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Master Research Unit Ecological Engineering im MSc Umwelt und Natürliche Ressourcen

Faszinieren Sie komplexe ökologische Fragestellungen? Interessiert Sie das Zusammenspiel von Technik und Ökologie? Im Schwerpunkt Ecological Engineering eignen Sie sich das Wissen an, ganzheitliche Lösungen zu entwickeln.

Ecological Engineering verbindet die Ingenieurwissenschaften mit Ökologie und ganzheitlichem Denken. Als Werkzeuge werden natürliche Stoffe, Prozesse und Organismen sowie ökologische Prinzipien eingesetzt und in technischen Systemen betrieben. Die Vision ist, dass die Entwicklungsziele für eine nachhaltige Gesellschaft nicht ausschliesslich mit technischen Mitteln erreicht werden können, sondern Ökologie, Technik und sozioökonomische Faktoren geschickt kombiniert werden müssen.

Kompetenzen

Als Master of Science ZFH in Environment and Natural Resources mit Schwerpunkt  Ecological Engineering ...

  • erkennen Sie aktuelle Herausforderungen zu Themen ihres Schwerpunktfaches und können dazu konkrete Lösungen formulieren, realisieren und die Ergebnisse zielgruppengerecht kommunizieren.
  • verstehen Sie die Feinheiten des Zusammenspiels von (Mikro-)Biologie und Technik in konkreten Anwendungen und können dieses analysieren, modellieren und beeinflussen.
  • sind Sie fähig, Kreislaufsysteme nach ökotechnologischen Kriterien zu planen und zu steuern.
  • können Sie Energiekonzepte nach technischen, ökologischen und ökonomischen Kriterien bewerten und optimieren.
  • sind Sie in der Lage, nachhaltige Infrastrukturen im urbanen und ländlichen Raum zu integrieren.

Master Thesis

Im Rahmen der Master Thesis entwickeln Sie eigene Ideen und Konzepte zur Lösung wissenschaftlicher Herausforderungen. Das befähigt Sie, in Ihrer späteren beruflichen Tätigkeit komplexe Fragestellungen selbständig anzupacken. Sie können wissenschaftliche Methoden anwenden und weiterentwickeln, auch in neuen oder fachübergreifenden Kontexten.

Ihre Master Thesis erarbeiten Sie innerhalb der von Ihnen gewählten Forschungsgruppe. Die Inhalte der Arbeiten können Ihren Interessen und dem aktuellen Projektstand angepasst werden. Untenstehende Auswahl in Deutsch und Englisch geben Einblicke in mögliche Arbeiten der Forschungsgruppen.

Forschungsgruppe Aquakultursysteme

«Wir erforschen, entwickeln und verbessern Produktionssysteme im wässrigen Milieu, sowohl für Fische als auch für Algen. Wir begleiten Fischproduzenten mit unserem Knowhow, testen neue Futterrezepturen, verbessern Haltungsbedingungen, entwickeln Lösungen für die anfallenden Nebenprodukte und produzieren ressourcenschonend Rohstoffe. Wir arbeiten mit unseren eigenen Anlagen im Grossmassstab, verwenden neueste Mess- und Analysetechnologien und stossen Innovationen an, die für Mensch, Tier und Umwelt spürbare Verbesserungen bringen.» Dominik Refardt, Forschungsgruppenleiter

 

Themenbereiche:

  • Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden von Fischen
  • Betrieb von Aquakultur-Anlagen einschliesslich des Abfallmanagements
  • Nachhaltige Kultivierung von Mikroalgen (Abwasserreinigung und Produktion hochwertiger Inhaltsstoffe)

Forschungsgruppe Erneuerbare Energien

«Mit dem Fokus auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz konzipieren, simulieren und optimieren wir Energiesysteme nach verschiedenen Kriterien. Dabei berücksichtigen wir nicht nur technische, sondern auch ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte. In interdisziplinären Projekten befassen wir uns zudem mit der Akzeptanz von erneuerbaren Energien und Energie sparen.» Jürg Rohrer, Forschungsgruppenleiter

