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Personzentrierte Demenzversorgung in Pflegeheimen – Entwicklung einer Toolbox (PromPCdC)

Personzentrierte Versorgung ist zentral in der Versorgung von Menschen mit Demenz. In der Praxis ist die Umsetzung jedoch oft anspruchsvoll und erfordert Veränderungen in der gesamten Organisation. Daher entwickeln wir eine praxisnahe Toolbox, die Pflegeheime dabei unterstützt, personzentrierte Demenzversorgung umzusetzen und weiterzuentwickeln.

Ausgangslage

Personzentrierte Versorgung gilt heutzutage als ein grundlegendes Konzept in der Versorgung von Menschen mit Demenz. Dabei steht die Person mit Demenz mit ihren Wünschen und Bedürfnissen im Mittelpunkt. Die Umsetzung einer personzentrierten Demenzversorgung (PCdC) in Pflegeheimen ist jedoch herausfordernd und gelingt häufig nicht. Dies hat verschieden Gründe. Zu einem sind die Ideen hinter dem Konzept komplex und dazu kommt, dass es dabei nicht um einzelne Pflegetechniken geht, sondern vor allem um die Haltung zur Versorgung der Personen mit Demenz.

Damit eine erfolgreiche und nachhaltige Umsetzung der personzentrierten Demenzversorgung stattfinden kann, benötigt es Veränderungen auf der Organisationsebene. Wichtig ist es nicht nur die Fachpersonen und ihre individuellen Merkmale zu berücksichtigen, sondern auch der Rahmen, in dem sie arbeiten wie beispielsweise die Arbeitskultur, Rollenverteilung und Qualifikationsmix, Netzwerke und Kommunikation, Führung, Bereitschaft für Neues, Arbeitsumgebung und Flexibilität der Organisationsstrukturen.

Es gibt bewährte Ansätze, die Pflegeheime dabei unterstützen können personzentrierte Versorgung aufzubauen. Es fehlen jedoch praktische Strategien und Entscheidungshilfen, um Pflegeheime bei der Auswahl und Anwendung solcher Ansätze zu unterstützen, die auf ihren spezifischen Organisationskontext zugeschnitten sind.

Zielsetzung

Das Ziel unserer Studie ist die Entwicklung einer praxisnahen Toolbox, die Pflegeheime dabei unterstützt, personzentrierte Demenzversorgung im Alltag umzusetzen und weiterzuentwickeln.

Methode und Vorgehen

Für die Entwicklung der Toolbox verfolgen wir ein Co-Design-Ansatz, bei dem es eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschungs- und Praxispartnern gibt.

Das Forschungsprojekt besteht aus folgenden vier aufeinander aufbauenden Substudien:

Zentrale Konzepte, mit denen sich die Studie befasst, sind:

Was ist personzentrierte Demenzversorgung?

Personzentrierte Demenzversorgung ist ein zentrales Konzept in der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz. Sie stellt die individuellen Bedürfnisse, Erfahrungen, Sichtweisen und Beziehungen der Person in den Mittelpunkt, anstatt den Fokus auf die Demenzerkrankung zu legen.

Ziel ist es, trotz fortschreitender kognitiver Veränderungen das Personsein (englisch = personhood) zu erhalten und Lebensqualität und Wohlbefinden zu fördern. Das VIPS-Modell nach Dawn Brooker beschreibt dafür zentrale Elemente: Wertschätzung, Individualität, Perspektivenübernahme sowie ein unterstützendes soziales Umfeld. Nur im Zusammenspiel dieser Kernelemente gelingt eine gute Versorgung von Menschen mit Demenz.

Was ist Organisational Capacity Building?

Organisational Capacity Building beschreibt die Fähigkeit einer Organisation, ihre Aufgaben wirksam zu erfüllen und ihre Ziele zu erreichen. Gemäss dem Modell von Cox et al. (2018) sind dafür insbesondere eine unterstützende Organisationskultur und eine klare Kommunikation entscheidend. Beide Aspekte stehen in engem Zusammenhang mit weiteren wichtigen Bereichen wie Führung, Strategie, Strukturen und Governance, Kompetenzen, Human Resources und Rechenschaftsplicht. Erst das Zusammenspiel aller Dimensionen ermöglicht es Organisationen, nachhaltig leistungsfähig zu sein.

In unserer Studie bilden diese Dimensionen die Grundlage für die Organisationsentwicklung in Pflegeheimen, damit sie eine personzentrierte Demenzversorgung erfolgreich umsetzen und nachhaltig in der Praxis verankern können.

Ergebnisse

Im Projekt wird eine praxisorientierte Toolbox entwickelt, die Pflegeheime dabei unterstützt, eine langfristige, auf ihren spezifischen Organisationskontext zugeschnittene Strategie zur nachhaltigen Umsetzung personzentrierter Demenzversorgung zu erarbeiten.

Die Toolbox bietet:

Projektorganisation

Projektleitung

Projektteam

Projektpartner:innen

Gesundheitszentren für das Alter (GFA), Stadt Zürich

Soundingboard

Im Rahmen eines wissenschaftlichen Soundingboards arbeiten das Forschungsteam eng mit Expert:innen in einer beratenden Rolle zusammen. Folgende Personen gehören zum Soundingboard:

Finanzierung

Projektdauer