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Die 200 Pflanzen eingeteilt in zwölf Lernparcours

Gruppiert nach Standortvorlieben oder Wuchsformen können Sie die 200 einheimischen Pflanzen häppchenweise digital anzeigen lassen (verlinken mit GIS-Karte) und sie auf kurzweiligen Lernparcours in den großzügigen, naturnah gestalteten Gärten entdecken. Mit der interaktiven Karte können Sie einen oder mehrere Lernparcours, oder alle 200 Arten gleichzeitig einblenden. Jede Pflanze ist direkt mit dem Artporträt der InfoFlora Datenbank verlinkt.

Alle Pflanzen sind durch gut erkennbaren Aluminiumetiketten mit gelbem Farbstreifen gekennzeichnet, bei Bäumen und Sträuchern sind sie am Stamm oder an einem Ast befestigt, bei den krautigen Arten stecken sie im Boden.

Möchten Sie die Lernparcours ohne digitale Karte nutzen? Dann empfehlen wir Ihnen die Lernparcours-Karten mit entsprechenden Artenlisten zum Ausdrucken. Sie finden sie nachfolgend bei den einzelnen Lernparcours zum Download.

Die Lernparcours sind jeweils ab April ausgeschildert und eignen sich besonders für die Prüfungsvorbereitung auf die Feldbotanik-Zertifikate. Entdecken Sie weitere Arten im 400er Lernparcours.

Frühblüher

Buschwindröschen © Erich Stutz ZHAW

Dieser Lernparcours umfasst acht Frühblüher, hauptsächlich Geophyten. Sie wachsen typischerweise in der Krautschicht von Wäldern, Waldrändern oder an Bachufern und blühen bevor die Bäume aus dem Winterschlaf erwachen.

Wir empfehlen einen Rundgang im Frühling, zwischen Ende März und Ende April. Im Mai beginnen sich viele Frühblüher bereits zurück zu ziehen.

«Artenliste und Pflanzenstandorte» (PDF 256,8 KB)

Sträucher und Kletterpflanzen

Heckenkirsche © Erich Stutz ZHAW

Dieser Lernparcours umfasst 13 einheimische Sträucher und zwei Kletterpflanzen. Die Arten sind ganzjährig mit Etiketten ausgeschildert.

Einen Rundgang können wir zu jeder Jahreszeit empfehlen.

«Artenliste und Pflanzenstandorte» (PDF 277,4 KB)

Einkeimblättrige Waldpflanzen und Farne

Bärlauch

Der Lernparcours umfasst neun Waldpflanzen, die zu den Einkeimblättrigen gehören, wie beispielsweise das Maiglöckchen oder verschiedene Waldgräser. Sechs Schachtelhalme und Farne, die entweder Waldstandorte oder aber Felsen und Mauern bevorzugen, gehören ebenfalls zu diesem Lernparcours.

Wir empfehlen einen Rundgang im Mai, wenn viele Waldpflanzen blühen oder bereits Früchte ausbilden.

«Artenliste und Pflanzenstandorte» (PDF 243,9 KB)

Zweikeimblättrige Waldpflanzen

Wald-Bingelkraut

Dieser Lernparcours umfasst 17 Arten, die gerne in der Krautschicht von Wäldern oder Hecken wachsen. Einige davon sind typische Schattenpflanzen, wie der Wald-Sauerklee oder das Wald-Bingelkraut.

Wir empfehlen einen Rundgang im Mai oder Juni.

«Artenliste und Pflanzenstandorte» (PDF 236,7 KB)

Pflanzen feuchter Lebensräume

Veronica Beccabunga

Der Lernparcours umfasst 16 Pflanzen, die feuchte Standortbedingungen bevorzugen. Sie wachsen typischerweise auf feuchten Wiesen, in Flachmooren oder an Bachufern.

Wir empfehlen einen Rundgang im Mai oder Juni.

«Artenliste und Pflanzenstandorte» (PDF 235,2 KB)

Wiesengräser

Duftendes Ruchgras

Der Lernparcours umfasst 14 Wiesengräser aus der Familie der Süssgräser (Poaceae). Die Arten kommen hauptsächlich in intensiv genutzten und nährstoffreichen Wiesen und Weiden, sogenannten Fettwiesen vor.

