bei uns melden: rahel.strohmeier@zhaw.ch.