 

Themenbereiche:

  • Strom- und Wärmeproduktion mit Solarenergie, insbesondere in den Wintermonaten
  • Integrierte Gebäude-Energiesysteme
  • Sektorenkopplung (Strom, Elektromobilität, Wärme, Kälte, Speicher, synthetische Treibstoffe)

Forschungsgruppe Ökobilanzierung

«Wir beurteilen die ökologische Nachhaltigkeit von Energiesystemen, Technologien und industriellen Prozessen. Hierfür setzten wir gezielt die Methode der Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment) ein, die den ganzen Lebenszyklus betrachtet. Unser Engagement in Forschung und Bildung trägt dazu bei, die Methode der Ökobilanzierung weiterzuentwickeln und Life Cycle Thinking als Grundlage für ökologische Entscheide in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu integrieren.» Matthias Stucki, Forschungsgruppenleiter

 

Themenbereiche:

  • Ökologische Hotspots in Wertschöpfungsketten und Energiesystemen
  • Ökologischer Fussabdruck von neuen Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien
  • Strategien zur Umweltoptimierung und Steigerung der Ressourceneffizienz

Forschungsgruppe Ökotechnologie

«Unsere Inspiration stammt aus der Ökologie, unser Handwerkszeug aus dem Engineering. Wir arbeiten mit Lebewesen, erforschen und entwickeln Kreislaufsysteme für Wasser und Nährstoffe und setzen sie (öko-)technisch um – von der visionären Idee bis zur Hardware, betrieben mit erneuerbarer Energie.» Andreas Schönborn, Forschungsgruppenleiter

 

Themenbereiche:

  • Wasserrecycling und naturnahe Reinigungsverfahren
  • Biokohle als Schlüsselelement für sichere Nährstoffkreisläufe
  • Aquaponic und Zero Emission Buildings

Forschungsgruppe Umweltgenomik und Systembiologie

«Wir untersuchen in Zusammenarbeit mit weiteren Forschungsgruppen ökotechnologisch relevante mikrobiologische Prozesse. Dabei stehen die molekularbiologischen Methoden im Mittelpunkt. Die Ergebnisse werden mit Umweltparametern verglichen, um auf biologische Prozesse rückzuschliessen.» Theo Smits, Forschungsgruppenleiter

 

Themenbereiche:

  • Molekulare Ökologie mittels populationsgenetischer Methoden inklusive Metagenomik
  • Identifizierung von (mikrobiellen) Prozessen in Biogas-, Aquakultur- oder Aquaponic-Anlagen
  • Biologische Kontrolle von Pflanzen- und Fischpathogenen in Aquaponic-Anlagen

Fachstelle Umweltbiotechnologie am Institut für Chemie und Biotechnologie

«Biomasse, Abfälle und Abwässer sind für uns Wertstoffe. Mit Hilfe der Biotechnologie lassen sie sich energetisch und stofflich nutzen. Damit unterstützen wir das Schliessen von Kreisläufen und die Produktion erneuerbarer Energie.» Urs Baier, Fachstellenleiter

 

Themenbereiche:

  • Biomasse, organische Abfälle, Bioenergie und Biogas
  • Abwasser- und Schlammbehandlung
  • Abluft und Abgas

Institut für Nachhaltige Entwicklung der ZHAW School of Engineering

«Das interdisziplinär zusammengesetzte Institut für Nachhaltige Entwicklung (INE) fokussiert auf Fragen rund um die Transformation soziotechnischer Energie- und Transportsysteme. Dazu gehören die Beeinflussung des individuellen Verhaltens, die Identifizierung neuer Geschäftsmodelle sowie die Gestaltung von Smart Cities & Regions.» Armin Eberle, Institutsleiter

 

Themenbereiche:

  • Transformation von Städten und Gemeinden zu Smart Sustainable Cities und Communities
  • Förderung von suffizientem Verhalten in Living Labs mit Unterstützung von digitalen Community-Plattformen
  • Zukunftsentwicklungen und Resilience Engineering in Energie- und Transportsystemen