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Gesundheit

Nachhaltige Implementierung von Family Systems Care im Schweizer Gesundheitswesen (FSC Sustain)

Die physische, psychische und soziale Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist gefährdet, wenn ein Familienmitglied krank ist. Wir untersuchen daher, inwiefern Deutschschweizer Gesundheitsinstitutionen eine familiensystemisch ausgerichtete Pflege nachhaltig umsetzen können. Zudem wollen wir erfahren, welchen Nutzen dieser Ansatz für Familien und Gesundheitsfachpersonen hat. Das Projekt ist eine Kooperation der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, der Universität Zürich und dem Universitätsspital Zürich.

Hintergrund

Family Systems Care ist ein Ansatz in der Gesundheitsversorgung, der Familien als Systeme unterstützt, weil Familien als Ganzes von gesundheitlichen Herausforderungen von Familienmitgliedern betroffen sind. Dies beinhaltet zum Beispiel Beziehungsaufbau und unterstützende Gespräche mit Menschen mit Erkrankungen und ihren Familien oder das Anerkennen und Wertschätzen des Engagements von Familien.

Family Systems Care wurde international und in der Schweiz in verschiedenen Versorgungssettings implementiert und teilweise evaluiert. Trotz etabliertem Nutzen fehlt jedoch international wie auch aus der Schweiz Wissen über die Nachhaltigkeit der Implementierung von Family Systems Care. Dies ist wichtig, weil Rahmenbedingungen und individuelle Hürden eine nachhaltige Implementierung oft erschweren, was zu Kosten und weniger wirksamer Versorgung führt.

Zielsetzung

Ziel dieser Studie ist, Empfehlungen für eine nachhaltige Implementierung von Family Systems Care im schweizerischen Gesundheitswesen zu erarbeiten. Dies erfolgt auf Basis der Ergebnisse dieser Studie und gemeinsam mit den Gesundheitsinstitutionen, die an dieser Studie teilnehmen.

Methode

Wir führen eine Mixed-Methods Multiple-Case Studie durch, die den Ansätzen der Realist Evaluation und Implementation Science folgt. Dafür nutzen wir den Consolidated Framework for Implementation Science 2.0 und sein Outcomes Addendum als theoretische Bezugsrahmen. Die einbezogenen Cases sind Institutionen des Gesundheitswesens über die gesamte Versorgungskette und Lebensspanne.

Wir werden im quantitativen Studienteil eine Querschnittstudie mit einer Umfrage bei Familien, verantwortlichen Leitungspersonen und Pflegeexpert:innen sowie Gesundheitsfachpersonen durchführen. Im qualitativen Studienteil planen wir Fokusgruppeninterviews mit Gesundheitsfachpersonen. Die Daten werden auf Ebene der Institutionen (within-case) und im Vergleich dieser Institutionen (cross-case) analysiert. 

Erwartete Ergebnisse

Die Resultate sollen Einsichten hervorbringen, inwiefern es diesen Institutionen gelungen ist, Family Systems Care nachhaltig umzusetzen und einen Nutzen für Familien und Fachpersonen zu erzeugen. Basierend auf dieser Studie sollen dem Ansatz der Realist Evaluation folgend gemeinsam mit den teilnehmenden Gesundheitsinstitutionen kontextspezifische Empfehlungen erarbeitet werden, um Family Systems Care im Gesundheitswesen zu verbreiten. Damit leistet diese Studie einen Beitrag zur Förderung der physischen, psychischen und sozialen Gesundheit von Familien mit Krankheitserfahrungen.

Projektorganisation

Projektleitung

Co-Projektleitung

Projektteam ZHAW

Projektteam Universität Zürich (UZH) / Universitätsspital Zürich (USZ)

Förderung

Projektdauer