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Gesundheit

Gemeinsam gestalten wir die Zukunft – und stärken die Interkulturalität

Moderne Gesundheitssysteme verlangen neue Fähigkeiten: Neben interprofessioneller Zusammenarbeit gehört auch Interkulturalität zu den zentralen Zukunftskompetenzen. Deshalb macht das ZHAW Departement Gesundheit sie in den kommenden zwei Jahren zum Fokusthema.

Interkulturalität wird in den kommenden zwei Jahren 2026 – 2027 ein zentrales Fokusthema am ZHAW Departement Gesundheit sein. Damit greifen wir eine Entwicklung auf, die unsere Gesellschaft zunehmend prägt: kulturelle Vielfalt gehört längst zum Alltag – in allen Lebensbereichen. Unser Ziel ist es, diese Vielfalt bewusst zu gestalten und als Stärke zu nutzen.

Konkret bedeutet das: Wir stärken interkulturelle Kompetenzen systematisch in allen Bereichen unseres Departements – in der Lehre, in der Forschung und in der Organisation. Eine Fokusgruppe begleitet diesen Prozess gemeinsam mit Expert:innen und unterstützt dabei, das Thema nicht nur inhaltlich, sondern auch organisatorisch zu verankern. Aus dem Team der Fachstelle Interprofessionelle Lehre und Praxis (FS IPLP) sind drei Personen in den beiden Arbeitsgruppen vertreten: Andrea Bärlocher, Patricia Schwärzler und David Stamm. 

Interkulturalität sichtbar machen: Arbeitsalltag, Studium, Forschung, Organisation

Ein wichtiger Schritt ist es für uns, Interkulturalität im Arbeitsalltag sichtbar zu machen. Dafür schaffen wir neue Gefässe wie Trainings, Dialogräume und Austauschformate, die Mitarbeitende dabei unterstützen, sicher und reflektiert in interkulturellen Kontexten zu agieren. So schulen wir Mitarbeitende in Trainings und bauen gleichzeitig nachhaltige Strukturen auf, etwa im Sinne von «Train-the-Trainer»-Programmen oder der Integration von Interkulturalität in bestehende Curricula.

Auch in der Lehre spielt Interkulturalität eine zentrale Rolle. Wir stellen uns die Frage, wie wir Studierende auf eine vielfältige und vernetzte Welt vorbereiten können. Neben Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit gehören interprofessionelle und auch interkulturelle Kompetenzen zu den entscheidenden «Future Skills». In diesen beiden Kompetenzbereichen geht es nicht nur um Inhalte, sondern auch um Haltungen. Lehrende sollen etwa motiviert werden, ihre eigenen Werte zu reflektieren und ein gemeinsames Verständnis von interkulturellen Kompetenzen entwickeln, die in der Ausbildung gefördert werden können – im Sinne einer zukunftsfähigen Gesellschaft.

In der Forschung möchten wir Interkulturalität stärker berücksichtigen, ohne zusätzliche Hürden zu schaffen. Ziel ist es, einfache und praktikable Wege zu finden, um unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen. Ansätze wie partizipative Forschung oder Citizen Science gewinnen dabei an Bedeutung. Citizen Science nimmt in Forschungsprojekten die Anliegen betroffener Bevölkerungen auf und arbeitet über den gesamten Forschungsprozess mit interessierten Laien zusammen. Allgemein sollen Forschende ihre eigene Position reflektieren und kulturelle Perspektiven in Projekten sichtbar machen. Instrumente wie «Social Identity Maps» helfen dabei, Vielfalt im Team bewusst wahrzunehmen und blinde Flecken zu erkennen. Gleichzeitig sollen zwischen Forschung und Lehre neue Verbindungen entstehen. 

In der Organisation ist Interkulturalität ebenfalls ein wichtiges Thema. Hier geht es unter anderem um Fragen von Führung, Macht und Zugehörigkeit: Wie gelingt es, dass sich Mitarbeitende nicht nur in das Departement «einfügen», sondern sich wirklich zugehörig fühlen? Auf individueller Ebene fördern wir Selbstreflexion, Wahrnehmungsfähigkeit und ein klares Verständnis der eigenen Rolle. Auf Team- und Organisationsebene schaffen wir gemeinsame Begriffe und stärken die Kommunikation – etwa durch Schulungen und Arbeitsgemeinschaften, die zu gleichen Themen arbeiten, sogenannte «Communities of Practice».

Unser übergeordnetes Ziel ist es, eine Institutionskultur zu entwickeln, die von Offenheit, Reflexion und gegenseitigem Respekt geprägt ist. Interkulturalität verstehen wir dabei nicht als Zusatz, sondern als integralen Bestandteil unseres Handelns. Denn nur wenn wir unterschiedliche Perspektiven einbeziehen und wertschätzen, können wir den Herausforderungen der Zukunft wirksam begegnen.

Zukunft gestalten: Die Rolle von Future Skills in der interprofessionellen Gesundheitslehre

Die Anforderungen an das Gesundheitswesen wandeln sich rasant. Um diesen Wandel aktiv mitzugestalten, rücken sogenannte «Future Skills» immer stärker in den Fokus unserer pädagogisch-didaktischen Überlegungen.