Wir empfehlen einen Rundgang zwischen Anfang Mai und Mitte Juni, wenn die meisten Wiesengräser blühen. Interessieren Sie sich für das Bestimmen von Süssgräsern? Die App iGräser eignet sich dazu hervorragend.

«Artenliste und Pflanzenstandorte» (PDF 442,2 KB)

Wiesenpflanzen

Zaun-Wicke

Dieser Lernparcours umfasst 35 häufige, krautige Wiesenpflanzen des Mittellandes. Viele bevorzugen nährstoffreiche Wiesen, andere wachsen ebenso gerne an Wegrändern oder auf Schuttplätzen.

Wir empfehlen einen Rundgang zwischen Mitte April und Mitte Juli.

«Artenliste und Pflanzenstandorte» (PDF 937,7 KB)

Ackerbegleitflora

Gemeines Greiskraut

Der Lernparcours umfasst 13 Arten, die zu den Pionierpflanzen zählen, also natürlicherweise (noch) vegetationsfreie Flächen besiedeln. In Äckern, Weinbergen oder Gärten herrschen gute Bodenverhältnisse und es bestehen durch die menschliche Nutzung dauerhaft offenen Stellen zwischen den Kulturpflanzen. Dies sind ideale Orte für solche, meist 1-jährigen, Pionierarten. Umgangssprachlich werden sie auch Unkräuter genannt.

Die Pflanzen zu diesem Lernparcours haben wir für Sie im «Unkrautgarten» der Forschungsanstalt Agroscope Wädenswil ausgeschildert. Wir empfehlen einen Rundgang zwischen April und Juli.

«Artenliste und Pflanzenstandorte» (PDF 365,6 KB)

Ruderalflora und trittverträgliche Pflanzen

Geranium Robertianum

Dieser Lernparcours umfasst zwölf Arten, die ebenfalls zu den Pionierpflanzen gehören. Im Unterschied zur Ackerbegleitflora besiedeln einige davon Ruderalstellen wie Schuttplätze oder Industriebrachen, also offene Flächen ohne gewachsenen Boden. Andere halten mechanische Belastung durch Tritt oder Überfahren aus und können sich dadurch an Wegrändern oder auf Parkplätzen etablieren.

Die Pflanzen zu diesem Lernparcours haben wir für Sie mehrheitlich im «Unkrautgarten» der Forschungsanstalt Agroscope Wädenswil ausgeschildert. Wir empfehlen einen Rundgang im Juni oder Juli.

«Artenliste und Pflanzenstandorte» (PDF 365,6 KB)

Trockenwiesenpflanzen

Echter Dost

Dieser Lernparcours umfasst 18 Pflanzen, welche im Halbtrockenrasen gedeihen. Es sind Pflanzen, die auf Flächen mit geringer Produktivität wachsen. Das Nährstoffniveau dieser Flächen darf nicht zu hoch sein, ansonsten werden sie von andern Pflanzen verdrängt. Diese lichtliebenden Arten hätten in dichteren Grünlandgesellschaften keine Überlebenschance.

Wir empfehlen einen Rundgang zwischen Mai und Juli.

«Artenliste und Pflanzenstandorte» (PDF 755,9 KB)

Pflanzen des Krautsaumes

Dieser Lernparcours umfasst 13 Pflanzen, die typischerweise in Krautsäumen vorkommen. Krautsäume bilden den Abschluss von natürlich gestuften Waldrändern, den Übergang von Wildhecken zum offenen Grünland oder von Ufervegetation zum Grünland. Die Krautsäume ertragen keine regelmässigen Eingriffe wie Beweidung oder Mahd.

Wir empfehlen einen Rundgang zwischen Juni und August.

«Artenliste und Pflanzenstandorte» (PDF 839,9 KB)

Hinweise

  • Alle Lernparcours basieren auf der für Zürich gültigen 200er Artenliste des Feldbotanik-Zertifikates «Bellis». Sie unterscheidet sich in 29 Arten von der 200er-Grundliste der Schweizerischen Botanischen Gesellschaft.
  • Einige Pflanzenarten wachsen aufgrund ihrer Standortvorlieben nicht in den Gärten des Campus Grüental. Sie sind in der interaktiven Karte mit rotem X aufgeführt. Die jeweiligen Artbeschreibungen finden Sie auf der Website von InfoFlora.