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Gesundheit

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Swiss infant feeding study (SWIFS)

Weil die kindliche Ernährung so wichtig ist, wird das Still- und Essverhalten von Säuglingen alle zehn Jahre erhoben. Dies bietet die Grundlage, um eine gesunde Ernährung von Kindern gezielt zu fördern.

Ausgangslage

Die Ernährung in den ersten Lebensjahren ist ein entscheidender Faktor für eine gesunde Entwicklung und langfristige Gesundheit. Das Stillen bietet zahlreiche Vorteile für die Gesundheit von Mutter und Kind, darunter ein reduziertes Risiko für Atemwegserkrankungen, Diabetes und Übergewicht.

Trotz dieser bekannten Vorteile zeigen frühere Studien, dass die Ernährungsempfehlungen unterschiedlich umgesetzt werden. Auch die Einführung von Beikost ist ein wichtiger Aspekt, da sie die Entwicklung von Essgewohnheiten beeinflusst und die Gesundheit des Kindes langfristig fördern kann. Der empfohlene Zeitpunkt für die Einführung von Beikost orientiert sich am steigenden Energie- und Nährstoffbedarf des wachsenden Kindes.

Angesichts der Bedeutung der Säuglingsernährung werden Still- und Ernährungsverhalten alle 10 Jahre untersucht. Diese Studie war Teil des Monitorings.

Zielsetzung

Um die gesunde Ernährung von Kindern gezielt zu fördern, werden Daten benötigt. Das Ziel der Studie im Auftrag des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) war es, aktuelle Trends und Entwicklungen in der Säuglingsernährung in der Schweiz zu erfassen und zu verstehen.

Methode und Vorgehen

An der SWIFS-Studie 2024 haben 1'269 Mütter aus der Deutsch-, Westschweiz und italienischsprachigen Schweiz teilgenommen. Die Daten wurden mittels Online-Fragebogen zu folgenden Themen erhoben: Stillen, Einführung von Beikost,  Gesundheit von Mutter und Kind sowie soziodemografische Daten der Eltern.

Für die Rekrutierung stellte das Bundesamt für Statistik (BFS) eine repräsentative Stichprobe von Adressen bereit. Die Mütter wurden per Post zur Studienteilnahme eingeladen und erhielten bei Bedarf Erinnerungsschreiben.

Alle erhobenen Daten wurden anonymisiert, das heisst, es ist kein Rückschluss auf einzelne Personen möglich. Der Studiencode diente nur zur Verfolgung des Rücklaufs. Die Studie wurde zudem unter Einhaltung ethischer Richtlinien durchgeführt.

Ergebnisse

Die SWIFS-Studie aus dem Jahr 2024 zeigt eine grosse Übereinstimmung zwischen der tatsächlichen Still- und Beikostpraxis und den aktuellen Schweizer Ernährungsempfehlungen.

Detaillierte Ergebnisse sowie Handlungsempfehlungen finden Sie in den nachfolgenden Berichten und Medien.

Stillmonitorings 2014: die wichtigsten Ergebnisse

In der Schweiz wird seit 1993 alle 10 Jahre eine repräsentativen Studie zum Stillverhalten und zur Ernährung von Säuglingen durchgeführt. Die beiden letzten Fragebogen-Studien (2003, 2014), in Auftrag gegeben vom Bundesamt für Gesundheit, erfolgten in Zusammenarbeit der Mütter- und Väterberatungsstellen zur Rekrutierung einer zufälligen bevölkerungsbasierten Stichprobe. Der Rücklauf betrug 40%. Diese Studie erlaubt auch Einflussfaktoren, Hürden, Einstellungen und weitere Gesundheitsindikatoren zu erfassen.

Die Daten des Stillmonitorings 2014 weisen eine hohe initiale Stilprävalenz auf: 95% der Mütter hatten von Beginn an ihr Kind gestillt. Über 50% der Kinder wurden mindestens 12 Wochen ihres Lebens ausschliesslich gestillt. Zwischen 1994 und 2003 hatte die Stillprävalenz deutlich zugenommen. Die Ergänzung der Muttermilch-Ernährung mit Beikost, Wasser, Tee und teilweise auch Säuglingsmilch geschieht in der Regel zwischen dem 5. und dem 7. Lebensmonat, wie empfohlen. Kinder von Müttern im Alter von 30 -39 Jahren, von Eltern mit höherem Ausbildungsstatus und von Vätern mit einer positiven Einstellung zum Stillen wurden unabhängig von anderen Einflussfaktoren länger gestillt. Rauchen sowie die Einnahme von Kontrazeptiva (hormonelle Empfängnisverhütung) waren mit einer kürzeren Stilldauer assoziiert.

Projektorganisation

Projektleitung

Projektteam

Finanzierung

Projektdauer